Maya und Challe spielen fangen

Als ich am Dienstag mit Maya auf der Rückbank nach Hause fuhr, sahen wir aus dem Auto heraus wie Challe und ihr Frauli Tina gerade von der Hauptstraße abbogen, offensichtlich auf dem Weg nach Hause. Als Maya Challe erblickte, begann sie augenblicklich zu heulen… war ja auch schon ein ganzes Weilchen her seit die zwei miteinander gespielt hatten. Als ich mich eingeparkt hatte, schrieb ich noch im Auto eine Facebook Mitteilung an Tina ob sie und Challe nicht mal wieder vorbeikommen wollten. Und so verabredeten wir uns für Mittwoch Abend.

An besagtem Abend machte ich wieder mal Kaffee für Tina und mich und als ich die zwei Tassen aus dem Schrank holte, wusste Maya schon was los war. Sie lief sofort nach unten zur Tür in den Garten und wollte nach draußen. Wir hatten noch 10 Minuten Zeit aber das verstand ja Maya nicht die schon nach Challe Ausschau hielt.

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Und dann endlich war sie da; Challe die kleine Wölfin🙂

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Die zwei spielten eine Weile aber Challe war fünf Stunden lang bei einem anderen Hund zu Besuch gewesen und offensichtlich schon müde…..und Maya braucht in ihrem Alter sowieso schon öfters Pausen.🙂

Aber Fangen spielen geht immer.

Dann brauchten beide erstmal eine Pause.

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Und Maya… die war danach fix und fertig und verbrachte den Rest des Abends in der waagerechte. 🙂

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Nach Regen kommt … Nebel

Am Freitag war es alles andere als freundlich. Es regnete bis in den Nachmittag und der Vormittag war so dunkel dass man sich bewusst wurde, wie nah die “dunkle” Herbst- und Winterzeit eigentlich schon ist.

Am Abend klarte es jedoch auf und anstatt des Regens, breitete sich Nebel aus. Als ich heimkam sah es irgendwie verraucht aus … aber das war kein Rauch sondern Nebel. Gleichzeitig war es aber um die 20 Grad warm und ich beschloss, mit Maya noch einen längeren Spaziergang zu machen.

Kaum waren wir unterwegs, ärgerte ich mich, dass ich nicht die Kamera mitgenommen hatte weil ein ganz spezielles Licht herrschte. Und auch wenn mein Handy allgemein ganz gute Bilder macht, aber solche Farbschattierungen schafft es leider nicht. Den Nebel hat aber auch die Handykamera ganz gut eingefangen, nur dieses spezielle Licht, wenn auch noch die Sonnenstrahlen durch die Bäume blitzen… die habe ich leider nicht erwischt.

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Von diesen kleinen, ca. 3 cm großen Kerlen haben wir eine ganze Menge gesehen…

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Weil es gar so schön war, machten wir sogar noch einen Umweg zu Wasser weil ich unbedingt auch einen Bootssteg im Nebel fotografieren wollte. Maya hat sich zwar gewundert aber sie ging brav mit.🙂

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Ein Schar Gänse flog ebenfalls laut kreischend über uns hinüber.

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Am Heimweg wurde dann der Nebel immer dicker.

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Aber dank Maya brauchte ich mich nicht zu fürchten!🙂

Solche Spaziergänge sind mir die liebsten… wenn man eigentlich nur “Gassi” geht und erst nach 1,5 Stunden wieder heimkommt.🙂

 

 

 

 

 

 

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Spätsommer / Frühherbstspaziergang

Heute war es superschön…. die Sonne lachte vom strahlend blauen Himmel und auch wenn das Thermometer im Schatten “nur” 20 Grad anzeigte, war es wegen der Sonne richtig warm.

Maya genoss die Sonne wieder mal von ihrem neuen Lieblingsplatz aus.

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Bevor wir einkaufen fuhren, ging Kurti noch eine Runde mit Maya und entdeckte da einen Baum der wegen des starken Windes auf die Straße gestürzt war und die Straße nach Storvik blockierte. Naja, blockierte ist wohl nicht das richtige Wort denn einige Autos fuhren einfach drumherum bzw. halb drüber … denn der Baum lag quer über der Straße. Also ging ich dann mit Kurti hin um den Baum von der Straße zu holen. Zum Glück blieb dann auch ein Autofahrer stehen und zu dritt zogen wir den Baum von der Straße und sammelten die gröberen Aststücke ein. Und was taten die Autofahrer die in die Gegenrichtung fuhren? Sie brausten ohne zu Bremsen mit +70 km/h (also mit überhöhter Geschwindigkeit) an uns vorbei. Idioten!

Nach dem Einkaufen gingen wir dann mit Maya spazieren und genossen die Wärme … der Sturm hatte da zum Glück schon nachgelassen.

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Bei uns in Schweden hat jetzt auch der Herbst Einzug gehalten… die Herbstfärbung ist schon deutlich zu sehen auch wenn die Wiesen noch saftig grün sind.

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Spätsommerwochenende

Nachdem es die ganze Woche recht regnerisch und kühl war, schien am Samstag die Sonne wieder von einem fast strahlend blauen Himmel und es war (in der Sonne) drückend warm. Deswegen machten wir einen kürzeren Spaziergang bei dem Maya wieder wasserstehen konnte. Ihrer neuen Lieblingsbeschäftigung … seufz.

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Wir sahen auch viele Babyfische die nah am Ufer ihre Kreise zogen… und weiter weg, die Teenagerfische, die eine Spur größer waren🙂

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Während Maya ihre “Kneippkur” machte, fotografierte ich das schöne blaue Wasser.

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Als wir dann weitergingen bemerkten wir an einer Wegkreuzung ein Wespennest … an einer etwas ungewöhnlichen Stelle.

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Nach dem Abendessen und Abwaschen knotzte sich dann Maya auf den Teppich in der Küche und blickte mich herausfordernd an… “Frauli, was mach ma jetzt?”

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Also machten wir unsere Tricks durch damit sich Maya ein paar Leckerlies verdienen konnte. Dann fielen Maya schon die Augen zu und ich machte etwas, was ich noch nie gemacht hatte. Ich holte mir ein Buch und setzte mich (mit einem Glas Wein und einem Glas Wasser) neben ihre Decke in der Küche auf den Boden und las damit sie ihren Kopf auf meinem Bein legen konnte.

