Tolle Rehab News

Am Mittwoch wurde ich von der Tierklinik angerufen und wir bekamen kurzfristig für Donnerstag einen Termin für die Rehab da jemand abgesagt hatte (ich hatte mich auf die Warteliste setzen lassen weil ich ansonsten erst wieder am 22. Jänner einen Termin bekam). Bei richtig Sch*** wetter mit starkem Regen/Schneeregen auf einer matschigen Landstraße und unter Wasser stehenden Schnellstraße/Autobahn fuhren wir nach Gävle.

Weil es so schüttete, zog Maya nach dem morgendlichen Pinkeln gleich zurück zur Garage (sie hatte ihr Autogeschirr an und weiß ja dann dass wir mit dem Auto fahren) ohne ein großes Geschäft zu erledigen. Wir waren deshalb relativ früh dran und

ich dachte mir dass wir das dann eben bei der Tierklinik „erledigen“.

Der Parkplatz der Tierklinik war mit einer dicken Eisschicht bedeckt und nur sporadisch gestreut. Man konnte kaum gehen und selbst Maya rutschten die Pfoten ständig weg. Sie pinkelte zwei Mal und zog dann zum Eingang… naja, es schüttete ja immer noch. Somit waren wir schon 10 Minuten vor unserem Termin da und mussten warten.

Maya begrüßt Ann zwar freudig aber dann wollte sie wieder gehen… tja, Pech gehabt. Sie sprang in das Laufband, das Wasser stieg und erst dann schaltete Ann das Laufband ein. Und es ging diesmal viel besser als zuvor. Nur ein paar Mal wurde Maya noch unruhig aber diesmal versuchte sie zumindest kein einziges Mal, rauszukrabbeln. Somit konnte ich sogar mal Fotos machen aber nur eines davon wurde halbwegs scharf. 😉

Weil Maya meistens so schön regelmäßig lief, machten wir auch nur zwei Mal Pause… muss man ja ausnutzen meinte Ann. Wenn Maya besonders entspannt lief, setzte sich Ann und schaute sich Mayas Gangbild von der Seite an und meinte, dann dass Maya richtig schöne Muskeln hätte! Oh, da war ich baff! Abnehmen müssen wir aber trotzdem weiter.

Nach dem Laufband ging es für Maya wieder auf die Vibrationsplatte auf der sie am Ende schon fast einschlief. Nachdem das aber nicht geht (Kontrollverlust ist für Maya undenkbar), stieg sie dann runter und erkläre die Entspannungsphase für beendet. 🙂

Unterdessen unterhielten wir uns über die Zwingerhustenepidemie die gerade umgeht (mindestens drei Hunde in Hammarby sind krank, davon unsere Nachbarsspaniel Lady) und Ann erzählte dass es so aussieht, also ob ein Agilitywettbewerb in Norwegen die „Quelle“ sei…. viele Patienten waren dort gewesen und haben dann offensichtlich die Krankheit mitgenommen und verbreitet. Ich hoffe nur, dass Maya nicht krank wird.

Wir besprachen auch die weitere Therapie (die ersten 10 Mal sind ja bald vorbei) und weil Maya so tolle Fortschritte macht, schlug Ann vor dass wir nur noch alle vier Wochen, anstelle von jeder zweiten Woche, zur Wassertherapie kämen. Trifft sich gut, denn bald zahlt die Versicherung ja nichts mehr. 😉

Aber, wir müssen natürlich fleißig daheim unserer Übungen fortsetzen und abnehmen, abnehmen, abnehmen. Sie sagte auch, da es schwer ist den Abnehmerfolg nur alle vier Wochen zu kontrollieren, könnten wir ja auch einfach zur Niederlassung in Sandviken zum Wiegen gehen. Gute Idee… daran hab ich noch gar nicht gedacht. Allerdings sind deren Öffnungszeiten nicht unbedingt passend… mal schauen wie wir das machen. Wir könnten ja auch in das Zoofachgeschäft gegenüber von Lidl wiegen gehen. Die haben zumindest bis 18 Uhr geöffnet bzw. auch am Samstag. Die Frage ist nur ob die sich erwarten, dass man dann auch was kauft. 🙂

Jedenfalls habe ich mich richtig drüber gefreut. Mir ist auch nach der letzten Therapie (Donnerstag vor Weihnachten) aufgefallen, dass Maya wieder so rund und „elegant“ wie früher trabt wenn sie entspannt ist. Sooooo schön, nachdem sie doch im Juli so furchtbar gehumpelt hat. Und auch eine Bestätigung dass ich ja doch was richtig mache mit Maya 😉

Durch das *** wetter sind auch ideale „Trainingsbedingungen“ im Wald weil Maya beim Gehen abseits des Weges ganz schön „versinkt“ … das baut auch Muskeln auf. 🙂

 

Lasst euch nicht täuschen; am Mittwoch hatten wir am Vormittag ein wenig Sonnenschein aber schon am Abend begann es zu schneeregnen…. 😦

 

 

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Auf Herbergssuche

Was klingt wie der Titel einer Weihnachtsgeschichte ist eigentlich direkt aus dem Leben gegriffen. 😊

Der aufmerksame Leser hat mitbekommen, dass wir im März eine Scheidung hatten und ich seit Ende April/Anfang Mai mit Maya allein in diesem großen Haus wohne. 200 m2 nur für mich und Maya, d.h. Maya hat ihre eigene Luxusdusche im Keller und das ehemalige Gästezimmer ist ihr Home-Fitnesscenter.

Übertrieben?

Ja, ganz recht … und deshalb habe ich mich schweren Herzens entschlossen, eine neue Bleibe für mich und Maya zu suchen. Es gibt hier Räume (z.B. Esszimmer oder das neu renovierte Büro) die ich nur zum Pflanzen gießen und zum Putzen betrete. Apropos Putzen… auch wenn Räume nicht genutzt werden, verstauben sie. 😉

Damit ich schnell zuschlagen kann, wenn ein passendes Objekt auf den Markt kommt, wurde mein Haus bereits bewertet, fotografiert und beschrieben und ist im Internet und auf der Maklerseite als kommender Verkauf publiziert.

Was ich eigentlich immer wollte war ein Haus auf großem Grund mit einer Gästehütte drauf. Dass es ursprünglich nicht so was geworden ist, lag daran, dass ich damals nach dem Anschauen von 25 Häusern schon keine Lust mehr hatte. Kurt hat sich sofort in dieses Haus verliebt und ich habe einfach „nachgegeben“. Aber ich wollte eigentlich nie ein Haus dessen Aussicht aus dem Küchenfenster das Garagendach ist.

Die Sehnsucht nach Haus mit Gästehütte keimte wieder neu auf, als wir im Sommer 2016 Urlaub machten und in einer Gästehütte wohnten, die eben am anderen Ende des Grundstücks lag mit dem Haus des Vermieters gegenüber. Jetzt möchte ich auch so was haben und die Gästehütte dann vermieten. Ich könnte mir vorstellen, dass es Spaß macht immer wieder neue Leute zu treffen und wenn man ein wenig Geld damit verdient, umso besser. Wobei, bei dem Steuersatz in Schweden wird man dabei nicht reich. 😉

Ich träume davon vom Küchenfenster aus Rehe beobachten zu können (Wölfe, Luchse, Bären und Elche wären auch nicht schlecht aber wenn ich das schreibe, würdet ihr mich für total bescheuert halten! 😉 ) und auch Maya mal ganz einfach frei draußen rumlaufen lassen zu können. D.h. es sollte auch etwas abseits liegen und nicht auf einer Hauptstraße. Das Haus unserer neuen Hundesitterin würde mir sofort gefallen….aber die verkauft sicher nicht, denn die sind selbst erst vor ein paar Wochen eingezogen.

