Es geschehen doch noch Wunder… naja, fast :-)

Heute war es endlich so weit!

Ein Tag, so heiß ersehnt wie … keine Ahnung was. So heiß und so lange ersehnt und plötzlich ging alles blitzschnell. Wieder mal ein Anruf um zu „jagen“ am Dienstag und am Mittwoch plötzlich der Rückruf mit Terminvereinbarung… und heute, Donnerstag, um 13 Uhr bekam ich es. Das so heiß ersehnte kleine, unscheinbare Ding … den Schlüssel zu meinem kleinen Knusperhäuschen.

Das Haus war 1946 als Sommerhütte gebaut worden mit Küche und einem Schlafzimmer. 1980 wurde dann noch ein großer Raum als Wohnzimmer angebaut der dann 2004 in Wohnzimmer und Badzimmer geteilt wurde (plus kleiner Nebeneingang) sowie ein weiteres Schlafzimmer angebaut.

 

Gegenüber vom Hauseingang steht eine Scheune mit einer Werkstatt, links daneben ein Geräteschuppen und rechts davon ein Carport und ein Holzvorrat. Um die Baugenehmigung für den Carport und den Holzvorrat wurde vor vielen Jahren angesucht aber irgendwie sieht das noch sehr unfertig aus… aber es ist trocken!

Links neben dem Schuppen geht ein verwunschener Pfad hinauf zur Straße und dem kleinen Postkästchen.

Blick zum nächsten Nachbarn:

Und ein paar Fotos von der Umgebung, sprich dem derzeit total zugewuchtertem Garten.

Blick zur „Saunahütte“ die aber recht heruntergekommen ist. Daneben steht ein weitere Geräteschuppen aus Blech. Dahinter fließt ein kleines Bächlein, von dem ich gar kein Foto habe. Keine Ahnung wie DAS passieren konnte! Aber morgen kommt ein Foto vom Bach. Versprochen! 😉

Das Haus von der Rückseite… ebenfalls etwas wild gewachsen. Es gibt jedenfalls viel Bauholz. 😉   Hinter der kleinen Tanne liegt übrigens auch ein Erdkeller aus Stein.

 

Blick aus dem Wohnzimmerfenster:

Blick aus dem kleineren Schlafzimmer:

Blick aus dem Küchenfenster:

Wie ihr sehen könnt, gibt es an der Fassade etwas wichtiges zu tun: nämlich Fenster/Türrahmen und die Eckpfeiler weiß streichen. Ein Schwedenhaus mit schwarzen Ecken. Also das geht ja gar nicht!!!  😀

Das Haus selbst ist laut Baufachmann für sein Alter in einem guten Zustand, also Dach, Fenster, Grund, alles in Ordnung; der Dachstuhl ist so trocken, dass der Feuchtigkeitsmesser überhaupt keinen Ausschlag gab. Die Fassade könnte einen Anstrich vertragen, hat aber keine größeren Risse oder kaputtes Holz.  Innen ist bis auf Kleinigkeiten auch alles in Ordnung aber eben nicht gerade auf dem neuesten Stand und nicht mein Geschmack.

Was ich also gleich morgen tun werde ist eine Kühl/Gefrierkombi, eine Waschmaschine und einen Tischgeschirrspüler kaufen (hoffe, ich bekomme dann die Lieferung nächste Woche). Damit die Kühl/Gefrierkombi reinpasst, muss ich einen Oberschrank abmontieren und dann mal sehen, wie es dahinter aussieht. Da ich sowieso vorhabe, die Küche komplett zu renovieren (wird aber erst nächstes Jahr sein), werde ich wohl nur schnell mal drüberstreichen und nicht allzu viel Zeit und Mühe in die Küche investieren. Die Fächer in den Küchenkästchen möchte ich auch tauschen aber das ist ja schnell gesägt.

Im kleinen Schlafzimmer werde ich die Decke und die Wände streichen und den Laminatboden austauschen. Das wird dann mein und Mayas Schlafzimmer bis das große Schlafzimmer renoviert ist. Dort braucht es neue Tapeten und einen Parkettboden und außerdem möchte ich den bestehenden eingebauten Kleiderschrank ausweiten und einen begehbaren Kleiderschrank draus machen. Und ein Schrank der ebenfalls eingebaut ist, kommt weg damit genug Platz für das Bett ist. Das beinhaltet also etwas mehr Arbeit weil an mehreren Stellen gespachtelt werden muss.

Im Wohnzimmer möchte ich tapezieren, die Decke gehört gemalt und statt des Plastikbodens möchte ich einen Parkettboden verlegen. Leider habe ich heute eine Luftblase unter dem Plastikboden entdeckt und ich hoffe, dass ich die Luft da rausbekomme… ansonsten wäre das echt blöd weil ich dann den Parkettboden nicht wie gedacht, einfach über den Plastikboden legen könnte. 😦

Damit es im Wohnzimmer heller wird (ursprünglich gab es Lichteinfall von drei Seiten aber nachdem das Bad dazu kam und dann noch das zugebaute Schlafzimmer, reicht das Licht von dem relativ hoch gelegenem Fenster nicht so richtig. Deswegen möchte ich zwei der drei Fenster durch einen Doppeltür ersetzen. Somit kann ich dann auch ganz genau sehen, wenn sich vielleicht ein Rehlein (Elch, Wolf, Bär!!!) im Garten herumtreibt. 😉

Später dann möchte ich auch einen Altan/Balkon der von der linken Seite übers Eck und dann bis zum Küchenfenster (das dann auch eine Tür wird) geht… irgendwann mal.

Das Bad ist bautechnisch in Ordnung aber es ist total verdreckt (ich hoffe, ich kriege das mit dem Dampfreiniger weg!!!) und unpraktisch und hat hässliche graue, glänzende Fliesen. Da es ja auch nicht sooooo alt ist (von 2004) möchte ich auch nicht alles rausreißen sondern werde jetzt mal WC, Dusche, Waschbecken und Hochschrank ersetzen. Für die Fliesen werde ich nach sogenannten „Wandtattoos“ suchen und schauen was passen könnte. Ich habe jetzt auch gesehen, dass IKEA „moderne“ Waschbeckenschränke hat (zu einem sehr günstigen Preis) und in ein paar Jahren wird das Badezimmer sowieso auch neu gemacht, also kaufe ich bei IKEA neue Möbel und kann dann bei der großen Badezimmerrenovierung das kaufen, was dann genau passt.