Dann merkte ich aber dass sie nicht gut lag und wir wechselten ins Schlafzimmer, wo Maya in ihrem bequemen Bettchen schlief (und schnarchte) während ich daneben auf dem Teppich saß und las.🙂

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Heute war es zwar nur um die 15-17 Grad warm aber wenn die Sonne gerade brannte, war es recht warm. Kaum zogen die Wolken vor die Sonne, war es kühl. Heute gingen wir die 12 km Storvik-Runde und hatten heute sogar richtig Tempo drauf. Wir brauchten nur 2 1/2 Stunden dafür!

Am Rückweg dann, versuchte sich Maya wieder als Buddlerin aber sie schaffte es wieder nicht irgendwas auszugraben.🙂

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Übrigens hat Maya einen neuen Lieblingsplatz: den hohen Treppenabsatz auf der neuen Treppe hinaus in den Garten. Von hier aus hat sie tollen Überblick über… alles und nichts.🙂

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Und obwohl es schon recht herbstlich bei uns ist, die Schmetterlinge sind immer noch eifrig am werken.

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Autokauf in Schweden

Aufmerksamen Lesern ist es wohl nicht entgangen, dass ich auf der Suche nach einem neuen Auto war. Mein 10 Jahre alter Hyundai Getz hat zwar in den letzten 6 Jahren in meinem Besitz ordentlich funktioniert aber er war mir nie sympathisch. Irgendwie fühlte ich mich nie richtig wohl und sicher in dem Auto, auch wenn ich nicht erklären kann warum.

Die Bremsen waren nicht mehr die besten, ich brauchte neue Sommarreifen, die Klimaanlage funktionierte nicht mehr wie sie sollte (das Auto war erst angenehm kühl oder warm wenn ich schon wieder daheim war), das Auto wurde immer lauter und Service war auch wieder an der Reihe. Kurz und gut … ich wollte kein Geld mehr investieren sondern ein neues Auto, das ich mir selber aussuchen wollte. Den Hyundai hatte ja Kurt für mich „ausgesucht“ und testgefahren weil ich beim Autokauf noch keinen Führerschein hatte.

Hm, ich glaube diese Geschichte habe ich hier auf dem Blog noch gar nicht erzählt… aber ihr sollt sie natürlich hören bzw. lesen.

Es war Juli 2010 und wir hatten schon den Kaufvertrag für unser Haus unterschrieben und ich war dabei den Führerschein zu machen. Leider hat sich die Führerscheingeschichte unendlich in die Länge gezogen weil ich mir die falsche Fahrschule ausgesucht hatte. In einer kleinen Stadt wie Sandviken sind auch die Fahrschulen recht klein und ich hatte das Pech dass meine Fahrschule wohl eine nicht sehr umgängliche Chefin hatte so dass nach und nach die drei Fahrlehrer absprangen. Davor war „meine“ Fahrlehrerin auch noch öfters krank (oder war da auf Jobsuche, was weiß ich) aber das bedeutete dass ich einfach keine Fahrstunden buchen konnte bzw. nur mit drei Wochen Zwischenraum… und das ist als Fahrschüler halt doch blöd wenn man nur alle drei Wochen eine Stunde fahren kann… da verschwindet ja dazwischen wieder das Gefühl fürs Fahren … oder vielleicht war ja auch nur ich zu doof dazu (bin ja auch eine Frau ;-) ) Die letzten Fahrstunden machte ich dann mit der Chefin weil sie keine Fahrlehrer mehr hatte! Jedenfalls dauerte es eine ganz Weile (zeitmässig, nicht fahrstundenmässig!!!) bis ich so weit war und zur Prüfung antreten durfte.

Erst hatte ich die Theorieprüfung (ohne je eine Theoriestunde besucht zu haben – das ist nicht vorgeschrieben in Schweden; ich musste nur ein theoretisches und praktisches Sicherheitstraining absolvieren) und drei Tage später die Fahrprüfung am 5. August 2010! Tja, und nachdem wir im September ins Haus übersiedeln würden, brauchte ich ein Auto. Dann fanden wir den Hyundai Getz zu einem guten Preis und schlugen zu, obwohl ich da noch nicht mal den Führerschein hatte.

Damals wohnten wir in einer Mietwohnung in Sandviken und für Kurts Auto hatten wir einen Parkplatz vor dem Haus gemietet. An einem Samstag war die Kaufabwicklung des Wagens (von einer Privatperson) bei uns und das Auto wurde auf mich angemeldet. In Österreich dauern solche bürokratische Geschichten ja meistens länger und so dachten wir uns, dass wir das Auto ja bis Montag auf dem Gästeparkplatz unserer Hausanlage stehen lassen könnten. Naja… was soll ich sagen. Am Montag hatte ich schon eine Parkstrafe in Höhe von umgerechnet 44 Euro zu zahlen weil ich als Mieter nicht auf dem Gästeparkplatz parken darf. Wer konnte denn schon damit rechnen dass die schwedischen Behörden so schnell arbeiten?

Es gibt wohl nicht viele Menschen die eine Parkstrafe bekommen bevor sie noch den Führerschein haben.🙂

Doch eigentlich wollte ich euch ja vom Auto kaufen erzählen!🙂

Ja, wie gesagt, ich wollte ein neues Auto und hab mir in mühevoller Kleinarbeit eine laaaange Liste von für mich interessanten Kleinwagen angefertigt in denen ich Kriterien und Ausstattung und natürlich die Preise vergleichen konnte. So wirklich überzeugt hat mich von den Autos aber keines… bei allen war irgendwas was nicht passte. Dann war ich wieder einmal auf der Suzuki Website (der schwedischen) und plötzlich war da ein Gewinnspiel:

Wenn man eines der zehn in ganz Schweden versteckten nigelnagelneuen Suzuki Baleno finden würde, könnte man den Wagen für ein Jahr kostenlos nutzen. Es gab eine Übersichtskarte damit man sehen konnte wo ungefähr die Autos platziert waren und jedes hatte seine eigene SMS Nummer. Und man brauchte nur durch kluge Fragen per SMS herausfinden, wo der Wagen war, ein Selfie mit dem Autokennzeichen machen und das Bild mit einer Begründung warum man gewinnen sollte, an Suzuki schicken.