Ich habe mir u.a. ein Haus mit 4000 m2 Grund angeschaut (meine Mindestgröße an Grundstück, je größer, je besser) und ernsthaft überlegt, ob ich es nehmen soll. Ich habe schon geplant was ich umbauen müsste damit es meinen Vorstellungen entspricht. Als ich dann allerdings abends nach der Arbeit ein paar Mal hingefahren bin, war es mir doch zu weit. Ich fuhr 40 Minuten … bei der Straßenlage jetzt (Schnee, Matsch, Eis) würde ich eine Stunde brauchen und das ist mir zu weit.

Anfangs dachte ich ja noch, dass ich alleine schon Maya wegen, hier wohnen bleibe aber nachdem der Nachbar jetzt nicht mehr Hundesitter sein will, ist dieser Anreiz auch nicht mehr da. Und wenn ich mir anschaue wie Maya nach drei Tagen sich bei Elin, unserer neuen Hundesitterin, schon heimisch fühlt, glaube ich auch nicht mehr, dass ein neuer Wohnort ein großes Problem wäre.

Und ich gebe zu, das Ganze hat auch einen finanziellen Aspekt. Ein so großes Haus kostet Geld und auch wenn ich es bezahlen kann, will ich es nicht bezahlen, weil ich es total unnötig finde, allein auf 200 m2 zu wohnen.

Also haltet mir bitte bitte ganz fest die Daumen, dass ich bald mein Traumhaus (oder werdendes Traumhaus denn ich bin auch bereit wieder zu renovieren) auf meinem Traumgrundstück mit Wald und Wiese in Traumlage (innerhalb 30 Autominuten von der Arbeit) finde.

Und wer weiß…. Wenn die Gästehütte in einem guten Zustand ist, könnt ihr euch ja dann vielleicht bald da zum Urlaub einmieten. 😉

 

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10 Jahre Schweden

Achtung! Laaaanger Text!

Heute vor genau 10 Jahren habe ich mich von Wien aufgemacht um ein Jahr in Schweden zu leben und zu arbeiten. Tja… ein Jahr wurde zu 15 Monaten als Expatriate, danach eine Projektanstellung und schließlich im August 2009 eine Fixanstellung.

Alles begann im August 2006 mit der Frage „Würdest du vielleicht als Karenzvertretung für ein Jahr zu uns nach Sandviken kommen wollen?“ Ich dachte erst, das wäre ein Scherz aber in meinem Kopf fraß sich diese Idee fest und ich dachte oft drüber nach. Zwei Wochen später wurde ich dann gefragt, ob ich es mir überlegt hatte und da wurde mir endlich bewusst, dass die Frage ernst gemeint war.

Ich sagte „Ja, ich will!“ 😉

Naja, wie gesagt, am 27. Dezember 2007 flog ich also mit zig Kilogramm Übergepäck über Prag nach Stockholm. Ein großer Koffer blieb in Prag hängen, wahrscheinlich haben die sich gewundert warum jemand mit fünf Koffern herumfliegt und guckten nach was drin ist, aber zwei Tage später wurde er zugestellt.

Woran ich mich noch gut an diesem ersten Abend in Sandviken erinnere ist, dass wir gleich mal losgingen um Frühstück zu kaufen, also Kaffee, Milch, Zucker, Brot, Wurst, Käse… irgend so etwas wohl, kann mich nicht genau erinnern. Aber was ich noch ganz genau weiß ist, dass wir vor der Kühltheke standen und da massenweise Päckchen mit „Mjölk“ (also Milch) waren…. Welches sollten wir nehmen? Es war definitiv das falsche denn wie sich am Morgen herausstellen sollte, ist „Filmjölk“ Sauermilch und nicht gerade für Kaffee geeignet. 😀

Einer meiner damaligen Kollegen, Bosse, wollte uns dann auch unbedingt den „Kungsberget“ (Königsberg) zeigen, zu dem u.a. die Leute aus dem ca. 200 km entfernten Stockholm zum Schifahren kommen. Am Weg dorthin war „rush hour“, d.h. es waren ca. 10 Autos gleichzeitig auf der Straße. Unter Rush Hour stellt man sich als Wienerin was anderes vor. Wir fuhren und fuhren und ich dachte mir, dass man jetzt aber schön langsam Gebirge sehen müsste, denn laut Bosse fuhr man ja nur eine halbe Stunde … aber alles war eher flach oder nur leicht hügelig. Dann fuhren wir eine Kurve und Bosse zeigte nach vorne und berichtete stolz „Das da ist Kungsberget!“ und ich konnte mich kaum halten vor Lachen. Ich glaube, der Wiener Kahlenberg ist höher als Kungsberget!!! Kungsberget liegt sage und schreibe 309 m über dem Meeresspiegel. Aber! Es gibt ganze 22 Pisten und 12 Lifte und die längste Piste ist 1700 m lang. Es wurde in den letzten Jahren auch mächtig investiert und somit sind jetzt rund 1000 Gästebetten in der Gegend verfügbar und das Geschäft scheint gut zu laufen.

Wie es kam, dass aus dem Abenteuer „Ein Jahr Expatriate“ nun schon zehn Jahre wurden, lässt sich wohl mit „Herzliche Leute, schöne Gegend, ruhigeres Leben“ zusammenfassen aber die zehn Jahre waren nicht nur Zuckerschlecken.

Es war ja eigentlich Kurts Idee für immer nach Schweden zu ziehen und damals schien das auch eine tolle Idee zu sein. Das Problem das dann kam, war ein globales…nämlich die Finanzkrise 2008/2009. Kurt war da schon in Schweden (er kam erst 2008 nach) und lernte erst Schwedisch und ging dann in die Schule, d.h. er besucht einige Kurse und bekam dafür ca. 500 Euro Studienbeihilfe (als EU Bürger hat man sonst keine Recht auf Sozialleistungen, z.B. kein Recht auf Arbeitslosengeld bzw. nur für drei Monate wenn ich mich recht erinnere). Ich hatte meine zeitbefristete Anstellung und damals mieteten wir eine Wohnung in Sandviken. Tja, dann kam also die Krise und das Unternehmen für das ich arbeite(te) beschloss, alle diese Verträge nicht zu verlängern… ich würde arbeitslos werden! Tolle Aussichten für eine Ausländerin, wenn der größte Arbeitgeber in der Gegend Aufnahmestopp hat. Das war echt eine besch*** Zeit kann ich euch sagen. Uns wurde von der Firma ein Jobcoaching angeboten und da war ich zwei Mal.

Wie gesagt war Aufnahmestopp im Konzern aber … innerhalb des Einkaufs war eine von ganzen acht Stellen zu besetzen (in normalen Zeiten gibt es global +/- 300 offene Stellen im internen Stellenportal) weil es dabei um ein Projekt ging das langfristig Kosteneinsparungen für den gesamten Konzern bringen würde.

Ich las die Anzeige damals und schob sie in die Kategorie „IT Experte“ und somit nichts für mich. Irgendwann las ich die aber vor lauter Verzweiflung nochmals und offensichtlich genauer denn am Ende dachte ich mir, naja, vielleicht habe ich ja doch eine Chance… ich probiere es einfach… und schickte die Bewerbung am letzten Tag ein. Tja, und wie durch ein Wunder bekam ich doch tatsächlich eine von acht Stellen die es damals gab. Und das beste… es war sogar eine Fixanstellung! Ich musste zwar 200 Euro weniger Gehalt akzeptieren aber zu der Zeit war ich froh, dass ich überhaupt einen Job hatte!