Das kleine Vorzimmer bräuchte auch eine Aufhübschung aber das kann warten. Was ich auch machen möchte ist, dass ich z.B. die extrem hässliche Tür vom Vorzimmer in den Küchenbereich mit einer Tür mit Glaseinsätzen ersetzen möchte, damit mehr Licht reinkommt (die Außentür hat Glaseinsätze). Das gleiche gilt für die Schlafzimmertür (gefrostetes Glas) und aus Platzgründen möchte ich die Tür zum kleinen Schlafzimmer mit einer Schiebetür (auch mit Glaseinsätzen) ersetzen… ev. sogar die Tür zum Badezimmer.

Derzeit gibt es im Wohnzimmer eine Luft-Luft Wärmepumpe, elektrische Bodenheizung im Bad, einen Kamin im Wohnzimmer und auch in der Küche gibt es einen kleinen Holzofen (praktisch wenn mal der Strom länger ausfällt!) … und ansonsten Stromradiatoren. Mal schauen wie sich das im Winter anfühlt und wie hoch die Stromrechnung ist. Ich „liebäugle“ ja damit, mir eine Infrarotheizung für die Küche zu besorgen und die an der Decke zu befestigen. Da die Küche ein Durchgangsraum ist mit Fenstern in zwei Richtungen (von denen eine auch noch eine Altantür werden soll!) ist die zu verbauen könnende Fläche ganz schön begrenzt (Herd, Geschirrspüler und Kühl/Gefrierkombi nehmen ja schon 180 cm an Breite weg!!!). Das Heizelement unter dem Fenster misst auch nochmals 100 cm… wenn ich das wegnehmen könnte und stattdessen die Wärme von der sowieso ungenutzten Deckenfläche kommt, wäre das phänomenal! Aber irgendwie habe ich noch keine richtig guten Erfahrungsberichte mit solchen Infrarotheizungen gefunden. Es gibt einzelne „Referenzen“ aber entweder wird das immer noch viel zu selten verwendet oder die Leute sind nicht so richtig zufrieden damit. Die Firmen die es in Schweden gibt die solche Heizungen vertreiben, konnten mich noch nicht so richtig „überzeugen“… es gibt aber einen Hersteller in Österreich, der allerdings (eh klar) keinen Vertreter in Schweden hat. Ich bin schwer am überlegen, ob ich denen nicht einfach eine Anfrage schicken soll. Was meint ihr? Wenn die in „Zuhause im Glück“ das verwenden, sollte es ja eigentlich nicht kompletter Müll sein, oder?

Das gute an den Stromradiatoren ist auf jeden Fall dass das Parkett/Laminatboden verlegen total einfach ist, weil man keine Rundungen für die Heizungsrohre im Boden ausschneiden muss! 🙂

Im Anschluss an das Badezimmer gibt es noch einen eigentlich winzigen Nebeneingang. Dort steht ein Trockner und massenweise Schränke… also obwohl der Raum winzig ist, ist der Stauraum riesig. Ach ja, im Badezimmer steht auch noch eine Waschmaschine, und die Wasserpumpe steht in einem Kästchen. Bekam heute einen halben Herzinfarkt als ich kurz das WC benutzte und die Pumpe schaltete sich lautstark ein. Muss mal schauen ob es  Schallisolierung für Schränke gibt. 😉

Ja, das ist im Prinzip das, was es zum Haus zu sagen gibt. Ein Stückchen den Hügel runter gibt es eine kleine Saunahütte die allerdings recht verfallen ist. Daneben steht ein Geräteschuppen aus Blech. Von Anfang an wollte ich aus der Saunahütte eine Gästehütte machen und den Saunabereich als Badezimmer einrichten weil es schon frostsicheres Wasser dort gibt. Allerdings habe ich mich komplett verkalkuliert, denn mir war zwar bewusst, dass ich dafür sorgen muss, dass alles was im WC landet umweltfreundlich entsorgt werden muss aber da dachte ich mir dass eine Verbrennungstoilette dieses Problem löst. Tja… nur hatte ich überhaupt nicht dran gedacht, dass auch das Wasser vom Duschen und Geschirrspülen entsorgt werden muss… und da sind die Umweltauflagen in Schweden fast genauso streng wie von Abwasser aus dem WC… vor allem weil die Hütte in unmittelbarer Nähe eine „Fischgewässsers“ (des Baches) stehen würde. Hier eine von der Gemeinde akzeptierte Lösung zu bauen, käme mir sehr teuer. Eine andere Lösung wäre, die Hütte an eine andere Stelle zu bauen und das Wasser in den bestehenden 3 Kammer Brunnen zu leiten. Aber eine andere Stelle zu finden, ist nicht so einfach weil so eine Hütte einfach nicht überall auf das Grundstück passt. Also Leute, alle die sich schon als Gäste angemeldet habe, möchte ich um Geduld bitten… ich muss erst noch eine Lösung für dieses im wahrsten Sinne des Wortes „Sch*** Problem“ finden. 😉

Der Besitzer des Hauses ist verstorben und somit wurde der Verkauf von einem Nachlassverwalter durchgezogen. Der Verkauf erfolgt – wie in Schweden üblich – über eine Maklerfirma. Bei der Vertragsunterzeichnung wird üblicherweise ein Übernahmedatum vereinbart. Als ich beim Makler war um den Vertrag zu unterschreiben, war ich deshalb entsetzt als da 31. August im Vertrag stand; der Nachlassverwalter selbst war nicht anwesend.

Das Haus war ja bereits von allen persönlichen Gegenständen geräumt worden und nur ein paar alte Möbel waren noch da und ich wollte doch so schnell wie möglich aus der Wohnung raus. Also sagte ich zum Makler, dass ich bereit wäre, die Entfernung der Möbel selbst zu organisieren wenn ich dafür früher Zutritt zum Haus bekommen könnte. Die Möbel seien ja nichts wert und wenn es nur daran läge dass ich so lange warten muss, wäre das also leicht zu lösen. Der Makler antwortet, das wäre sicher kein Problem wenn ich das so wollte und er würde mit dem Nachlassverwalter reden.