Ich hatte zwar früher schon die Ankündigung für ein neues Automodell auf der Suzuki Website bemerkt aber nachdem es auf den Bildern eher wie eine normalgroße und normalpreisige Limousine aussah, hatte ich nie weiter drüber nachgedacht. Als ich jetzt nach dem Marktlaunch aber den Preis dazu sah, wurde der Wagen plötzlich interessant. Ich las die Informationen und Spezifikationen und beschloss, dass ich am Gewinnspiel teilnehmen musste. Außerdem fand ich die Idee per Fragen den Standort eines Wagens herauszufinden sehr witzig. Ach ja.. und natürlich rechnete ich fest damit dass auch in Sandviken ein Auto stehen würde weil es zwar in Sandviken, nicht aber in Gävle (der nächstgrößeren Stadt) einen Suzuki-Händler gibt. Und man konnte auf der Karte deutlich sehen, dass es „bei uns“ in der Gegend einen Wagen gab.

Am gleichen Nachmittag schrieb ich die erste SMS (hier die deutsche Übersetzung meiner Konversation mit einem Auto):

Ich:     Bist du in der Nähe von Kenneth Larsson (der Suzukihändler in Sandviken)?

Auto:   Kenneth Larsson in Sandviken ist ein Pfundskerl. Aber ich stehe in Gävle.

Ich:      Siehst du das Meer?

Auto:   Ich sehe sehr viel Ziegel. Und andere Autos!

Ich:      Gibt es in der Nähe einen Bahnhof?
(Der Hauptbahnhof in Gävle ist aus Ziegeln gebaut)

Auto:   Der Gävle Fluss ist recht nahe.

Ich:      Welche Farbe hast du?

Auto:    Ich habe eine herrliche weiße Farbe.

Ich:       Sind die anderen Auto in Bewegung oder sind sie geparkt?

Auto:    Ich stehe auf einem Parkplatz. Krankhaft groß könnte man sagen.

              Hier tue ich mir mit der Übersetzung schwer weil es diese Phrase auf Deutsch
              nicht gibt. „Sjukt“ bedeutet krank aber „sjukt stor“ bedeutet hier „extrem groß“.

An dieser Stelle begann ich zu überlegen wo in Gävle es einen „sjukt stor“en Parkplatz gibt. Klar gibt es große Parkplätze aber die sind alle nicht extrem. Extrem wäre bei mir z.B. der Parkplatz am Flughafen Arlanda … aber in Gävle?

Weitere Hinweise bekam ich dann nicht mehr denn es kamen nur noch SMS mit dem Text „Es sind viele die nach mir suchen!“.

Ich schaute dann auf Google Maps und guckte ob ich vielleicht einen richtig großen Parkplatz über die Satellitenansicht finde (kenn mich ja in Gävle auch nicht so gut aus und es konnte gut sein, dass ich eben nicht weiß dass es einen riesigen Parkplatz gibt) aber ich sah nicht wirklich was Passendes.

Doch dann, am Heimweg im Auto, fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Sjukt stor! Das Sjukhus = Krankenhaus ist aus Ziegeln und ganz in der Nähe fließt der Gävle Fluß und der Parkplatz ist auch relativ groß! Das musste es sein!

Am nächsten Tag (ein Samstag) fuhren wir nach Gävle und sofort sah ich das Auto am Parkplatz des Krankenhauses stehen. Juhuuuuuu … und irgendwie war ich vollkommen davon überzeugt dass ich gewinnen würde. Keine Ahnung warum ich das glaubt (ich gewinne ja sonst auch nie was), aber ich glaubte fest daran. Als Begründung schrieb ich ein Gedicht in dem ich erklärte, dass ich eigentlich einen Suzuki Swift kaufen wollte aber mich dann in den Suzuki Baleno verliebt hätte und dass es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein… irgend so was. Es war wirklich ein gutes Gedicht, finde ich.😉

Im Internet verfolgte ich auch wie viele Leute die Autos gefunden hatten und nach den ca. 14 Tagen in denen das Gewinnspiel lief, waren es insgesamt nicht mal 600, also standen meine Chancen ja recht gut. Natürlich musste ich „mein“ Auto vorab aber auch mal testfahren und so fuhren wir zum Händler (der ist auch Hyundai Händler und wir haben ja beide Hyundais, kennen die Leute dort also) und ich testete erstmal den Suzuki Swift. Wieder einmal waren wir darüber erstaunt dass niemand einen Führerschein sehen wollte, sondern dass uns einfach der Autoschlüssel in die Hand gedrückt wurde. Das war schon 2008 so als wir nur gebrochen Schwedisch sprechend ein Auto für Kurt suchten, hat also nichts damit zu tun, dass wir dort Stammkunden sind.

Von der Größe und Ausstattung gefiel mir der Suzuki Swift ganz gut aber das Fahren war gar nicht toll. Er hat 94 PS aber im Vergleich zu meinem Hyundai Getz mit 97 PS war das eine Schnecke. Und auch die Lenkung fand ich total unruhig. Nein, den mochte ich nicht. Dann fuhr ich den Baleno und was soll ich sagen … es war Liebe auf den ersten Druck aufs Gaspedal.😉

Der ging ab wie eine Rakete als ich auf die Schnellstraße auffuhr, er war viel leiser als mein altes Auto, die Sitze waren total bequem, die Ausstattung ein Luxus und ich fühlte mich einfach wohl im Auto.

Mit einem euphorischen „den will ich haben“ Gefühl fuhren wir dann wieder heim und ich studierte die Spezifikationen bis ins kleinste Detail. Und ich gebe zu, ich suchte nach Fehlern und Nachteilen. Ich fand zwei davon. Das erste war der Preis für die höchste Ausstattungsklasse.

Was ich wegen Maya unbedingt bei einem neuen Wagen wollte, waren elektrische Fensterheber vorne UND hinten – und das gab es leider nicht in der Grundausstattung bzw. eben nur vorne.

Und das zweite war eine Bodenfreiheit von nur 12 cm (mein alter Hyundai Getz hatte 16 cm). Schließlich muss ich tagtäglich über eine schlecht befestigte Schotterstraße zu unserer Hundesitterin fahren und die Straße dahin ist manchmal in einem „sjukt“ schlechten Zustand. Ich weiß gar nicht mehr ob ich euch damals davon berichtet habe, aber vor ca. einem Jahr musste ich an dieser Stelle einem entgegenkommenden Auto ausweichen und musste gezwungenermaßen durch ein Schlagloch fahren wobei mir das Abgasrohr das unter dem Auto verläuft, gebrochen ist und um 250 Euro repariert werden musste (übrigens die einzige Reparatur seit der Wagen in meinem Besitz war!!!). Außerdem bezweifelte ich dass ich im Winter mit einer Höhe von nur 12 cm überhaupt auf der oft ungeräumten Schneefahrbahn bei uns vorankommen würde.