Und wisst ihr was, das war der bisher beste Job … und vor allem waren wir ein Spitzenteam. Außer mir gab es von Seiten des Konzerns noch meinen Chef und einen Projektleiter und ansonsten Leute von IT und den Einkaufsabteilungen der Geschäftsbereiche. Und wir alle hatten den gleichen Humor und verstanden uns blendend. Ich habe noch in keinem Job so viel gelacht wie in diesen drei Jahren – und das obwohl wir wirklich was weiterbrachten. Einer der IT Leute spielte in seiner Freizeit Gitarre und beim Abschlussgrillfest spielte er den eigens für das Projekt komponierten Song vor. Das war echt etwas Außergewöhnliches. Mir kommen fast die Tränen wenn ich dran zurückdenke…

Nach dem Abschluss des Projektes sollte ich für die laufende Verwaltung, Verbesserungen, Datenqualität, Ausbildung der User etc. verantwortlich sein aber in der Zwischenzeit war wieder mal umorganisiert worden und alle IT Systeme lagen dann im übergeordneten Verwaltungsbereich in Indien. Alle die mich persönlich kennen wissen, dass mich Nationalitäten noch nie interessiert haben und ich keine Probleme mit anderen Kulturen und Mentalitäten habe solange die Person freundlich und höflich ist. Aber nach dem ersten Treffen mit dem damaligen Chef aus Indien wusste ich, dass das „mit uns“ nicht funktionieren würde. Später erfuhr ich dann, dass die meisten Frauen mit denen er Kontakt hatte, seine Art Frauen gegenüber nicht akzeptierten aber das half mir ja damals nicht weiter. Ich überlegte was ich tun sollte und wie es der Zufall wollte, wurde jemand aus Finnland als u.a. Managerin für Kommunikation im Einkauf nominiert. Ich kannte besagte Managerin und fragte sie frech, ob sie nicht Unterstützung bräuchte (ich habe ja vor dem Einkaufsprojekt mit Marketing und Kommunikation gearbeitet). Sie war ganz erfreut über mein Engagement und so einigten wir uns auf erst mal 20% meiner Zeit … aber kurz darauf wurden es 100% und die Welt war wieder halbwegs in Ordnung.

Aber irgendwie war auch das nicht das wahre…. Selbst saß ich in Sandviken, meine Chefin in Turku/Finland, deren Chef in Fagersta/Schweden … und Meetings gab es meistens in Stockholm… das war teilweise mühsam weil man vor allem auch viele Informationen einfach nicht bekam die man aber eigentlich wissen sollte. Die ständigen Umorganisationen waren auch zermürbend, vor allem als dann der Einkauf neu organisiert wurde und auch hier Kündigungen ausstanden. Ich war zwar nicht betroffen aber deswegen ist die Stimmung am Arbeitsplatz ja nicht unbedingt besser.

Dann bekam ich eine neue Chefin die zwar in Schweden saß aber nicht in Sandviken sondern in Fagersta. Ich bekam noch weniger Informationen und war es ehrlich gesagt leid … und bewarb mich bei einer alten Kollegin die in der Zwischenzeit Managerin geworden war und für Veranstaltungen und die Schulungszentren zuständig war. Ich bekam den Job aber dann hieß es warten denn auch wenn ich da nicht mehr in der Holding sondern in einem Produktbereich tätig war, waren Einsparungen angesagt. Da wir aber damals noch nicht wussten, welche Schulungszentren geschlossen werden würden, konnten wir nicht mit unserer Arbeit (der Modernisierung jener Zentren) beginnen.

Naja, und es kam wie es kommen musste… die nächste Kündigungswelle brach herein… diesmal sollten 150 Leute verschwinden. Am 8. Februar 2016 sollte jeder einzelne Mitarbeiter erfahren, was mit ihm/ihr geschehen würde. Anfangs fühlte ich mich sicher, schließlich arbeitete ich ja schon 15 Jahre bei dem Unternehmen aber die Tage vor dem 8. Februar waren trotzdem schlimm. Am Morgen des 8. kam ich wie üblich kurz vor 9 Uhr ins Büro und eine Kollegin kam mir weinend entgegen, drückte sich an mir vorbei und ging durch die Tür hinaus Also war unsere Abteilung auch betroffen… sch***. Dann war es Zeit für mein Gespräch.

Mein Job wird gestrichen aber weil ich schon so lange bei der Firma bin und dafür qualifiziert bin, bekäme ich den Job der Kollegin die gekündigt worden ist, den Job jener Kollegin die weinend an mir vorbei hinausgestürmt ist. Ein Job der mich weniger als gar nicht interessierte und den ich schlicht und ergreifend nie freiwillig machen würde. In diesem Moment starb der Teil von mir der für just diese Firma „brannte“, der Teil der sich als ein wichtiger Teil des Ganzen fühlte. Es ist schwer zu erklären, aber ich könnte mir vorstellen, dass man vielleicht ein klein wenig so fühlt, wenn man vom Partner betrogen wird. Beim ersten Seitensprung (der ersten Kündigung) kann man noch verzeihen, beim zweiten Mal ist das ein „Schnitt“ der nicht wieder gutzumachen ist. Man lebt zwar noch zusammen und mag sich vielleicht immer noch aber es ist nicht mehr so wie früher, selbst wenn man es versucht. Ich war zum Glück noch nie in so einer Situation aber wie gesagt, ich könnte mir vorstellen dass es im Prinzip das gleiche Gefühl ist auch wenn Partnerschaft und Arbeit wirklich nicht miteinander vergleichbar sind. 😊

Und um das Ganze für mich noch unerträglicher zu machen, durfte ich nichts sagen, bevor ich mich entschieden hatte. Ich hätte nämlich auch das „Angebot“ abschlagen können und dann wäre ich gekündigt worden. Aber man konnte mir nicht garantieren, dass die Kollegin dann ihren Job behalten würde. Es hätte auch sein können, dass einer der anderen Personen die auch gekündigt worden sind, besser für diese Position geeignet wäre (auf dem Papier natürlich nur) als die Kollegin und dann hätte diese Person das Jobangebot bekommen. Ansonsten hätte ich wirklich überlegt ob ich nicht kündigen soll denn diese „Bürde“ war so ziemlich das Schlimmste das es gibt. Jemand anders muss leiden wegen mir. So fühlte sich das an.

Wenn ich wollte, könnte ich mir den Rest der Woche frei nehmen (gegen Bezahlung) damit ich ausgiebig drüber nachdenken konnte und eigentlich dachte ich mir, dass das nicht nötig sei. Aber dann kam ich nach langem Zaudern wieder zurück ins Großraumbüro … aber ich konnte da nicht sitzen und so tun als sei alles in Ordnung. Also packte ich kurz darauf meine Sachen und fuhr nach Hause, hauptsächlich weil ich keinem meiner Kollegen in die Augen schauen konnte. Ich fühlte mich wie der ärgste Betrüger und Lügner. Das war natürlich vollkommen irrational denn es war ja nicht meine Entscheidung gewesen. Ich versuchte mit mäßigem Erfolg von daheim aus zu arbeiten und blieb wie angeboten auch den Rest der Woche daheim. Das schlimme war, als dann tags drauf die Kollegen per Chat fragten, wie es mir ginge und ob alles ok wäre. Wieder fühlte ich mich wie ein Lügner als ich antwortete und entschied dann, mich aus dem Chat auszuloggen weil ich das nicht mehr ertrug.

Stattdessen schrieb ich wieder mal eine Bewerbung. Mal wieder zu einer Stelle die ich beim ersten durchlesen als ungeeignet eingestuft hatte. Dann beim genaueren Lesen überlegte ich ob ich nicht vielleicht doch eine Chance hätte. Es waren zwar viele Fähigkeiten gelistet die ich nicht hatte aber die standen auch unter „gewünscht“… die „geforderten“ Fähigkeiten waren da schon leichter zu erfüllen. Wenn ihr euch wundert warum es offene Stellen gibt trotz Kündigungswelle dann, weil gerade diese Abteilung davon verschont worden ist, da sie aufgrund von Dezentralisierung neu geschaffen wurde. Auch diese Bewerbung schickte ich recht spät, am vorletzten Tag, ab und bekam auch schon kurz darauf die Einladung zum Gespräch.

Nach dem Gespräch hatte ich ein recht gutes Gefühl denn meine damals bald zukünftige Chefin hat nicht gerade ein Pokergesicht und so konnte ich sehr deutlich sehen, dass ihr meine Antworten gefielen… sie wechselte auch immer seeeehr bedeutungsvolle Blicke mit dem HR Berater der ebenfalls beim Gespräch anwesend war.