Ich ging zurück ins Büro und bestellte sofort die Begutachtung durch einen Baufachmann. Das ist in Schweden eigentlich üblich, wenn man sein Haus verkauft (hab ich auch gemacht als ich das große Haus verkaufte). Da es sich in diesem Fall um einen Nachlass handelt, liegt die Sache allerdings anders. Dazu später mehr.

In Schweden muss der Käufer vor Vertragsunterzeichnung das Haus genau auf Mängel kontrollieren da der Käufer kein Recht hat, später beim Verkäufer zu reklamieren, so lange es sich nicht um „versteckte Mängel“ handelt. Der Begriff versteckte Mängel ist aber in der Praxis kaum anwendbar. Als versteckter Mangel gelten nur Mängel die bei gründlicher Begutachtung des Hauses nicht ersichtlich sind. Z.B. wenn es in den Wänden feucht ist, das aber weder innen noch außen ersichtlich ist. Das gilt aber wiederum nicht in Kellerräumen denn da sind verkleidetet Wände eine Risikokonstruktion und bei diesen muss man damit rechnen dass Mängel auftauchen. Es ist also in der Praxis wirklich schwer, Rechtsansprüche auf „versteckte Mängel“ geltend zu machen. Wie auch immer, der Verkäufer haftete bis zu 10 Jahre nach dem Verkauf für besagte versteckte Mängel. D.h. wenn man Pech hat, bekommt man 9 1/2 Jahre nach dem Verkauf eines Hauses eine Rechnung über 10 000 Euro weil irgendein Mangel entdeckt wurde und saniert werden musste. Deshalb schließt man als Verkäufer in der Regel eine Versicherung gegen versteckte Mängel ab. In meinem Fall (Hausverkauf) bedeutete das Kosten für die Begutachtung durch einen Baufachmann und entsprechende Versicherung in Höhe von ca. 1700 Euro.

Wenn man allerdings ein Haus aus einem Nachlass kauft, gibt es niemanden an den man ev. Schadenersatzforderungen richten kann. Somit werden solche Kaufverträge mit einer Klausel belegt die besagt, dass man als Käufer Recht zu einer Begutachtung durch einen Fachmann hat (auf eigene Kosten) aber dass man keine Ansprüche für „versteckte Mängel“ erheben kann. Man trägt also ein höheres Risiko.

Wie auch immer, ein paar Tage später, durfte ich mir vom Makler die Schlüssel zum Haus ausborgen und nutzte die Gelegenheit um die Räume auszumessen. Ich musste den Baufachmann von der Straße zum Haus lotsen da es wirklich schwer ist, das Haus zu finden. Ich habe die Hausnummer 44 aber das Navi im Auto erzählte mir bei Hausnummer 45 dass ich am Ziel sei. Ich hatte mir aber vorher genau angeschaut wo das Haus lag und hatte ja Bilder von der Einfahrt gesehen und somit fand ich es auf Anhieb aber das tut ja ein Bautechniker nicht. 10 Minuten nach der vereinbarten Zeit rief er verzweifelt an und sagte, dass er nicht herfindet. Also ging ich rauf zur Straße und winkte ihm. Der Postkasten ist ziemlich klein und unscheinbar und wenn man von der Richtung aus dem Dorf kommt, gibt es eine sehr scharfe Kurve zur Einfahrt die man ganz einfach übersieht wenn man nicht weiß dass sie da ist. Eines der ersten Sachen, die ich also machen muss ist, ein Schild zu bauen damit die Leute/Lieferanten herfinden. 😉

Gemeinsam mit dem Bautechniker ging ich durch das Haus und er schaute sich alles an aber fand keine groben Fehler. Alles war trocken und gut erhalten und er erklärte mir vor allem, wie das Haus funktionierte! Wenn man sein Leben lang in „modernen“ Wohnungen mit Fernwärme und allem modernen Schnickschnack gewohnt hat, kann es eine Herausforderung sein, die Funktionsweise eines einfachen Häuschens (sprich: Hütte) mit Trinkwasserbrunnen auf einem Nachbarsgrundstück und Abwasser in einen 3 Kammer Brunnen zu durchschauen. Aber er war geduldig (und sehr kommunikationsbedürftig – er erzählte mir alles von seinem Burnout; der Typ der das große Haus begutachtete war ebenfalls sehr mitteilungsbedürftig und erzählte mir alles was ich nicht über seine Hüftoperation wissen wollte!!!) und ich lernte wirklich viel von ihm. Und ich war wirklich sehr erleichtert, dass er eigentlich nichts fand was ich nicht selbst schon gesehen hatte.

Mit ruhigem Gewissen, gab ich dann am nächsten Tag den Schlüssel zurück und wartete auf Bescheid wann ich endgültig den Schlüssel zu meinem Haus bekommen würde … und wartete,…. und wartete…. und schrieb E-Mails, ich rief an… und alles was ich bekam waren Ausflüchte. Es dauerte auch ganze zwei Wochen bis der Nachlassverwalter endlich den Kaufvertrag unterschrieben hatte und ohne Vertrag konnte ich nicht zur Bank. Als der Vertrag endlich unterschreiben war, war meine Bankbetreuerin auf Urlaub. Dann war mit der Bank alles geregelt, war der Makler auf Urlaub. Es war ein ewiges hin und her und die Frustration wuchs. Ich wollte erst auf Urlaub gehen, wenn ich Zugang zum Haus hatte, weil ich ja gleich mit der Renovierung beginnen wollte aber ohne Datum, kein Urlaub. Ich weiß nicht wie oft mein Chef mich fragte, wann ich denn jetzt auf Urlaub ginge, und ich konnte ihm keine Antwort geben.Ich trug dann einfach zwei Wochen ein, aber für schwedische Verhältnisse sind zwei Wochen zu wenig.