Das Auto mit Vollausstattung wäre schon schön gewesen aber ich dachte mir dass es ja nicht lange so schön sein würde wenn ich jeden Tag Maya kutschiere, und einen Garagenplatz hab ich ja auch keinen und die ganzen technischen Spielereien braucht ja keiner usw. und so würde es „das nicht wert sein“.

Naja, ich bin so… ich kauf mir sehr sehr selten teure Sachen weil teuer nicht immer gut bedeutet. Markenkleidung wird genauso schnell verschlissen wie billige Kleidung – ist zumindest meine Erfahrung. Qualität braucht nicht immer eine teure Marke! Und wozu sollte ich mir ein teures Auto kaufen wenn ich ja eigentlich nur einen fahrbaren Untersatz brauche der mich in die Arbeit und zum Supermarkt bringt. Auch wenn jetzt einige von euch der Schlag trifft – wenn der Dacia nicht nur 90 PS hätte, wäre der anfangs auch in die engere Wahl gekommen – ich brauche auch kein „Statussymbol“! Im Laufe meiner „Recherche“ bzw. bei der weiteren Eingrenzung habe ich dann auch mehr auf Benzinverbrauch, Motorstärke und die durchschnittliche Häufigkeit von Reparaturen bzw. Beanstandungen (ich fand einen Bericht über die Gebrauchtwagen die beim TÜV immer am besten abschneiden) geschaut.

Tja, meine ständigen Kostenargumente nervten wohl mit der Zeit meinen Mann denn der sagte dann schon ständig dass es ja auch nicht soooo viel mehr kosten würde und aufs Monat gerechnet würden die zusätzlichen Kosten kaum auffallen. Ja, da hatte er wohl recht. 30 Euro mehr oder weniger im Monat machen keinen sooo großen Unterschied im Haushaltsbudget. Aber die Ausrüstung macht dann wohl einen größeren Unterschied wenn man das Auto nach einigen Jahren entweder verkauft oder wieder in Anzahlung gibt.

In der Zwischenzeit hatte ich auch Bescheid bekommen, dass ich das Auto nicht gewonnen hatte. Sniff. Und auch wenn das jetzt vielleicht nicht sehr objektiv ist, ich finde immer noch dass meine Begründung besser war als die von der Frau die dann im Endeffekt gewonnen hat. Aber ich habe zumindest einen Trostpreis bekommen… einen kleinen USB Lautsprecher.🙂

Naja, ein bis zwei Wochen später fuhr ich dann nochmals eine Runde mit dem Baleno (und dem S-Cross aber der war so gar nicht mein Ding) und sprach auch mit dem Verkäufer über meine Zweifel wegen den 12 cm Bodenfreiheit. Er meinte auch dass ihm das gar nicht aufgefallen sei dass der „so niedrig“ sein soll und man sieht es auch überhaupt nicht. Im Gegenteil, hinten kommt er mir sogar höher vor als mein alter. Die „Schürze“ vorne ist wohl ein wenig niedriger aber auch nicht niedriger als andere Autos. Also waren diese Zweifel dann ausgeräumt. Wenn Schneechaos angesagt ist, kann ich ja den Laptop vom Buero mitnehmen und im schlimmsten Fall (wenn ich nicht fahren kann) von daheim aus arbeiten.🙂

Während wir unsere Runden mit den Suzukis drehten, fuhr der Verkäufer eine Runde mit meinem alten Hyundai Getz den ich ja in Zahlung geben würde.

Naja, und was soll ich sagen … dann rechnete er ein wenig herum und kam mit einem Angebot. Ich bekam einen super Preis für meinen alten Hyundai (Unterschied zwischen Kaufpreis vor ziemlich genau 6 Jahren und Verkaufspreis an den Händler waren nur 2.500 Euro!) und außerdem gab es von Suzuki zur Einführung des neuen Baleno Models eine Suzuki Karte mit umgerechnet 500 Euro und einen niedrigen Zinssatz. Alles in allem, ein gutes Geschäft finde ich.

Lustig war auch noch das Thema Felgen für die Winterreifen… der Verkäufer meinte nämlich, wenn ich keine Leichtmetallfelgen nehmen würde, würde er mir keine Winterreifen verkaufen denn für so ein schönes Auto könnte man ganz einfach keine Stahlfelgen nehmen. Wie sähe das denn aus.😉

Wir bestellten das Auto also Ende Juni und sollten es rein theoretisch vor unserer Urlaubsreise abholen können. Dem war aber nicht so, die Lieferung war noch nicht gekommen. Also fragte Kurti am Montag nach unserer Rückkehr nach und bekam zur Antwort dass der Wagen zwar angekommen sei aber noch in Plastik eingewickelt in der Garage stehen würde. Der Verkäufer hatte vor seinem Urlaub vergessen, das Neuwagenservice zu buchen und somit hatte man noch keine Zeit gehabt um den Motorwärmer zu installieren. Wenn ich wollte könnte ich den Wagen aber ohne Motorwärmer haben und dann die Installation des Motorwärmers später buchen. Ich sollte mich melden und Bescheid geben. Das tat ich am Dienstag und wir vereinbarten dass ich das Auto am Mittwoch um 16 Uhr abholen könnte.

Leute, ich war richtig nervös als ich am Mittwoch zum Autohändler fuhr. Auf dem Weg dahin schüttete es extrem so dass man auf der Schnellstraße nur mit 80 km/h fuhr. Aber somit wurde wenigstens der Staub vom Hyundai abgewaschen der sich seit der letzten Wäsche schon wieder angesammelt hatte und ich konnte ihn relativ sauber abliefern.😉

Beim Suzuki-Händler angekommen, winkte mir Peter (der Verkäufer mit dem ich den Termin ausgemacht hatte) von seinem Büro aus zu aber er hatte Kunden. Somit kam ein anderer Verkäufer, Stig, auf mich zu und fragte och ich diejenige sei, die den Baleno abholten wollte. Ich bejahte und er bat mich Platz zu nehmen und einen Kaffee zu nehmen, Peter wäre gleich für mich da und sie hätten nur noch etwas Papierkram zu erledigen. Ich setzte mich und teilte Facebook mit dass ich jetzt mein Auto holen würde.😉

Kurz darauf war Stig wieder da und bat mich in sein Büro. Dort kümmerte er sich um den Kauf- bzw. Kreditvertrag den ich auf einem iPad mit dem Finger unterschreiben musste (die Unterschrift KANN nicht rechtsgültig sein denn sie ähnelt meiner Unterschrift überhaupt nicht!!!) und der mir gleich per E-Mail als pdf geschickt wurde, d.h. ich bekam nicht mal eine Papierkopie. Mein Führerschein wurde eingescannt und ein Antrag für die Suzuki-Karte erstellt und geschickt (die ist gestern angekommen). Ich hatte ja Schlüssel, Zulassungspapiere, Handbuch und Servicebuch des Hyundai Getz mit und hatte sie auf den Schreibtisch gelegt … und plötzlich wollte Stig schon raus und mir das Auto übergeben. Auf meinen Einwurf dass wir ja noch die Übergabe des Hyundai machen müsste, winkte er einfach ab. Er hatte es sehr eilig mir mein neues Auto vorzuführen.