Ein paar Tage später bekam ich einen Anruf von der HR Abteilung, dass ich „den Großvater“ treffen sollte. Der Großvater ist der Chef des künftigen Chefs der in den meisten Fällen auch sein Einverständnis geben muss. Manchmal gibt es auch Persönlichkeitstests und man trifft seine zukünftigen Kollegen bevor die endgültige Entscheidung fällt. In diesem Fall bekam ich also schon einen Gesprächstermin beim „Großvater“ noch bevor ich überhaupt Bescheid bekommen hatte, weiter gekommen zu sein. Der Termin sollte an einem Dienstag sein und am Freitag davor parkte ich gerade am Firmenparkplatz ein als ich einen Anruf bekam. Ob ich kurz Zeit für ein Gespräch hätte … klar hatte ich. Und 10 Minuten später hatte ich die Jobzusage in der Tasche. Vom Abschicken der Bewerbung bis zur Zusage zum neuen Job vergingen gerade mal zwei Wochen.

Zum Glück hatte die gekündigte Kollegin zwar schon ein Bewerbungsgespräch gehabt und auch provisorisch schon zugesagt aber sie hatte noch keinen Vertrag unterschrieben und wollte wieder zurück. Ende gut, alles gut.

Der Februar 2016 war eine Berg- und Talfahrt der Gefühle… es war schrecklich. So was wünscht man niemandem und vor allem hinterlässt es ein schales Gefühl. In Schweden sagt man gerne dass die Mitarbeiter das wichtigste Kapital einer Firma sind aber solche Sachen lassen einen daran zweifeln.

Doch auch in diesem Job lief nicht alles nach Plan denn meine Chefin wechselte zu einem anderen Geschäftsbereich und mit meinem neuen Chef musste ich auch erst mal warm werden. Er ist ein netter und sympathischer Mensch aber seine Arbeitsweise ist umständlich und mittelalterlich. Nachdem der Arbeitsbereich auch total neu für mich ist und ich erst reinkommen musste, war es auch nicht unbedingt förderlich dass er sich gleich anfangs beim Radfahren den rechten Arm doppelt gebrochen hat und zwei Monate krankgeschrieben war. Aber jetzt haben wir uns zusammengerauft und es klappt ganz gut.

So, das war dann mal das was außerhalb der Blogberichte so in den 10 Jahren passiert ist. Was Maya und Haus betrifft, seid ihr ja auch dem Laufenden, wenn ihr fleißig mitlest und Privatleben soll Privatleben bleiben. Wobei… demnächst kommt ein Bericht über meine Herbergssuche 😊

Hin und wieder werde ich gefragt, ob ich denn nicht nach Österreich zurückgehen möchte. Klar denkt man manchmal drüber nach aber wenn ich dran denke, dass es in Wien im Sommer regelmäßig knapp 40 Grad hat, vergeht es mir wieder. 😉

Und was habe ich in Österreich? Keinen Job, keine Unterkunft … eine Familie mit der ich sowieso nicht viel Kontakt habe. Einige Freunde vermisse ich und die Tatsache, dass ich nach 10 Jahren noch immer weit entfernt von perfektem Schwedisch bin gibt mir zu denken, aber sonst? Vor allem wenn ich mir auch die politische Entwicklung in Österreich anschaue, vergeht es mir.

Hier gibt es Wölfe, Elche, Rehe, Hasen, Füchse, Dachse, Eichkätzchen zu bestaunen, es gibt im Winter richtigen Schnee (leider immer seltener), es ist im Vergleich zu Wien ruhig und die Luft ist sauberer. Man kann oft richtig viele Sterne am Abendhimmel sehen und ich hoffe ja immer wieder auf Nordlichter aber das kommt sicher noch. Man muss hoffen, dass man hier nicht ernsthaft krank wird denn es mangelt an Ärzten und Schwestern und das nächste Krankenhaus in Gävle hat eher den Ruf eines Horrorkrankenhauses.

Das Leben hier in Sandviken ist langsamer als in Wien. Das Privatleben hat einen hohen Stellenwert. Da kann es schon mal vorkommen, dass der oberste Chef nach Hause muss weil das Kind krank ist … und das ist ganz normal. Kind ist wichtiger als Job. Auch dass ich mit Maya alle zwei Wochen zur Rehab fahre kümmert hier keinen solange die Arbeit gemacht wird. Wenn man eine Lieferung bekommt oder Handwerker im Haus hat, arbeitet man eben von daheim aus und nimmt via Skype an Meetings teil. Kein Problem. Hab mich auch schon geweigert für ein zwei Stunden Meeting nach Stockholm zu fahren. Ist ja auch voll unnötig 4 Stunden im Auto zu sitzen für Sachen die man am Telefon besprechen kann.

Hier kann man auch mit der obersten Manageretage ganz normal reden und scherzen. Es gibt hier nicht so eine Hierarchie wie z.B. oft in Österreich. Einmal nahm mich der Vice President Supply Chain mit seinem Auto von Gävle nach Sandviken mit wo wir bei der Pensionsfeier meines Chefs aus Einkaufsprojektzeiten waren. Ich sollte dann am Firmenparkplatz auf Kurt warten, der mich die letzten 20 km nach Hause bringen würde. Da fragte mich der VP ob er nicht warten sollte damit ich keine Angst haben brauchte. Ich konnte mein lautes Lachen nicht zurückhalten und meinte nur „Ich komme aus Wien. Da hat man in Sandviken keine Angst!“ Kurz gesagt, ich fühle mich hier sicher … die Einheimischen nicht so. Alles ist relativ. 😊

Im Winter ist es knapp nach 15 Uhr schon wieder dunkel aber dafür freut man sich wenn Weihnachten vorbei ist denn dann wird es jeden Tag wieder ein paar Minuten länger hell. Den Schweden macht es nicht so viel aus, Schlange zu stehen und somit ist es an den Supermarktkassen meistens entspannt… ein riesiger Kontrast zu Wien. Allgemein ist die Freundlichkeit hier viel größer. Wenn man irgendwo anruft (Steueramt, Stelle die für Grundbucheinträge zuständig ist) bekommt man eine freundliche Auskunft und es wird wirklich versucht, einem zu helfen. In Österreich fühlt man sich wie ein Sklave der es wagt seinen Herrn unerlaubt anzusprechen. Die Schweden sind auch freundlich zu Personen die nicht perfekt oder gar nicht Schwedisch können. In Österreich wird man in den meisten Fällen wie ein Mensch 2. Klasse behandelt, wenn man die Sprache (noch) nicht beherrscht.

Hier in Schweden kann man so gut wie alles über einen anderen Menschen herausfinden. Man braucht nur eine SMS schicken (und ein paar Kronen bezahlen) um herauszufinden, wie viel der Nachbar verdient. Die Geburtstage kann man leicht auf einer Website herausfinden, das Geburtsjahr gleich dazu… auch wer an der gleichen Adresse gemeldet ist. Geht in Nullkommanix. Man kann Steuererklärungen übers Internet machen und auch sonst so ziemlich alles so lange man eine „Personnummer“ hat, das ist so wie die Versicherungsnummer. Allerdings kann man ohne Personnummer nicht mal einen Handyvertrag abschließen.

Öl ist Bier und Bio ist Kino.

Und Fika ist nichts unanständiges sondern einfach eine Kaffeepause. 😉

Ansonsten ist die schwedische Sprache relativ leicht zu lernen, wenn man Deutsch und Englisch kann. Die richtige Aussprache ist aber schon was anderes.

Ich kann mich noch gut erinnern wie jemand auf meine Ankündigung nach Schweden zu gehen sagte: „Aha, bist du auch so eine Karrierefrau!“ … und das war nicht als Kompliment gedacht. Damals hat mich diese Aussage erstaunt (dass man das so auffasst) und auch verärgert. Fakt ist, wenn ich nach der Expatriate Zeit nach Wien zurück gegangen wäre, hätte ich wohl Karriere gemacht. Die Tatsache dass ich in Schweden geblieben bin und hier nur ein Ausländer unter vielen bin, hat mich in meiner „Karriere“ zurückgeworfen. Dafür habe ich definitiv mehr Lebensqualität als in Wien. Und das ist wichtiger. 😊

 

 

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Ein schönes Weihnachtsfest Euch allen!