Ich jagte den Makler der behauptete er würde selbst den Nachlassverwalter jagen. Dann stellte ich dem Makler ein Ultimatum… wenn ich nicht Zutritt bis Ende Juli bekam, würde ich darauf verzichten, früher Zutritt zu bekommen, denn dann würde es mir nichts mehr bringen da ich in der kurzen Zeit nichts renovieren könnte. Ich bekam ja in der Arbeit schon wieder Termine für Mitte August. Da kam ein klein wenig Bewegung in die Sache… Der Nachlassverwalter rief mich plötzlich an um zu fragen, ob es ok für mich wäre, wenn er meine Telefonnummer an eine der Erben (bzw. deren Tochter die sich um alles kümmerte) weitergeben dürfte, damit wir direkt klären können, was im Haus bleiben soll/kann und was nicht. Klar bekam er die Erlaubnis und 5 Minuten später rief mich schon eine ältere Dame an und ich erklärte ihr die Situation. Sie verstand genau wie ich dachte und entschuldigte sich noch dafür dass sie nicht sofort antworten könnte (es war ein Donnerstag) aber sie müsste erst alle anderen Erben (die zwei über 90jährigen Schwestern des Verstorbenen bzw. deren Kinder) anrufen aber einer davon wäre fischen in Nordschweden und der hätte da keinen Empfang. Sie versprach, sich am Montag zu melden, ob das zeitig genug war? Na klar doch… ich wartete seit Wochen auf einen Bescheid, da machten 4 Tage mehr nichts aus. Sie rief auch verlässlich am Montag zu Mittag an und erzählte dass niemand mehr etwas aus dem Haus haben wollte und wenn ich Zeit und Lust hätte, könnten wir uns im Haus treffen und alles diskutieren. Zwei Stunden später gingen wir durch das Haus, ich stellte noch ein paar Fragen und alles war klar… dachte ich zumindest. Wieder daheim, schrieb ich sofort eine Mail an den Makler und erzählte von dem Treffen und erwartete mir, dass ich nun ein Datum für die Übergabe bekam. Tja, falsch gedacht. Der Makler war auf Urlaub aber er würde seine Kollegen im Büro um Unterstützung in der Sache bitten. Nichts geschah! Meine Frustration verwandelte sich in Ärger. Ein neues Mail (bin ja ein verständnisvoller Mensch und rufe Menschen nicht im Urlaub an) und weitere Vertröstungen. Dann der Bescheid dass eine Assistentin nun Termine buchen würde und sie würde mich anrufen. Das tat sie auch und erzählte, dass der Nachlassverwalter wissen wollte, wie das denn nun mit den Erben sei, ob die noch was aus dem Haus haben wollten oder nicht.

Grrrrrr…. ich musste mich beherrschen, nicht unfreundlich zu werden aber die Assistentin konnte ja nichts dafür. Also erklärte ich ihr freundlich dass ich schon vor zwei Wochen eine Mail an den Makler geschickt hatte und ihm erzählt hatte, was bei dem Gespräch mit der Erbin herausgekommen war. Da sagte sie, wenn das so ist, würde sie nur noch schnell mit meiner Bank Rücksprache halten um sicherzustellen dass mit dem Kredit für das Haus alles geklappt hat (ich hatte die Papiere mit der Post geschickt weil ja meine Kundenbetreuerin „wieder“ auf Urlaub war). Ich dachte mir, die Assistentin würde sich sofort wieder melden aber das tat sie nicht. Auch nicht am nächsten Tag und nicht am Tag darauf. Ich kochte … und das nicht nur wegen der Hitzewelle in Schweden!

Am Dienstag rief ich dann wieder an und fragte die Assistentin was denn nun sei. Angeblich hatte sie „gerade“ mit der Bank geredet und die hatten irgendwie irgendwas verschlampt aber nun sei alles bereit. Sie würde versuchen, den Nachlassverwalter zu erreichen aber der hatte schon gesagt, dass er flexibel sei was einen Termin betraf. Irgendwie passierten bei dem Maklerbüro immer nur Sachen, gerade wenn ich anrief… irgendwie komisch, oder? Na jedenfalls war es natürlich so dass sie den Nachlassverwalter nicht mehr erreichte aber – welch ein Wunder – sie rief am Mittwoch an und wir vereinbarten die Übergabe am Donnerstag, um 13 Uhr. Ich konnte es nicht glaube, bis ich vor dem Makler stand. Ich war sogar super freundlich zu ihm obwohl ich ihm eigentlich am liebsten einen Tritt in den Allerwertesten verpassen wollte.

Naja, aber jetzt habe ich endlich den Schlüssel zu unserem neuen Zuhause! Ab Montag bin ich dass sogar schon offiziell hier angemeldet.

Eigentlich hatte ich ja geplant dass ich heute noch die Küchengeräte bestelle aber dann verbrachte ich so viel Zeit mit der Planung dass keine Zeit mehr blieb… bzw… ich wäre dann 10 Minuten vor Geschäftsschluss aufgetaucht aber das wollte ich dann auch nicht. Ich glaube, das Wohnzimmer wird wirklich schön… es ist natürlich alles viel beengter als in dem riesigen Haus in Hammarby aber ich glaube, meine Lösung ist schon gut…. hoffe es zumindest. 😉

Morgen ist dann also Großeinkauf angesagt… Farbe, Boden, Geräte, … und dann hoffe ich dass ich das kleine Schlafzimmer am Wochenende fertig bekomme. Maya ist bis Sonntag bei Herrli … und wisst ihr was? Ich bin schon soooo gespannt und freue mich schon auf ihre Reaktion wenn sie realisiert, dass das kleine Häuschen mit ganzen 3700 m2 Garten ihr gehört (und mir… ein kleiner Teil zumindest 😉 ). Ich weiß, dass sie das Haus hasst – und das tue ich auch.

Übrigens habe ich jetzt eine eigene Facebook Seite erstellt für Fotos und Berichte über das Leben in Schweden. Hier werden auch alle Beiträge von WordPress automatisch erscheinen (Facebook hat offensichtlich irgendwas geändert und nun kann man WordPress nur noch mit Seiten verbinden, aber nicht mehr mit Profilen), also klickt auf „Gefällt mir“ auf der Seite um WordPress Beiträge zu erhalten.

https://www.facebook.com/Leben-in-Schweden-2125627524392700/

Aber jetzt isses echt zeit, Schlafen zu gehen! Gute Nacht!

 

 

Veröffentlicht unter Järbo, Renovierung | Verschlagwortet mit , | 5 Kommentare

Die mit der Katze tanzt

Bei unseren spätabendlichen (um nicht zu sagen nächtlichen) Gassigängen haben wir nun schon einige Male eine schwarz-weiße Katze getroffen, die offensichtlich mit Hunden lebt da sie überhaupt keine Berührungsängste bei Maya zeigt. Wenn wir sie sehen (bisher drei Mal) kommt sie schnurstracks auf uns zu, schmiegt sich an meine und Mayas Beine und zieht weiter. Maya war dabei bisher immer so komplett verdutzt dass sie einfach nur starr dastand und völlig entgeistert guckte. So lange bis die Katze dann schon ein paar Meter weiter ist – dann will sie hinterher.