In der Zwischenzeit war auch Peter seine Kunden losgeworden und er ging nach hinten, um den Baleno vorzufahren. Er kam aber zurück und bat Stig ihm zu helfen, weil ein anderes Auto vor meinem Baleno stand. Also schnappte ich mir meine Handtasche und ging nach draußen und wartete.

Und dann kam er vorgefahren… mein wunderschöner roter Flitzer!!! Erst war ich überrascht weil er viel kleiner war als erwartet. Das Auto das ich Probe gefahren hatte war weiß mit schwarzem Schriftzug auf den Seiten und die machten das Auto optisch länger. Aber wisst ihr was… so klein und flott gefällt es mir noch besser. Auch die Farbe ist richtig schön … es gab ja kein rotes Model zum Ansehen als ich bestellte also musste ich auf „gut Glück“ drauf vertrauen dass es ein schönes rot ist … und zum Glück ist es das auch.

Voller Eifer setzte sich Stig in den Wagen und erklärte mir die Funktionen und wo ich was einstellen konnte. Er speicherte mir auch gleich ein paar Radiosender ein, unter anderem seinen Lieblingssender „Vinyl“ (von dem ich noch nie gehört hatte!) … und was soll ich sagen, das ist der Sender den ich jetzt immer höre. Tolle Musik aus den 70er – 90ern; genau das richtige für mittelalterliche Leute wie mich.😉

Nachdem wir die Hauptfunktionen durchgegangen waren, wollten wir das Navigationssystem ausprobieren aber am Display stand irgendwas von wegen, keine Daten verfügbar. Stig war offensichtlich kein Technikfreak (das merkte ich auch als ich ein paar Fragen wegen der Handyverbindung stellte) und so holte er Peter. Der wusste sofort dass eine SD Karte im Kofferraum war, die erst eingesetzt werden musste. Und kaum war das gemacht, zeigte das Gerät auch schon an, wo wir waren. Er ging dann nochmals die Funktionen mit mir durch und ich stellte noch ein paar Fragen und dann bekam ich den Schlüssel. Ach ja, wie erwähnt hatte ich ja auch Winterreifen mitbestellt aber weil das Modell noch so neu ist, gibt es noch keine Winterreifen dazu!!! Aber ich hoffe, dass ich sie dann bei der Installation des Motorwärmers mitnehmen kann.

Tja und jetzt fahre ich mit einem flotten roten Flitzer in der Gegend herum der u.a. mit radargestützter aktiver Bremsunterstützung und einem adaptiven Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung, einem 7“ Display mit Audio-System, Handy-Anbindung, Bluetooth Freisprecheinrichtung, Navigation, Rückfahrkamera, getönte hintere Seiten- und Heckscheiben, Xenon Scheinwerfern, Lichtsensor und Keyless Start (schlüsselloses einsteigen und Starten mit Starterknopf) ausgestattet ist.

Bei gerade mal 4 m Länge hat der Wagen vorne und hinten genug Platz auch für große Leute und der Kofferraum fasst ganze 355/1085 Liter. Möglich macht das eine neu konstruierte, leichte Plattform die einen Radstand von 2,52 m bietet. Der nur 980 kg (Leergewicht) leichte Suzuki Baleno 1.0 Boosterjet fährt mit einem Dreizylinder Benzinmotor und bringt es auf 111 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Und in der Woche in der ich ihn jetzt gefahren bin, pendelte der durchschnittliche Benzinverbrauch zwischen nur 4,7 und 4,8 l/100 km. Und das ist auch gut so, denn der Tank fasst nur 37 Liter.🙂

Und falls ihr das noch nicht wisst: Das “S” vorne ist nicht das Suzuki Logo sondern bedeutet “Hier fährt ein Supergirl!”🙂

Ist er nicht schön???

 

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Urlaub, Tag 6 & 7

Nach der Wanderung am Tag 5 brauchten wir am Freitag einen Erholungstag und wo kann man so einen am besten verbringen? Genau. Am Strand.

Eigentlich wollten wir einen der anderen beiden “Hundestrände” besuchen aber da sah man schon von weitem dass massenhaft Menschen da waren. Also beschlossen wir kurzerhand, wieder an “unseren” Strand im Stornäset Naturreservat zu fahren.

Diesmal erblickten wir etwas seltsames… nämlich weidende Kühe am Strand und IM MEER.

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Aber die waren nicht direkt an unserem Strand sondern ein Stückchen weiter weg. Es war zwar ein ungewöhnlicher Anblick aber wir ließen uns davon nicht stören.🙂

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Doch dann erblickte Maya etwas, dass sie erstmal Knurren ließ aber sie beruhigte sich gleich wieder und dann schaute sie nur noch neugierig.

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Am liebsten wäre sie hingelaufen aber sie war brav und blieb auf unser Kommando doch bei uns … aber im Auge behalten musste sie diesen komischen “Vogel” ganz genau.🙂

Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich so etwas auch noch nie gesehen habe (bin aber auch nicht oft am Meer🙂 … es war ein Surfer der sich von einem “Drachen” ziehen ließ.

Am Rückweg “bockte” Maya wieder mal und weigerte sich weiterzugehen… sie wäre viel lieber am Strand geblieben.