Am Freitag hatten wir superschönes Wetter! Es hatte nur -1 Grad und die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Maya und ich marschierten ohne Ziel los und am Ende waren wir ganze drei Stunden unterwegs weil keiner von uns beiden wieder nach Hause wollte. 😉

Dachte mir, nachdem ich heuer komplett auf eine Weihnachtsbild mit Maya vergessen hatte, dass ich Euch einfach mit den heutigen Fotos schöne Weihnachten wünsche 🙂

Also, danke für eure Besuche und bald bald bald kommt ein langer Beitrag denn es gibt ein Jubiläum zu feiern.

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Mayas schönstes Weihnachtsgeschenk!?

Am Donnerstag waren wir wieder bei der Rehab, das fünfte mal am Unterwasserlaufband. Der Tag hatte ganz schön stressig begonnen… mein Wecker sollte um 6.00 Uhr und um 6.10 Uhr klingeln… er klingelt um 6.00 Uhr … und dann dachte ich mir irgendwann „Das sind aber lange 10 Minuten!“ drehte mich um, schaute auf den Wecker und machte einen Satz aus dem Bett denn das Display zeigte 7.18 Uhr!!! Später am Abend habe ich dann extra kontrolliert und der zweite Alarm war richtig einstellt und auch aktiviert… weiß nicht was da falsch gelaufen ist. Aber erstaunlicher Weise kamen wir sogar noch pünktlich vier Minuten vor 9 Uhr in der Tierklinik an.

Diesmal hatte ich mich fast aufs Wiegen gefreut denn ich war davon überzeugt dass Maya viel abgenommen hatte weil sie an der Taille viel schlanker aussieht. Die Enttäuschung war groß als es dann nur 300 gr waren. 😦

Wie üblich fragte uns Ann, die Krankengymnastin, wie es uns ginge und sie fragte nach dem Gewicht. Und selbst sie war erstaunt, weil auch sie sehen konnte, dass Maya schlanker war. Sie drückte dann an Mayas Seiten herum und sagte dass sie ja spüren könnte, dass sie „fester“ geworden ist und meinte dann, ich sollte nicht nur auf die Zahlen schauen denn Muskeln würden ja mehr wiegen als Fett! Ich war baff, denn bisher war das Gewicht das einzige was bei allen Tierärzten zählte… aber gut, Ann ist ja auch Krankengymnastin und kein Tierarzt. 😉

Ich musste ihr versprechen, dass ich jetzt im Weihnachtsurlaub besonders viel mit Maya unternehme aber das hatte ich sowieso vor 😉

Am Ende fragte ich Ann dann noch wie strikt das Spieleverbot eigentlich wäre. Zwei Tage zuvor hatte nämlich Maya in ca. 400 Meter Entfernung ihren Kumpel Xanthos erspäht und weigerte sich weiterzugehen. Stattdessen setzte sie sich mitten auf die Straße, guckte ganz traurig und jammerte vor sich hin. Sie hat auch einen neuen Kumpel aber dazu etwas später mehr. Jedenfalls tut sie mir immer so leid wenn wir andere Hunde treffen die sie gerne mag und aber nie mit denen spielen darf.

Und was soll ich sagen… Ann’s Antwort war eines der schönsten Weihnachtsgeschenke! Sie sagte nämlich, nachdem es Maya schon so gut geht und sie keine Schmerzen mehr hat, darf sie auch schon spielen; zwar anfangs nicht so viel und intensiv aber sie sieht keine Probleme damit. Ich sollte halt nur aufpassen dass es nicht zu viel wird. Was für eine tolle Nachricht!!!

Tja, und damit sind wir schon beim nächsten Thema. Wir haben eine neue, zweite Hundesitterin namens Elin gefunden! Juhuuu…. und sie hat die beste Referenz die es gibt, nämlich Ann, Schwedens beste Tierkrankengymnastin! Die ist nämlich befreundet mit Elins Mutter. Elin ist zwar erst 17 Jahre alt aber sie wirkt erwachsener als die meisten anderen in diesem Alter. Sie wohnt mit ihrem 10 Jahre älteren Verlobtem und zwei Pferden auf einem 60 ha großem Hof mitten im Wald. Sie ist mit Hunden groß geworden und aktuell hat ihre Mutter 6 Hunde mit denen Elin auf Agility Turniere fährt. Bei unserem ersten Kontakt (sie bot in einer Hunde FB Gruppe ihre Dienste als Hundesitterin an und ich habe sie sofort kontaktiert) hatte sie nur die beiden Pferde aber bevor Maya den ersten Tag bei ihr verbringen sollte, meldete sie sich bei mir und fragte ob es okay wäre, wenn noch ein Hund da wäre, sie hätte nämlich einen einjährigen Aussie auf Probe bei sich. Tja, was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Schon als Maya Bonzo aus dem Auto heraus sah, wurde sie ganz aufgeregt und als ich sie aus dem Auto holte, wollte sie sofort hin. Bonzo bellte aber recht viel und der Plan war eigentlich dass wir mit dem ersten Beschnüffeln warten, bis Bonzo sich beruhigt hatte. Aber der ließ uns warten … aber man konnte deutlich sehen, dass er nur vor Aufregung bellte und weil er zu Maya wollte. Und Maya war die Freude in ihren strahlenden Augen anzusehen. Also ließen wir beide gleichzeitig von der Leine und die verstanden sich vom ersten Augenblick an blendend. Ehrlich gesagt, war ich positiv überrascht denn ich hatte gedacht dass ein einjähriger, nicht kastrierter Rüde nur an Mayas Hinterteil hängen würde (das machten zumindest alle anderen Rüden die wir bisher getroffen haben) und das kann sie ja gar nicht leiden. Aber das kam erst nach der ersten kurzen Toberunde und er machte gleich einen Rückzug als Maya ihn mal zurechtwies. Aber … Maya hatte ja Spieleverbot und somit teilte Elin das Erdgeschoss mit diversesten Gittern ab damit die zwei nicht zueinander kamen. Aber jetzt dürfen sie ja endlich auch spielen… das wird super. Und das beste, ich kann mich drauf verlassen, dass Elin einschreitet wenn es zu viel für Maya wird.

Der Weg zu Elin ist irgendwie abenteuerlich…  die Straße die Hammarby mit Årsunda verbindet ist kurvig und wird im Winter nicht unbedingt gründlich geräumt oder gestreut. Jedoch wird die Straße mit Forstmaschinen und LKW’s befahren die den Schnee schön platt drücken. Dann taut es und dann friert es … und man hat eine schöne Eisbahn.

Somit fährt man recht gemächlich… also ich zumindest …und hofft, dass man nicht abrupt bremsen muss. Nach ca. 10 km biegt man scharf rechts ab und fährt durch eine kleine Ansammlung Häuser und dann geht es 4 Kilometer durch den Wald bzw. fährt einmal zwischen Feldern durch. Als ich die Strecke das erste Mal fuhr, war ich voll gestresst und dachte mir diese Strecke ist furchtbar. In der Zwischenzeit liebe ich diese Strecke! Klingt voll doof, ich weiß, aber es ist so. Jetzt kenne ich die Kurven schon ein wenig und kann auch ein wenig schneller fahren und die Straße durch den Wald finde ich einfach herrlich. An den drei Tagen die Maya bisher dort war, sah ich schon Rehe, Hasen, Eichnkätzchen und … einen Elch!