Gestern Abend, bzw. Mitternacht, waren wir wieder unterwegs. Gleich als wir um die Ecke bogen um die Straße lang zugehen, sah ich eine Sternschnuppe!!! Ich wusste gar nicht was ich mir wünschen sollte, also wünschte ich mir einfach dass Maya und ich uns im neuen Haus wohlfühlen werden.

Wir gingen wie üblich langsam die Straße entlang und Maya erledigte ihre Geschäfte als sie wie angewurzelt stehen blieb und geradeaus starrte… und dann sah ich es. Die Katze kam mal wieder langsam und gemächlich, doch geradewegs  auf uns zu. Es dauerte ein Weilchen bis sie da war … und was dann geschah, seht ihr im Video. Insgesamt dauerte die Begegnung eine Viertel Stunde aber ich habe die Szenen wo sich gar nichts tut weggeschnitten. Ich stand einfach nur grinsend da… bis Maya am Ende „ernsthaft“ versuchte bei der armen Katze aufzureiten. Da entschied ich, die Katze zu „erlösen“ und hielt Maya an der Leine zurück.

An alle Katzenfreunde: Ja, ich habe natürlich bemerkt dass die Katze sich von Maya bedrängt fühlte aber wenn sie gewollt hätte, hätte sie in alle Richtung „entkommen“ können. Sie (oder er) entschied sich aber, einfach weiterzugehen und auch wenn sie Maya teilweise als lästig empfand (ist zumindest mein Eindruck gewesen) ließ sie sich von ihr beschnüffeln und den Weg „versperren“. Ich mag diese Katze! 😉

Die Videoqualität ist nicht die beste aber es war mitten in der Nacht und nur die Straßenbeleuchtung gab Licht.

Veröffentlicht unter Maya | 1 Kommentar

Von einem Extrem ins andere

Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, wüten in Schweden wieder mal Waldbrände. Insgesamt steht derzeit eine Fläche von rund 20 000 Hektar in Flammen.

Heute Morgen konnte ich den Brandgeruch in der Wohnung riechen obwohl der größte Brand rund 130 km Luftlinie entfernt liegt. Erst dachte ich ja sogar, dass es nun in der Nähe auch irgendwo brennt und offensichtlich haben auch einige Leute einen Brand gemeldet aber es konnte kein Brandherd gefunden werden. Der Wind hat in der Nacht gedreht und somit kommt nun der Rauch vom Waldbrand zu uns. Obwohl also der Brand zig km entfernt ist, hat es schon ziemlich stark nach Rauch gerochen und es war auch ganz nebelig. Wie schlimm muss das dann näher am Brandherd sein?

Insgesamt brennt es aktuell an mehr als 40 Stellen über ganz Schweden verteilt, wobei die Brände verschieden groß sind. Der Brand der hier am nächsten ist (und am größten) startete am Samstag, soll bereits 8 500 Hektar Wald vernichtet haben und ist seit Tagen außer Kontrolle!!! Mehrere Dörfer wurden evakuiert und bisher wurden zum Glück noch keine Opfer (Todesfälle oder Verletzte) in den Medien erwähnt.

Seit ca. Anfang Juli ist es wegen der extremen Trockenheit verboten, Feuer zu machen (z.B. ist Grillen nur im eigenen Garten erlaubt). Leider gibt es immer wieder Idioten die sich nicht daran halten und an den unzähligen Grillplätzen ein Feuer machen. Wenn andere Leute dann auf das Verbot aufmerksam machen, werden sie ignoriert oder sogar beschimpft. Die Polizei ging mit einem dringenden, fast schon verzweifelten Facebook Posting an die Öffentlichkeit und berichtete über deren Erlebnisse und dass sie eigentlich wirklich anderes zu tun hätten, als zu Grillplätzen zu fahren, das Feuer zu löschen und den Leuten nochmals zu sagen, dass es derzeit verboten ist, zu Grillen.

Die extreme Trockenheit und der Mangel an Regen bereitet aber auch den Landwirten extreme Probleme. Schon im Vorjahr war die Heuernte sehr schlecht und heuer konnte erst einmal geerntet werden, weil einfach nichts wächst. Somit gibt es kaum mehr Futter für Kühe und Pferde. Pferdebesitzer kaufen Heu für den dreifachen Preis als normal und selbst dann ist es nicht sicher, dass sie damit über den Winter kommen. Kühe müssen notgeschlachtet werden, weil es kein Futter für sie gibt. Allerdings sind die Kapazitäten in den Schlachthäusern begrenzt und es gibt jetzt schon Wartelisten bis November! Nur reicht das Futter nicht bis November! Die Lage ist mehr als angespannt… in Südschweden sieht es noch schlimmer aus als bei uns hier in Mittelschweden. Es gibt jetzt Facebook Gruppen in denen Leute die größere Grundstücke besitzen, Bescheid geben und die Bauern kommen und mähen Wiesen/Felder damit Futter zusammenkommt. Aber auch das reicht nicht!

Bereits zum zweiten Mal heuer wurde auch die Bevölkerung aufgefordert, Wasser zu sparen und z.B. die Rasenflächen nicht zu bewässern. Der Grundwasserspiegel ist derzeit sehr niedrig, sodass man damit rechnen muss, dass der Wasserdruck bald sinkt und irgendwann kein Wasser aus dem Wasserhahn kommt.

Der Strompreis ist derzeit auch sehr hoch, weil ganz einfach nicht so viel Leistung produziert werden kann – wegen dem geringen Wasserstand. Und das wo wir vor drei Monaten noch Überschwemmungen im ganzen Land hatten weil die extremen Schneemassen so schnell geschmolzen sind.