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Dann ging sie doch mit, aber wälzte sich zig Mal im Gras. Typisch Maya eben!🙂

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Danach waren wir noch im Sommercafé der Jugendherberge auf Alnö und genossen Heidelbeermuffins und Kaffee. An diesem Abend versuchte wir unser Abendessenglück in einem China Restaurant. Leider hatten die keinen Gastgarten und Hunde dürfen nicht ins Restaurant – wie leider in ganz Schweden üblich. Also haben wir kurzerhand zwei Menüs zum Mitnehmen bestellt und das war dann so viel, dass wir für den nächsten Tag auch noch zu essen hatten.

Am nächsten, dem letzten Tag, kam dann die große Enttäuschung… kein würdiger Abschluss dieser Urlaubswoche. Ich hatte mir aus dem Internet einen ca. 7 km langen Wanderweg ausgesucht der schöne Aussichten versprach und teilweise auch entlang eines weiteren “Strandes” verlaufen sollte. Erstmals dauerte es eine Weile bis wir den Ausgangspunkt der Wanderung fanden weil es kein Schild zu besagtem Bauernhof gab. Nach einmal Fragen und zweimal verfahren, fanden wir aber dann doch hin. Der Pfad begann etwas “verwachsen” aber er war ok… doch der Zustand des Weges wurde immer schlechter. Umgestürzte Bäume lagen kreuz und quer und man konnte sehen dass weder viele Leute hier gingen noch dass der Weg in Stand gehalten wird. Zumindest kamen wir wirklich an den ersten Aussichtspunkt, einen Ministrand.

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Danach sollte man am Strandweg weitergehen … doch obwohl an einem Baum das Wanderwegschild befestigt war, war kein Weg oder Pfad erkennbar… also hielten wir uns an die Schotterstraße. Irgendwann dachten wir uns aber, dass nun langsam der nächste “schöne Ausblick” kommen müsste aber nachdem wir keinen Netzempfang am Handy hatten, konnten wir auch nicht wirklich eruieren wo wir waren. Anhand der ausgedruckten Wanderwegbeschreibung und Google Maps konnten wir aber auf jeden Fall konstatieren dass wir eigentlich schon wieder auf dem Rückweg sein mussten. Weil es sowieso total heiß war, Maya gar nicht mehr gehen wollte und wir zum ersten Mal in der Woche von Mücken und Fliegen heimgesucht wurden, beschlossen wir dann, einfach umzukehren. Ich war stinksauer und genervt und wollte dann unbedingt doch den “Strandweg” finden… der musste doch da sein!

Tja, dank der gelben Markierungen an Bäumen haben wir ihn dann auch gefunden … aber das war kein Wanderweg! Bäume und Äste lagen kreuz und quer und der Pfad war total überwuchert. Wenn man nicht die gelben Markierungen gesehen hätte, wäre man nie auf die Idee gekommen, dass das ein Pfad sein soll … und wir sind wirklich keine Leute die gut befestigte Wege brauchen – aber das als “Wanderweg” zu bezeichnen war schlicht eine Frechheit.

Von der “schlimmsten” Strecke habe ich keine Fotos weil ich mich zu sehr auf den Weg konzentrieren musste aber so sah der Weg die ersten ca. 2 km aus.

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An diesem Tag waren wir echt froh, als wir unser Auto wiedersahen… eigentlich hätte es ein schöner abschließender Spaziergang werden sollen aber es wurde ein schweißtreibendes Kriechen durch das Unterholz mit vielen Mückenstichen und äußerst lästigen Fliegen und Bremsen… was für eine Enttäuschung.

Auch Maya war froh als wir wieder beim Auto waren.

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Danach fuhren wir heim und begannen zu Packen.

Am Sonntag, dem Abreisetag, putzten und reinigten wir dann noch die Hütte und nach der Schlüsselübergabe um 12 Uhr fuhren wir wieder nach Hause.

Das war also unser Urlaub auf Alnö! Die Gegend können wir ruhigen Gewissens weiterempfehlen… noch schöner wäre es vielleicht noch weiter nördlich, direkt in “Höga Kusten”… ich glaub, da fahren wir nochmal hin.🙂

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Urlaub, Tag 5: Höga Kusten & Skuleskogen

Am 5. Tag machten wir endlich eine richtige Wanderung. Und was für eine!

Allerdings brachen wir viel später auf als geplant weil Maya in der Nacht ein kleines Häufchen in ihr Bettchen erbrach. In der Hütte gibt es nur Plastikbeläge am Boden und somit kotzte sie in den Fleecebezug ihres Bettchens. Also mitten in der Nacht aufstehen und Bezug und Bett waschen. Deshalb kamen wir in der Früh einfach nicht aus dem Bett und schliefen ein Weilchen länger als geplant.

Doch dann fuhren wir um die 140 km nach Norden Richtung Docksta, das zwischen Örnsköldsvik och Härnösand liegt. Dabei passierten wir die Höga Kusten Bro, die mit insgesamt 1867 m, Schwedens längste Hängebrücke ist.

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Wir folgten der Beschilderung zum Naturreservat und bekamen dann einen Schock… der Weg zum Parkplatz war schon mit unzähligen PKWs und Wohnwägen gesäumt… und das obwohl beim Eingang Süd sowieso mehrere Parkplätze waren. Wie viele Leute wandern da???

Es waren viele kann ich nur sagen, vor allem die ersten drei (recht beschwerlichen) Kilometer zur Slåttdalsskrevan Schlucht.

Der Weg war anfangs sehr abwechslungsreich. Von Holzplanken über “normale” Waldwege bis zu extremen Baumwurzeln (“Sleepy Hollow” lässt grüßen) und Geröll war alles vorhanden. Das letzte Stück führt dann über riesige Steine bergauf und der Weg durch die Schlucht war nur noch loses Geröll. Da war gute Trittsicherheit gefragt. Die vielen Wanderer waren entweder Schweden, Deutsche (sehr viele davon) und auch einige Englischsprachige.

Das hier sind Bilder des Weges vom Eingang Süd bis zur Schlucht.

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Hier sind Bilder von der beeindruckenden Slåttdalsskrevan Schlucht die 200 m lang, 6 m breit und 40 m hoch ist.

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Bevor es in die Schlucht bergab geht, hat man auch die Möglichkeit die Spitze des Slåttdalsbergets zu besteigen (ist nur noch ein kurzes Stück) und hier hat man einen schönen Rundblick auf die Umgebung.

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Der Weg führte uns weiter zum Tärnättvattnen und bot wiederum einen schönen Ausblick. Nur schade dass das Wetter nicht so gut war denn mit blauem Himmel wäre der Ausblick noch viel schöner gewesen.