 

Als ich  am ersten Tag da ließ und ging, schaute sie mich entgeistert und fast schon ängstlich an. Ab dem zweiten Tag, drückt sie sich gegen Elins Beine und schaut mich an mit einem Blick der sagt „Ist okay, geh nur!“. Herrlich wenn man weiß dass der Hund in guten Händen ist. Ann erzählte mir, dass Elin auf ihrer FB Seite ein Video mit Maya beim Spurenlesen gepostet hat und Maya da sehr brav gearbeitet hat. Ich glaube ich muss Elin eine Freundschaftsanfrage schicken, denn ich muss doch sehen was sie mit Maya so den ganzen Tag macht. 😉

Der Umweg zu Elin kostet mich zwar eine ganze halbe Stunde aber das nehme ich gerne in Kauf weil ich weiß dass Maya bei Elin gut aufgehoben ist und Elin sich mit ihr beschäftigt. Am ersten Abend rollte sich Maya nach dem Fressen auf einer Ecke des Sofas zusammen und kam erst zum letzten Gassigehen wieder nach oben 😉

Heute machten wir einen schönen langen Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein… aber dazu mehr morgen…. bin ja jetzt auf Urlaub und da hat man endlich wieder Zeit zum Bloggen. 😉

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Von Hund, Maus, Licht und Schatten

Geht es euch auch so, dass ihr das Gefühl habt dass die Zeit wie im Fluge vergeht?

Jetzt ist es schon wieder mehr als ein Monat her seit dem letzten Beitrag. Und dabei hatte ich versprochen, mich zu bessern… hmmm. Tja, sorry Leute aber irgendwie ist immer viel zu viel zu tun hier. Vollzeit arbeiten, ein riesiges Haus halbwegs sauber zu halten und einen Hund zu unterhalten und zu bewegen kostet viel Zeit.

Der Winter bisher hat schon alles geboten was es gibt, bis auf große Schneemengen. Ein paar Zentimeter waren es mal aber das war so schnell wieder weg wie es gekommen war… zurück blieben knöcheltiefe Matschstraßen.

Wie ihr ja wisst gehe ich nun alle zwei Wochen mit Maya zur Rehab wo sie erst ca. 20 Minuten (mit kurzen Verschnaufpausen dazwischen) am Unterwasserlaufbahn marschiert und danach ca. 10 Minuten auf der Vibrationsplatte ausruhen kann. Leider wird Maya von mal zu mal panischer was sowohl für mich als auch die Krankengymnastin Ann ein Rätsel ist. Sie freut sich jedes Mal wenn Ann uns vom Wartezimmer holt und geht vollkommen freiwillig in die Box hinein aber nach ein paar Minuten Gehen im Wasser wird sie total unruhig und will dann auch schon mal rausspringen. Ich bzw. wir hätten es ja verstanden wenn sie das die ersten zwei Male gemacht hätte aber jetzt waren wir schon 5 Mal da und es wird von mal zu mal schlimmer. Irgendwann beruhigt sie sich ja wieder aber bis dahin muss ich sie zurückhalten und das ist ja nicht unbedingt das wahre. Selbst Ann die ja schon seit zig Jahren Hunderte Hunde behandelt hat, kann sich nicht erklären warum Maya so reagiert.

Die Vibrationsplatte ist jedenfalls sehr beliebt … allerdings nach 10 Minuten reicht es Maya und sie will dann gehen. 🙂

Aber man sieht deutlich die Fortschritte und laaaangsam nimmt sie auch ab. Sie bekommt jetzt 1250 Kcal pro Tag (Futter und Leckerlies zusammen) und dazu geriebene Karotten ins Futter damit der Magen gefüllt wird. Ich habe auch versucht, ihr Spitzkohl unterzumengen aber das begeisterte sie nicht besonders. Beim ersten Mal dachte ich gar, sie würde nichts fressen so entsetzt schnüffelte sie da in der Schüssel herum… aber der Hunger siegte doch. 🙂  Aber nachdem sie mit Karotten ja auch halbwegs satt wird, werde ich sie nicht länger mit Spitzkohl quälen.

Bei unseren langen Spaziergängen am Wochenende ist sie froh und munter und will gar nicht wieder heim und sie läuft jetzt auch wieder herum, z.B. dem Ball hinterher… das hat sie ja im Juli als es ganz schlimm mit der Arthrose war gar nicht mehr gemacht. Allerdings… wenn wir lange unterwegs waren, schläft sie dann mehr oder weniger den Rest des Tages … wenn ich dann mit ihr Gassi gehen will, will sie eher nur kurz aufs Eck gehen, ihr Geschäft erledigen und dann wieder heim. Es sieht aber nicht so aus, als ob sie Schmerzen hätte, denn wenn wir dann im Garten spielen, rennt und springt sie wieder herum als ob nix wäre. Ich habe mir überlegt ob das von einem neuen Mittel ist, das sie anstatt des reinen Grünlippmuschelextraktes bekommt (das gab es letztens nicht in der Tierhandlung also hab ich was anderes genommen). Das ist speziell für Senioren (für Hunde ab 7 Jahre) und enthält auch noch Glucosamin, MSM, Spirulina und Vitamin C. Muss mal googeln ob Hunde davon extra müde werden denn es ist wirklich so dass sie dann schläft (und schnarcht)…. und nicht nur liegt und sich ausruht.

Und weil Maya jetzt immer so brav ist, durfte sie sich schon wieder was in der Tierhandlung aussuchen und auch da war es ein Knochen den sie gleich im Geschäft bearbeitete. Hatte ich schon erwähnt, dass ich diese Tierhandlung liebe? Wenn wir reinkommen und es wird uns quer durchs Geschäft „Hej Maya!“ zugerufen, kann man nicht anders als sich zu freuen. 😉

Ansonsten genießen wir unsere Spaziergänge auch wenn die oft bei Regen, Schneeregen, Wind und A***kälte erfolgen… aber nach bald 10 Jahren in Schweden weiß man schon, wie man sich anziehen muss um die Kälte auszuhalten. Naja, außer wenn man in der Fleecejacke vom ärgsten Regenschauer überrascht wird. 😉

Da Maya ja öfters gehen soll und möglichst auf weichen Grund, habe ich jetzt bei unseren Abendspaziergängen unter der Woche immer eine leichte Taschenlampe mit damit wir auch mal abseits der asphaltierten und beleuchteten Dorfstraßen gehen können. Dabei scheuen wir auch schon mal ein Rudel Rehe auf … aber die sind dann so schnell dass wir sie nur hören aber nicht sehen.

Aber… hin und wieder laufen einem die Rehe auch schon mal mitten am Tag über den Weg bzw. die Straße.

Obwohl es eigentlich noch nicht besonders kalt war (nur ein paar Minusgrade) ist der See schon zugefroren was für Maya eine herbe Enttäuschung ist denn dann kann sie ja nicht mehr im Wasser stehen… dafür kann sie jetzt „auf“ dem Wasser gehen. Ein Wunder! 😀

Seeeeehr selten lässt sich derzeit die Sonne sehen… aber wenn sie da ist, wird sie genossen was das Zeug hält. 🙂

Wenn die Sonne nicht da ist, sieht es dann so aus:

Am Samstag war es wieder schön und so packte ich Maya ins Auto und wir fuhren nach Storvik und gingen da im Wald (auf der Langlaufloipe) spazieren. Und wisst ihr was… bei uns ist ja nicht mehr viel Schnee aber sicherheitshalber packte ich noch meine Icebug-Schuhe (mit Spikes) ins Auto.. und ich kann euch gar nicht sagen wie froh ich drüber war. Der Parkplatz war mit einer dicken Eisschicht überzogen und ich musste mich am Auto festhalten damit ich die Icebugs vom Kofferraum holten konnte sonst wäre ich ausgerutscht. Ohne diese Schuhe wäre ich wahrscheinlich unverrichteter Dinge wieder heimgefahren denn auch der Weg war ja teilweise vollkommen eisig. Die arme Maya rutschte einmal aus so dass es sie auf dem Hintern landete… die arme Maus wusste nicht wie ihr geschah. Zum Glück verletzte sie sich nicht. Der Weg war jedenfalls sehr abwechslungsreich… von eisig bis komplett trocken und dann 10 cm tiefer Schnee bzw. gefrorener Schnee… aber schön wars. 😉