Für schwedische Verhältnisse extrem sind auch die momentanen Temperaturen von bis zu 30 Grad (teilweise darüber) … und das seit mehreren Tagen. Bis auf wenige lokale Regenschauer hat es seit Anfang Mai kaum geregnet … und diese lokalen Schauer waren eher nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“ wie es so schön heißt. Im Normalfall kann man sich hier über insgesamt… naja vielleicht drei bis vier Wochen Sommerwetter freuen aber nun ist es also schon seit 10 Wochen sonnig und sehr warm. Es fühlt sich an als ob schon ewig Sommer wäre… einfach, weil es sonst nie so lange zusammenhängend so schön ist. Und es ist kein Ende in Sicht, leider auch kein Regen.

Und wir reden hier nicht von Südeuropa, sondern von Schweden, nicht mal 1000 km vom nördlichen Polarkreis!

 

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Schweden | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar

Das ist Jädraås

Wie versprochen, kommt heute ein kleiner Beitrag über das Dorf Jädraås.

Jädraås liegt ca. 220 km nördlich von Stockholm, und ca. 35 km von Sandviken, und gehört bereits zur Kommune Ockelbo. Erst im Jahr 2015 hat Jädraås seinen Status als „Tätort“ (zu deutsch ungefähr „Ortschaft“) verloren und wurde zu einem „Småort“ (laut Wikipedia „Kleinort“) degradiert da die Einwohnerzahl unter 200 gefallen ist.

In Jädraås gibt es eine Grundschule, eine kleine Tankstelle mit Kiosk, ein Lederfachgeschäft, eine alte Schmiede, eine alte Eisenhütte, ein stattliches Herrenhaus in dem man wohnen und essen kann, einen Badplatz und ein Eisenbahnmuseum. Es ist ruhig, es ist friedlich und viele würden sagen es ist langweilig. 😉

Für Leute die gerne in der Natur sind, ist Jädraås ein Paradies. Es gibt wie schon erwähnt einen Badeplatz im Dorf, es gibt Wanderwege und zig Pfade durch den Wald, es gibt immer wieder kleine Tümpel und Seen in denen man für kleines Geld Fischen kann oder einfach nur Boot fahren. Im Winter kann man Langlaufen, Schneeskoter fahren oder am 10 km entfernten Kungsberget Schifahren.

Im Sommer kann man am Wochenende mit der alten Dampfeisenbahn einen Ausflug machen. Und wer weiß… vielleicht begegnet man im Wald sogar Bären, Wölfen oder Elchen.

Am 7. Mai machte ich mit Maya einen ersten Ausflug nach Jädraås wo wir uns die alte Eisenhütte anguckten und das ganze mit einem ersten Bad am Badstrand beendeten … brrr… da lag noch Schnee!

Zwei Tage später guckten wir uns die Schmiede an und entdeckten dabei auch gleich einen schönen Rundweg, perfekt für eine Abendrunde.

Natürlich wurde auch dieser Abendspaziergang (wie fast jeder seither) mit einem Besuch am Badeplatz beendet. 😉

Am Tag dazwischen, entdeckten wir eine kleine Runde durch den Wald auf der anderen Seite der Hauptstraße. Allerdings gingen wir da ein paar Tage nicht weil wir unterwegs auf ein Schneefeld stießen obwohl es da schon recht warm war. Kurzentschlossen marschierten wir einfach durch und meine Jeans war dann bis zu den Waden nass… hatte irgendwie nicht erwartet dass der Schnee da noch soooo tief war. 😉

Hier ein paar erste Bilder vom Badeplatz, den Maya wie zu erwarten einfach super findet. Der Badeplatz liegt gerade mal 100 Meter von uns entfernt und es fällt einem schwer Mayas Wunsch nicht zu entsprechen und nicht einen Sprung dahin zu machen. 🙂

Der See ist total still…

Auch wenn Maya das Wasserstehen liebt, freut sich sich auch darüber dass es hier auch was zum Buddeln gibt.

Als es mal kühler war, gingen wir eine größere Runde an der Eisenhütte und am Sportplatz vorbei, in den Wald, über eine Brücke, wieder durch Wald und schlussendlich zur Straße zu unserem Haus zurück. Ein Besuch am Badestrand war natürlich der krönende Abschluss. 😉

Blick von der kleinen Holzbrücke

Da Jädraås ein kleines Dorf ist, fällt man als „Neuling“ natürlich auf. Und so kam es wie es kommen musste. Als ich mit Maya eines Abends spazieren ging, bemerkte sie eine Gruppe von Leuten in einem Garten auf der anderen Straßenseite. Neugierig wie sie ist, zog sie zu den Leuten hin denn die schauten uns ja auch an. Wir fingen zu quatschen an bzw. war die Eingangsfrage: „Jetzt hab ich euch schon ein paar Mal gesehen, aber ich habe keine Ahnung wo ihr wohnt!“ Also erzählte ich wo wir wohnten und wie wir in Jädraås gelandet sind während Maya wie üblich von einem zum anderen ging um sich streicheln zu lassen. Weil sie sich so offensichtlich wohl fühlte und ich ihr halt auch schon viel zu lange quatschte, legte sie sich erst normal hin und rollte sich dann auf den Rücken um sich vom ältesten in der Runde am Bauch kraulen zu lassen.

ich fragte die Leute ob es in Ordnung sei, dass Maya am Badeplatz badet denn an den meisten öffentlichen Badestränden ist dies nicht gestattet. Ich habe zwar kein entsprechendes Verbotsschild gesehen aber fragen schadet ja nicht. Da bekam ich den Tipp, mal nach Valkalampi zu wandern. Das wäre eine Runde von 5-6 km und da gäbe es einen schönen Strand und da wären nie irgendwelche Leute. Super dachte ich mir, und machte das gleich am darauffolgenden Samstag der auch recht bewölkt und somit nicht so heiß war.

Wir marschierten erst auf einer Straße und bogen dann auf einen markierten Pfad in den Wald ein. Wir hätten auch auf der Straße weitergehen können aber Wald finde ich schöner … wobei gerade an diesem Tag die Mücken sehr lästig waren.

Als wir ans Ziel kamen fragte ich mich, ob mich der Tippgeber verarschen wollte, denn es waren massenweise Wohnwagen da und es stellte sich heraus dass Valkalampi ein Campingplatz ist. Entgegen der allgemeinen Ansicht sind die Schweden gar nicht so mundfaul wie oft behauptet und so wurde ich gleich von einer Frau angequatscht. Sie erzählte mir dann dass an diesem Tag ein Treffen von 11 Equipagen stattfand. Sie trafen sich jedes Jahr am gleichen Wochenende hier um zu fischen. Sie erzählte weiters dass es eigentlich einen Pfad mit teilweise Holzplanken rund um den See gäbe, aber ein Teil der Holzplanken stünde unter Wasser und so könnte man nicht den ganzen Rundweg gehen wenn man sich nicht nasse Füsse holen wollte.