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Wir marschierten weiter über riesige Gesteinsgebilde Richtung Näskebodarna und nun hatten wir die Menschenmassen hinter uns gelassen und waren endlich allein unterwegs.

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Dann erreichten wir nach ca. 7 km Wanderung den Waldrand und Maya wurde wieder wach … denn sie roch wohl, dass wir bald an den ersten von vielen Sandstränden kamen.🙂

Irgendwie ist das schon seltsam wenn man durch dichten Wald wandert und einer kurzen Abzweigung folgt und plötzlich steht man am Meer. :-))

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Das ging ein paar Mal so und jedes Mal war Maya überglücklich weil sie “meerstehen” durfte …🙂

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Das letzte Stück führte dann wieder über Holzplanken auf eine Forststraße von der aus wir wieder zum Parkplatz kamen. In der Zwischenzeit war es schon später als erwartet geworden und wir beschlossen, dass wir unterwegs irgendwo Pause machen um was zu essen. Tja, denkste. Ich suchte im Internet einen Campingplatz mit Restaurant aus und gerade als wir auf dem Parkplatz hielten, sperrte das Restaurant zu weil es schon 20 Uhr war. Daraufhin waren wir so frustriert dass wir einfach zum Supermarkt fuhren und uns Fertigfraß holten und in der Mikrowelle aufwärmten.😉

Maya war das schnurzegal… die schlief da schon laaang ausgestreckt auf der Couch in der Hütte.🙂

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Am nächsten Tag mussten wir uns ausruhen und wie wir das gemacht haben, erfährt ihr im nächsten Beitrag.

Übrigens haben wir kurz darauf auf Facebook gelesen, dass Arthur, Schwedens berühmtester Hund, am Wochenende davor auch dort gewandert ist. Schade dass er nicht am Donnerstag da war – den hätten wir zu gerne endlich mal persönlich kennengelernt.

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Urlaub, Tag 4: Norra Berget & Spikarna

Am vierten Tag unseres Urlaubes fuhren wir nach Sundsvall, genauer gesagt zum Norra Berget in Sundsvall (Nördlicher Berg). Dort sollte es ein Naturmuseum, ähnlich “Skansen” in Stockholm geben doch was wir sahen, war jetzt nicht wirklich das was wir erwartet hatten. Es gab Wildschweine…

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Ziegen…

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Hühner…

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und Kaninchen doch viel mehr auch wieder nicht.

Allerdings verliebte sich Maya in ein Riesenkaninchen…🙂

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Wir gingen zum Aussichtsturm und während Herrli die vielen Treppen nach oben stieg, warteten Frauli und Maya auf seine Rückkehr.

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Dann spazierten wir weiter aber die Wege waren langweilig weil für meinen Geschmack viel zu künstlich…

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Einmal machten wir wegen Maya eine Pause und plötzlich guckte sie aufmerksam in eine Richtung.

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Als wir dann auch endlich hinschauten, sahen wir ein großes Reh mitten auf dem Weg stehen… nur ca. 15 Meter von uns entfernt. Bis ich endlich die Kamera bereit hatte, war es dann aber schon wieder am Weggehen (das braune Ding am Weg🙂 )…

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Ja, wie gesagt, Norra Berget war nicht so ganz mein Ding und wir marschierten extra noch eine Schleife damit wir zumindest auf knappe 7 km Weg kamen.

Danach fuhren wir zu dem alten Fischerdorf “Spikarna” an der südöstlichen Spitze von Alnö. Bis in die 90er Jahre gab es dort Fischer die Lachs, Maränen und Heringe fingen und verkauften. Nun sind nur noch die Hütten und Bootshäuser übrig die irgendwie Postkartenflair vermitteln.

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Die Brücke zur Insel “Skorven” auf der noch die alte Kapelle steht.

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Und vom Aussichtsplatz der Insel kann man auch schöne Bilder machen🙂

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Danach spazierten wir zur nahe gelegenen Hamnstugan (Hafenstube) wo wir uns eigentlich auf leckere Fischspezialitäten gefreut haben … schließlich waren wir in einem Fischerdorf … aber leider bestanden die Fischspezialitätet nur aus verschiedenen kalten Lachsvarianten … aber zumindest die bestellten Salate schmeckten ausgezeichnet und waren frisch.

Am Tag 5 unseres Urlaubes fühlten wir uns wie richtige Klettermaxe… doch dazu mehr im nächsten Beitrag.🙂

 

 

 

 

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Urlaub, Tag 3: Skeppshamn

Am dritten Tag unseres Urlaubes auf Alnö machten wir einen Ausflug nach Skeppshamn (Schiffshafen) im Åstöns Naturreservat. Dort gibt es noch ein paar alte Fischerhütten (die man auch mieten kann), ein Fischereimuseum, Badestrände und schöne Wege zu erforschen.

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Da wir neugierig waren, wie “Klein-Sandviken” (Lill-Sandviken) aussieht, marschierten wir erstmals dahin. Und siehe da, Klein-Sandviken entpuppte sich als wirklich sehr kleiner Badestrand.

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Auf dem Bild sieht man es zwar nicht, aber es war recht viel los und so gingen wir weiter zum Lotstornet. Leider war der Zugang gesperrt sodass wir nicht hinaufsteigen konnten.

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Weiter marschierten wir auf einer Forststraße bis … ja, bis Maya das Meer sah. Danach mussten wir einfach über Steine nach unten auf die Steinbucht klettern damit Maya ihre müden Pfoten im Meer kühlen konnte.🙂

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Nach einer kurzen Rast, spazierten wir weiter auf der Forststraße…

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… bis wir zu Stor-Sandviken (Groß-Sandviken) kamen und das war ein Strand ganz nach unserem Geschmack… in Strandnähe seicht genug für Maya und aber auch tief genug damit Kurti mal ordentlich schwimmen konnte.🙂

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Da mussten wir natürlich auch noch ein Weilchen bleiben und den Luxus eines Privatstrandes (war sonst keiner da) auskosten.

Der Weg weiter führt uns zu weiteren schönen Aussichtsplätzen wo ich natürlich Fotos machen musste.🙂

SAM_0306 SAM_0310 SAM_0313 SAM_0315Eigentlich wollten wir uns dann ja auch noch das Fischereimuseum anschauen und im Skeppshamn Café einen Kaffee trinken aber weil wir so viel schöne Zeit an den Stränden verplempert hatten, kamen wir zu spät und es war schon geschlossen. Aber zumindest von der Kapelle und dem Museumsschild konnte ich noch Bilder machen.🙂

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Neben der Kapelle führte ein Pfad zur “Gammahöhe” die wir natürlich auch noch erklommen und weitere Fotos schossen.