Danach war Maya wieder seeeehr müde (nachdem sie erst gar nicht wieder ins Auto wollte) und deshalb gibt es hier eine Auswahl von „Müde Maya“ Fotos 😉

Alle zwei Wochen ist am Montag Misttag… da werden die Restmüll bzw. die Biomülltonne geleert. Als wir an diesem Tag nach Hause kamen entdeckte Maya dann eine tote Maus vor dem Bereich wo unsere Mülltonnen stehen… 😦

Ansonsten gibt es nicht so viel zu berichten… abgesehen davon dass es jetzt schon um 15 Uhr finster ist und man dann ein wenig extra Licht braucht (zum Glück gibt es Timer die um 16 Uhr dran denken, das Licht anzumachen und es um 23.30 Uhr wieder auszumachen 😉 ) … vor allem wenn man die sonnige Tage dieses Herbstes an einer Hand abzählen kann. 😦

Aber den Mond konnte man diesmal gut sehen:

 

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Maya Rehab – jetzt endlich beim Profi :-)

Am 23. September waren wie endlich das erste Mal in der „richtigen“ Rehab mit Maya. Also theoretisch zumindest. Wir waren ja schon Mitte Juli beim Tierarzt wo Arthrose im Schultergelenk diagnostiziert wurde. Leider war dann die Krankengymnastin (eine der besten in Schweden die zum Glück in der nächstgrößeren Stadt Gävle arbeitet) fünf Wochen auf Urlaub und als ich dann Ende August wieder anrief, war der erste freie Termin eben der 23.9.

Weil man die Rehab 8 Wochen nach der Überweisung begonnen haben muss damit die Versicherung die Kosten übernimmt, musste ich dann nochmals die überweisende Tierklinik anrufen und darum bitten, dass die Überweisung erneuert wird… die haben sich zwar gewundert aber sie versprachen, es zu tun.

Tja, und am 23.9. fuhren wir dann ins 45 km entfernte Gävle und kamen gerade noch 2 Minuten vor 8 Uhr an (Maya hat an diesem Morgen mal wieder sehr getrödelt und außerdem ist die Autobahn nach Gävle auf einem Streckenabschnitt nur einspurig und nur mit 70 km/h befahrbar), und beide waren wir noch seeehr müde… nur zur Info, um 8 Uhr sitze ich normalerweise mit meinem Frühstückskaffee und versuche, munter zu werden 😉

Wir mussten ein Weilchen warten aber das war uns gerade recht. Tja, und dann kam sie… Ann Essner, die „berühmte“ Krankengymnastin für Tiere von der jeder Hundebesitzer hier in der Gegend schon gehört hat. Ich wusste ja, dass sie Expertin auf ihrem Gebiet ist, aber nie hätte ich gedacht, dass sie so eine herzliche und total unkomplizierte und engagierte Person ist! Wir haben 20 Minuten nur gequatscht und ich erzählte ihr Mayas Geschichte und welche Beschwerden sie hat und was sie früher zu Fressen bekam und was sie jetzt bekommt usw. usw. Und das schöne war… Ann hörte zu und verurteilte nicht obwohl Maya ja seit der Kastration so viel zugenommen hat. Im Gegensatz zu einigen Tierärzten die immer noch die Nase rümpfen wenn man erzählt, dass man auf Rohfütterung umgestellt hat, erklärte sie ganz einfach dass sie zu wenig darüber wusste um eine Meinung zu haben und dass sie sich eigentlich mehr damit beschäftigen sollte. 🙂

Auch zu Maya war sie total lieb und ließ ihr die Zeit die sie brauchte. Sie versuchte sie mit Leckerlies zu bestechen aber seit Maya roh gefüttert wird, ist sie zur Feinschmeckerin geworden und frisst nur noch ausgewählte Leckerlies. Und die von Ann ließ sie zu deren Verblüffung links liegen… bzw. am Untersuchungstisch. Somit durfte Ann sich meine Wurstwürfel ausleihen. 🙂

Interessanter weise war Maya richtig nervös als sie auf den Untersuchungstisch sollte … offensichtlich erinnerte sie sich noch allzu gut daran als sie im Juli betäubt und geröntgt wurde. Aber sie ließ sich mit gutem Zureden von Ann untersuchen und drücken und stretchen und biegen usw. Ann entdeckte dass Mayas rechte Vorderpfote etwas geschwollen war und erklärte dass sie erst mit der Rehab beginnen wollte, wenn die Schwellung zurückgegangen ist damit sie sicher sein kann, dass Maya dann im Wasser keine Schmerzen hatte. Maya bekam eine Laserbehandlung an der Pfote die sie zwar nicht erfreut aber doch relativ geduldig über sich ergehen ließ. Sie zeigte mir auch einige Übungen die ich mit Maya machen sollte und … Maya musste unbedingt abnehmen. Am Ende machten wir dann noch „Trockentraining“… d.h. ich ging Maya voraus in das Laufband und sie folgte mir und „untersuchte“ diese komische Box… das alles ohne Wasser und ohne das Laufband in Bewegung zu versetzen.

Außerdem bekam Maya noch einen Stützverband für die rechte Pfote die sie bei längeren Spaziergängen tragen soll. Weil dieser Verband nicht im System gespeichert war, mussten wir ein Weilchen auf die Rechnung warten… das nutzte Maya um sich im Eingangsbereich breit zu machen. 🙂

Zwei Tage später bekam ich per E-Mail noch weitere Übungen für die Pfote und die Hüfte und obwohl Maya sonst recht brav ist wenn es um Zecken entfernen, Ohren reinigen oder Augen eintropfen geht, dauerte es ein Weilchen bis Maya nicht mehr ständig mit der Pfote zuckte sondern mich beugen und stretchen ließ. Im ehemaligen Gästezimmer richtete ich Mayas Fitnessraum ein mit der selbst gebauten Holzleiter (die ich in zwei Teile sägen musste um sie vom Garten nach drinnen transportieren zu können, sie war ja 4,8 m lang!!!) die ich provisorisch auf Konservendosen stellte damit sie die richtig Höhe hatte. Bei den ersten Durchgängen war nach 5 Runden Schluss mit der Kondition, jetzt sind wir bei 20 Durchgängen und auf 40 sollen wir kommen. Aber dank neuer Leckerlies ist Maya immer eifrig dabei. Ich fühl mich dann immer wie ihr Personal Trainer wenn ich sie anfeuere und ihr sage, wie viele Runden wir schon hinter uns haben, und dann wenn nur noch 5 Runden übrig sind, den Endspurt einzähle. Muss mal schauen wie ich das filmen kann… 🙂

Zwei Wochen später war es dann soweit… das erste Mal am Wasserlaufband! Maya war recht erschrocken als da plötzlich Wasser kam… das konnte man ihr richtig ansehen! Also befüllte Ann das Laufband erst mit nur 15 cm Wasser damit Maya sich erstmal dran gewöhnen konnte. Maya begann auch recht bald zu schnaufen aber da glaube ich fast, dass es zum Teil auch Nervosität bzw. Aufregung war.

Nach der Anstrengung durfte Maya sich dann am Vibrationsbett ausruhen… und das gefiel ihr sichtlich (wie ja auch schon damals nach dem Schwimmen). 🙂

Danach war wieder Laserbehandlung für die Pfote am Programm… aber da war Maya schon so fertig, dass sie es brav über sich ergehen ließ.

Bei diesem zweiten Besuch sprachen Ann und ich über das Futter und Kalorienmengen.  Weil ich echt schon verzweifelt war weil Maya immer noch zunahm obwohl sie viel weniger als die empfohlen 2% des Ziel-Körpergewichts bekam, hatte ich eine Liste mit allem gemacht, das sie normalweise bekommt. Ich hatte hin und her gerechnet aber wenn ich nicht weiß wie viel sie an Kalorien essen darf/soll, ist es schwierig das richtige zu geben. Also suchte Ann aus einem Buch eine Formel heraus und nach dessen Formel sollte Maya 2000 Kalorien bekommen um Abzunehmen! Nachdem sie nicht mal diese Menge bekommt und trotzdem zunimmt, schaute Ann dann noch bei einem Light-Trockenfutter das in der Tierklinik verkauft wird und da wäre die Kalorienmenge 850 Kalorien! Wie soll dann ich als stinknormaler Hundebesitzer wissen, wie viel der Hund bekommen soll wenn der Unterschied so extrem ist?