Dazu muss ich erklären dass es wegen der heurigen Schneemassen und der dann für Mai außergewöhnlich hohen Temperaturen zu Hochwasser gekommen ist; teilweise war das echt extrem. Deswegen gibt es heuer auch extrem viele Mücken, und die schon im Mai! Momentan ist es besonders schlimm mit den Kriebelmücken (ich kenne das Wort gar nicht, hoffe ihr könnt was damit anfangen; die Übersetzung ist von Wikipedia 😉 … man kann kaum draußen sein abends. Gegen die helfen auch keine Mückenmittel.

Na jedenfalls fand Maya Valkalampi toll und auch der Heimweg war recht schön. Allerdings verzogen sich dann die Wolken und die Sonne kam raus und der Weg ging hauptsächlich in der prallen Sonne und am Ende dann leider entlang der Hauptstraße.

Aber hier nun ein paar Bilder von Valkalampi und der Wanderung retour.

Hier ein Bild von Valkalampi bei strahlend blauem Himmel, eine Woche später aufgenommen. Leider bekam Maya das Wasser nicht. Nach dem ersten Besuch da, hatte sie Durchfall und spie am nächsten Tag. Beim zweiten Besuch hatte sie total schleimigen Durchfall… hatte schon Angst sie hat sich Würmer eingefangen aber am Abend des nächsten Tages war alles wieder normal. Aber ich befürchte, da werden wir nicht mehr hinfahren. Maya vom Wasser trinken abhalten ist unmöglich.

Als wir an diesem Tag heimkamen, erwartete uns eine Überraschung. Die alte Dampflok hatte ihre erste inoffizielle Fahrt der Saison. Jetzt bin ich ja nicht unbedingt ein großer Eisenbahnfan aber so eine tütende Dampflok die nur ein paar Meter von deiner Wohnung vorbeifährt hat schon was. Zum Glück macht sie das nur ein paar Mal untertags an den Wochenenden im Sommer 😉   Aber das wusste ich ja, als ich den Mietvertrag unterschrieb und das stört mich ja nicht. Im Gegenteil, ich glaube das wird lustig. Ich hoffe, ich kann dann auch noch bessere Fotos machen… die waren ja nur schnell geschossen weil ich ja nicht wusste dass der Zug fahren würde. Beim nächsten Mal bin ich besser vorbereitet 😉

Und damit kommen wir zu der nächsten Abendrunde, die nämlich entlang der Geleise am Eisenbahnmuseum vorbei geht, durch ein kleines Waldstück und dann entweder an der Schmiede oder der Eisenhütte vorbei zurück zum Badeplatz führt… hatte ich schon erwähnt, dass wir nur ganz selten nicht abends zum Badeplatz gehen? 😉

Und last but not least gibt es jetzt massenweise Fotos vom Badeplatz

 

Veröffentlicht unter Maya, Schweden | Verschlagwortet mit , | 3 Kommentare

Hej aus Jädraås

Lang, lang ist’s her!

Ich dachte mir, heute muss ich die Gelegenheit nutzen und mich mal wieder hier melden, nicht dass ihr glaubt nur weil wir übersiedelt sind, gibt es uns nicht mehr. Maya ist dieses Wochenende bei Herrli und somit hab ich mal Zeit, hier zu schreiben.

Ende April/Anfang Mai waren geprägt von packen, packen, packen, Übersiedlungskartons, Autofahrten, Ärger, Übersiedlungskartons, Stress, Schlaflosigkeit, Ärger, packen, packen, Kisten schleppen, Muskelkater und putzen, putzen und Ärger.

Ich erspare euch Einzelheiten aber die Übersiedlung und alles rundherum lief nicht wie geplant sondern zog sich dahin (teils weil ich Zeitoptimist bin aber auch weil man sich nicht auf andere verlassen kann bzw. viele kleine Zwischenfälle passierten) und kostete viel mehr Zeit als geplant.

Ein Highlight allerdings war ein Flohmarkt den ich ganz spontan veranstaltete um ein paar Sachen los zu werden die zu schade zum Wegwerfen sind aber auch wieder zu alt und unbrauchbar in einer Wohnung sind. Private Flohmärkte sind in Schweden keine Seltenheit also dachte ich mir, was andere können, kann ich auch. Zufällig ergab es sich dass ich Hilfe von der 17jährigen Fanny aus dem Nachbarort bekam, die einen Chihuahua namens Pelle hat. Fanny räumte die Scheune und den Vorratskeller aus und sortierte alles, reinigte Boden und Wände und nach Rücksprache mit mir, räumte sie das was von den Hauskäufern übernommen worden ist, wieder ein. Der Rest blieb am Rasen liegen und wurde am Flohmarkt verkauft wobei ich mit 1. Mai Preisen und Mengenrabatten nur so um mich warf. 😉   Ich wollte ja nicht groß Geld damit verdienen sondern das Zeug nur los werden. Das ganze veranstaltete ich an zwei Wochenenden jeweils von 10 – 12 Uhr. Erstaunlicherweise war am ersten Tag als es in Strömen regnete am meisten los. Am letzten Tag kamen dann noch Nachbarn und Hundekumpels von Maya die „anstandshalber“ auch noch was kauften. 😉

Ich hatte eine Riesengaudi am Flohmarkt. Ich hätte mir nie gedachte, dass das so viel Spaß machen würde. Man traf viele Leute von denen einige interessanter waren als andre. So zum Beispiel eine Familie aus Ecuador die seit erst 1 1/2 Jahren in Schweden lebten und dafür schon richtig gut Schwedisch konnten. Vor allem die zwei Mädchen klangen als ob sie schon ewig hier sind.