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Maya interessierte sich da schon nicht mehr so sehr für die Umgebung weil sie schon am Einschlafen war.🙂

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Am Heimweg fuhren wir dann noch zum Ö-Grillen von dem wir hofften, dass es ein Grillrestaurant war oder zumindest gegrillte Speisen hätte. Tja, denkste! Es gab Pizza, Hamburger und Kebab… Ja, essensmäßig hatten wir in diesem Urlaub etwas Pech aber einen guten Salat bekamen wir ja doch. Doch davon mehr im nächsten Post!🙂

 

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Urlaub auf Alnö – Tag 1 & 2

Jaaa… wir waren auf Urlaub! Nämlich auf der Insel Alnö (bei Sundsvall), ca. 250 km nördlich von uns bzw. rund 380 km von Stockholm. Alnö hat ein Fläche von 65 km² und ist 15 km lang und 6 km breit … recht überschaubar also, vor allem mit einem fahrbaren Untersatz. Alnö ist über die 1042 m lange Alnöbrücke mit Sundsvall verbunden, die mit ihren rund 51 000 Einwohnern Schwedens 21- größte Stadt ist.

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Das Auto voll bepackt fuhren wir am Sonntag um ca. 11.30 Uhr los und kamen mit einer kurzen allgemeinen Pinkelpause um 15 Uhr an… eine halbe Stunde später als erwartet weil Google Maps die genaue Adresse nicht im Verzeichnis hatte und uns immer woanders hinführte… bis es uns zu blöd wurde und wir den Vermieter der “Stuga”, also der Sommerhütte, anriefen … und dann waren wir gleich da.

Die Hütte war von der Größe her genau richtig, das Badezimmer war relativ neu und es war “okay”… für uns reichte es. Auf unserer Seite der Straße gab es ansonsten keine Hütten oder Häuser sondern wir blickten auf ein großes Feld mit dem Haus des Eigentümers ein schönes Stückchen entfernt … ich nehme an, ihm gehörte das gesamte Areal da. Auf der anderen Straßenseite (es war eine seeeehr schmale Straße, “Weg” würde eher passen) waren einige Schrebergärten … mit kleinen Hüttchen und ebenso kleinen Grundstückchen.🙂

Nach der langen Fahrt, machten wir erstmal einen Spaziergang entlang des Weges. Wir überquerten eine Straße und gingen einfach geradeaus eine betonierte Straße mit Häusern zu beiden Seiten, entlang. Die Betonstraße wurde zu einer Schotterstraße mit Pferdeweiden.

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Allerdings war Maya völlig fertig denn es war furchtbar heiß. Eigentlich wollten wir zu der Alnö Kirche die laut einem Schild nur noch 1 km entfernt war, aber wegen Maya entschieden wir dann, umzukehren.

Dann fuhren wir noch ins “Zentrum” von Alnö um im ICA Supermarkt einzukaufen. Wir entschieden uns für Kotletts und Salat und … naja, wir waren wohl zu eifrig am Kotlett braten denn der Feuermelder in der Hütte ging los und tütete was das Zeug hielt. Da wir nicht wussten, ob der Alarm weitergeleitet wird, rief ich den Vermieter an aber der meinte nur, wir bräuchten nur die Batterie rauszunehmen und das taten wir auch. Danach haben wir nichts mehr gekocht sondern waren – bis auf einen Tag – auswärtig essen.🙂

Die Nacht war etwas unruhig weil nämlich Maya recht “nervös” war und ständig murrte und keifte sobald ein Blatt im Wind rauschte. Sie wollte auch gar nicht auf dem Weg vor dem Haus Gassi gehen! Wir glauben deshalb, dass irgendein Tier dort hauste, vor allem auch weil Kurti mal ein Schnauben aus dem Gebüsch hörte … vielleicht ein Wildschwein?

Maya musste auch untertags jeden Spaziergänger, Radfahrer oder Reiter ganz genau begutachten … das war etwas, naja “lästig”. Wir sind das ja nicht gewohnt weil bei uns daheim am Haus ja niemand direkt vorbei geht und Maya deshalb nicht viel zu “wachen” hat (auch wenn sie bei den Gelegenheiten wenn jemand kommt echt super ist) und bei der Hütte war die Straße gleich vor dem Fenster – und da gab sie eben anfangs jedes Mal Bescheid. Andererseits blieb sie auch immer brav stehen und stürmte nicht nach vorne wenn man es ihr sagte. Naja, wie gesagt, ein paar Nächte waren recht kurz und die erste Nacht daheim schlief ich volle 9 Stunden durch! Ich fühlte mich fast wie in der IKEA Bettenwerbung.🙂

Am ersten richtigen Urlaubstag fuhren wir dann auf Alnö ins Stornäset Naturreservat. Der Weg führte durch Wald und über Weiden an einen Sandstrand.

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Hier gibt’s einen Vogelbeobachtungsturm in 700 m Entfernung, einen Grillplatz nach 600 m und das wichtigste: eine Toilette in 500 m.🙂

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In Schweden sind Hunde an den meisten öffentlichen Badeplätzen nicht erlaubt, umso erfreulicher war es für uns (hatte ich aber natürlich vorher schon recherchiert) dass es auf Alnö sage und schreibe drei Strände gab, an denen Hunde (jedoch nur an der Leine) erlaubt waren. Und Maya genoss jede Sekunde am Strand.🙂

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Es ist ja aber auch eine echt schöne Gegend … und wo sonst kann man im Meer spazieren gehen? Der Grund ist hier so seicht dass man hundert Meter gehen muss, damit das Wasser wenigstens bis zur Hüfte reicht.🙂

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Am Abend fuhren wir dann zu einer Pizzeria (in Schweden gibt es in jedem Ort mindestens drei Pizzerien) wo Kurti eine Pizza aß die wohl ok schmeckte aber mein Fisch war mit einer 5 mm dicken, verbrannten Panier bedeckt und vom Fisch selber schmeckte man gar nichts mehr… und sogar der Salat schmeckte nach … gar nix. Sogar Maya verweigerte das Stück Gurke obwohl sie daheim auch gerne Gurke nascht.

Am nächsten Tag waren wir am “Skeppshamn”, den Fischerhafen… doch dazu mehr ein anderes Mal.🙂

 

 

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