Ann war jedenfalls beeindruckt von meiner Liste weil ich mir so viele Gedanken machte und gemeinsam überlegten wir was wir wegstreichen konnten. Im Endeffekt kamen wir auf rund 1600 Kalorien die Maya ab sofort bekommen sollte. Beim Erstellen der Liste hatte ich auch Aha-Erlebnisse denn die Kalorien stehen auf Hundefutter und -Leckerlies ja nicht drauf. Zum Glück gibt es aber Websiten auf denen man die Kalorien ausrechnen kann wenn man Fett/Protein/Faser/Feuchte usw. eingibt. Und… der größte Schreck kam, als ich entdeckte, dass die Truthahnwurst die ich als Leckerlies fütterte, genau so viele Kalorien hatte, wie normale Schweinewurst! Ich gestehe dass ich auf das gar nicht geachtet hatte, weil ich irgendwie dachte, dass Truthahnwurst eben automatisch kalorienärmer ist. Aber!!! zufällig hatte ich im online Zoogeschäft eine Fleischwurst entdeckt, die als Vollfutter gilt aber die man schön in kleine Würfel schneiden kann – und die nur halb so viele Kalorien hat wie normale Wurst. Die ist ab sofort unser Favoritleckerlie! Dann absolvieren wir noch 4-5 Mal die Woche unseren Leiterparcour und gehen fast jeden Abend unter der Woche eine Stunde spazieren. Am Wochenende sind wir meistens 2x 1,5-2 Stunden unterwegs und dann abends 45-60 Minuten. Ich hab jetzt sogar immer eine leichte Taschenlampe mit die aber recht ordentlich leuchtet damit wir auch dort gehen können, wo es keine Straßenbeleuchtung gibt… denn jetzt ist es bei uns ja schon stockdunkel wenn wir unter der Woche heimkommen.

Das Ergebnis konnten wir dann bei unserem dritten Besuch, zwei Wochen später, sehen: -1,5 kg! YES!!!

Das lustige war, dass Maya schnurstracks auf die Vibrationsplatte zuging und sich draufsetzte als Ann uns die Tür öffnete. 🙂   Bei diesem Besuch hatte Maya viel viel mehr Kondition und stapfte tapfer durch das Wasser obwohl es diesmal viel höher war. Der Unterschied zum letzten Mal war wirklich total enorm. Während Maya hart arbeitete quatschten Ann und ich und Ann erzählte von einer Forschungskollegin (sie arbeitet nebenbei an einem Forschungsprojekt) die eine Studie mit Arthrosehunden plant und dass Maya der ideale Kandidat für diese Studie wäre… aber leider ist die ja erst in der Planung und somit könnte diese Kollegin Maya ja nicht von Anfang an „studieren“. Schade, wäre irgendwie lustig gewesen. 🙂

Danach ging es für Maya wieder auf die Vibrationsplatte.

Am Heimweg fuhren wir noch zum Krallenschneiden bei der Zoohandlung vorbei in der Maya VIP-Kunde ist 🙂

Und weil sie so brav war, durfte sie sich was aussuchen das sie auch stolz bis zum Auto trug. Nur zur Erinnerung: Maya ist KEIN Apportierhund und dass sie etwas 20 Meter trägt, ist schon etwas besonderes. 😀

Nach der Rehab ist Maya dann zurecht müde…. und das sieht dann so aus:

Und ich kann natürlich nicht sagen, woran es liegt… ob an den Nahrungszusätzen (Grünlippenmuschel, CBD-Öl, Dasuqin) oder der Rehab aber bis auf einzelne Tage ist Maya putzmunter und will spielen und spielen und spielen… sie wählt auch selbst immer längere Spazierwege und sie läuft wieder… das ist echt schön zu sehen. Vor allem waren wir ja erst drei Mal (oder zwei Mal) bei der Rehab und die machen wir mindestens 10 Mal! Ich muss sie eher bremsen denn sie würde ja am liebsten mit all ihren Kumpels die wir auf unseren Spaziergängen treffen, herumhopsen. 😉

Jetzt hoffe ich dass sie beim nächsten Besuch am 13.11. wieder abgenommen hat. Haltet uns die Daumen!

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Reh auf der Flucht

Sonntags, halb 11, in Hammarby 😉

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Herbstbilder

Während des langen Schweigens hier im Blog ist der Herbst, um nicht zu sagen, der Winter, ins Land gezogen. Die Frau Holle war aber gnädig und nach einer Woche mit Regen, gab es jetzt einige richtig schöne Tage… aber die waren dafür teilweise recht kühl.

Maya ist es wurscht… die steht immer noch gern im Wasser aber die Stöckchen werfe ich nur noch so weit, dass sie keinen nassen Bauch bekommt… nicht dass sie wieder eine Schwanzwurzelentzündung (Wasserrute) bekommt. Überhaupt tue ich mir derzeit schwer, Maya zu bremsen, aber so lange ich kein ok von der Hundephysiotherapeutin habe, möchte ich nicht dass sie zu viel hin und her hopst oder mit anderen Hunden spielt. Aber wie gesagt, sie ist so fröhlich und putzmunter dass das schwer ist.

 

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Vogelrettung

Vor einigen Tagen war es wieder mal so weit… die Tür zum Garten war offen und ich werkelte in der Küche, als ich etwas scheppern hörte… es klang als ob ein Vogel gegen die Glasscheibe geflogen wäre. Ich sagte noch zu Maya die im Esszimmer auf einem „Sonnenfleck“ am Boden lag (ja, ich gestehe, seit ich allein bin, führe ich Selbstgespräche – aber nur damit ich nicht Deutsch verlerne 😉 ) irgendwas in der Art von „Schon wieder so ein doofer Vogel der nicht sieht, dass da Glas ist; wozu lass ich denn eigentlich die Fenster so schmutzig werden!“ (ähem) als ich dann plötzlich Flügelschlag hörte! Ich stürzte ins Esszimmer wo Maya ganz fasziniert aufs Fenster starrte – und da flatterte eine Blaumeise herum. Ich stürzte zurück in die Küche um das Handy zum Fotografieren zu holen und zurück… und dann sah oder hörte gar nix mehr. Und Maya schaute mich ganz verwundert an.

Hmmmm… irgendetwas stimmt hier nicht. Wenn der Vogel wieder an mir vorbei rausgeflogen wäre, hätte ich das doch mitbekommen. Also, wo war der Vogel? Ich fragte Maya, aber sie weigerte sich zu antworten.  🙂

Dann ging ich um den Esszimmertisch herum – und da sah ich den armen Vogel… er war wahrscheinlich nochmals gegen das Fenster geflogen und lag nun am Rücken da und rührte sich nicht. Aber ich hatte das ja schon zwei Mal in meiner Wohnung in Wien gehabt und auch einmal hier in Hammarby. Ich wusste also, dass das nur eine vorübergehende „Starre“ war und außerdem konnte man deutlich sehen, dass er atmete.

Aber sieht doch herzzerreißend aus, der arme Kerl!

Ich holte ein Geschirrtuch, legte es über den Vogel und hob ihn mitsamt dem Tuch auf… und schaute nochmals auf den Boden weil ich gar nichts in meinen Händen spürte… nicht dass ich ihn nicht erwischt hatte und er immer noch am Boden lag.

Dann trug ich ihn hinaus und legte ihn mitsamt dem Tuch auf den Boden damit er sich erholen konnte. Und schon saß er aufrecht da… aber wohl noch zu belämmert um schon fliegen zu können.

Nach einer kurzen Weile hatte er sich so weit erholt, dass er erst auf das Balkongeländer flog und nach einem kurzen Blick zurück hinaus in die weite Welt. 🙂

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