Maya fand den Flohmarkt auch einfach super! Da kamen sooo viele Leute und alle erzählten ihr, wie lieb sie nicht sei und streichelten sie. Ich dachte, die vielen Fremden würden sie nervös machen aber genau das Gegenteil war der Fall, sie fand das echt toll! Einmal kam jemand als Maya noch drinnen war, allerdings war die Tür vom Garten zum Haus offen. Und ich fragte die Frau ob sie eh keine Angst vor Hunden hätte, denn es könnte jeden Moment ein großer Hund aus der Tür kommen. Die Frau sagte, ja also eigentlich hätte sie schon große Angst und ich versicherte ihr, dass ich Maya einfach so lange im Haus lassen würde, bis sie wieder weg war. Tja, denkste… kaum fertig gesprochen, kam auch schon Maya angetrabt, drehte der Frau ihr Hinterteil zu und wollte gestreichelt werden. Ich bat um Entschuldigung und was sagt die Frau: „Na, aber vor so einem lieben Hund habe ich keine Angst!“ 🙂

Chihuahua Pelle hatte anfangs Angst vor Maya aber Maya war echt super. Sie kam ihm nie zu nahe sondern akzeptierte dass er gehörigen Respekt vor ihr hatte. Als sie ihn anfangs anguckte, bellte er (Fusshupe eben 😉 ) aber man konnte deutlich sehen, dass er ja doch interessiert war und versuchte jede Gelegenheit zu nutzen, an ihrem Hinterteil zu schnuppern. Wenn sie sich dann allerdings nur nach ihm umdrehte, machte er schon einen riesigen Satz und keifte wieder. ABER… am zweiten Tag war das Eis schon fast gebrochen und Pelle nahm all seinen Mut zusammen und versuchte, mit Maya zu spielen… das sah dann so aus.

Und auch wenn er sich nicht zu ihr auf die Decke wagte, dass die zwei so nahe beieinander so ruhig und entspannt seien würden, hätten weder Fanny noch ich jemals gedacht.

Die meisten Möbel habe ich via verschiedene Facebook Gruppen verkauft und ich kann euch sagen, da erlebt man auch einiges! Von Leuten die sich erwarten dass man bei einem Verkaufspreis von nur 50 Euro auch noch Waren nach Stockholm liefert oder Preisnachlass verlangen weil man vom 40 km entfernten Gävle fahren muss um die Möbel abzuholen bis zu unverschämten Preisvorschlägen und bis zu richtig netten Leuten ist alles dabei… sogar Leute die mit einer Alkoholfahne kommen dass einem fast schon übel wird.

Am 2. Mai kam die Übersiedlungsfirma und nahm die restlichen Möbel und Übersiedlungskartons mit um sie bis auf Abruf zu lagern. Das waren freundliche, starke Jungs die ganz begeistert von meinen idiotensicheren Beschreibungen waren. Da ich ja arbeiten musste, habe ich an alle Türen Zettel gehängt mit einer Liste was in diesem Raum mitzunehmen ist und was bleibt und dann an die jeweiligen Möbel auch noch Zettel geklebt. Künstlerisch besonders wertvoll war meine Zeichnung vom Esszimmer wo ich Kartons und Kleinmöbel in verschiedenen Ecken gelagert hatte und diese grafisch (gekritzelt) gekennzeichnet hatte. Wir haben ordentlich darüber gelacht.

Als wir dann am Abend heimkamen war das Haus schon recht leer. Das Bett hatte die Übersiedlungsfirma mitgenommen also machte ich es mir mit zwei dünnen Matratzen am Boden bequem. Ich dachte eigentlich, dass ich fürchterliche Kreuzschmerzen bekommen würde, aber ich habe richtig gut  so am Boden geschlafen… sieht aber auch heimelig aus, oder? 😉

Und das war dann der erste Anblick am Morgen. 😉

Seit einigen Wochen wohnen wir nun in einer Mietwohnung in einem kleinen Dorf namens Jädraås. Maya findet  das Wohnen in einer Wohnung ohne eigenen Garten im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen. Sie hat in der ersten Woche einige Male gekotzt und ich bin sicher, dass es nervlich bedingt war. Sie tut als ob sie tough ist, aber eigentlich ist sie manchmal schon unsicher. Sie folgt mir auf Schritt und Tritt und war noch nie so brav und folgsam wie jetzt.

Mehr über Jädraås und die superschöne Gegend hier, gibt es demnächst hier zu lesen.

 

Veröffentlicht unter Dies und Das | Verschlagwortet mit , | 6 Kommentare

Die Badstrandsaison ist eröffnet!

Heute war ich mit Maya am Badestrand. An beiden sogar. Erst waren wir an unserem „Privatstrand“ wobei wir am Weg dahin Max trafen. Max ist ein Schipperke der mit seinen Besitzern in der Nähe „unseres“ Privatstrandes wohnt. Wenn ich Max und seine Besitzer, die übrigens jenseits der 80 Jahre sind, treffe, muss ich immer an die Kopftuchdebatte denken, die gerade in Österreich heiß diskutiert wird. Die Besitzerin von Max trägt nämlich niemals Hosen sondern nur Rock und Mantel und trägt stets ein Kopftuch. 😉

Jedenfalls war Max ohne Leine unterwegs und weil er trotz des Größenunterschiedes ein klein wenig in Maya verknallt ist, hörte er genau gar nicht auf sein Frauchen sondern kam erfreut zu uns und tänzelte um Maya herum die ihn zum Spielen aufforderte. Doch Max war mehr an Mayas Hinterteil interessiert und sie erlaubte ihm sogar, daran zu riechen. 😉

Ich dachte mir, wenn ich mit Maya weitergehe, würde Max schon zu seinem Frauchen gehen die ihn erfolglos (und eigentlich auch ohne rechtes Engagement) zu sich rief. Aber Max kam uns einfach hinterher. Dann allerdings markierte Maya an einem Baumstumpf und das fand Max so interessant, dass er wohl immer noch daran riechen würde, wenn ihn nicht sein Frauchen seufzend hochgehoben und nach Haus getragen hätte. 😉

Als Maya entdeckte, dass zumindest ein kleiner Teil des Strandes nicht mehr mit Eis bedeckt war, war sie überglücklich. Endlich wieder Wasserstehen! Dass ein Meter daneben die Eisschollen im Wasser trieben war ihr egal aber ich fragte mich schon wie kalt das Wasser eigentlich war.

Durch die extremen Schneemassen heuer und die Tatsache dass es in der letzten Woche tagsüber immer um die 15 Grad hatte, gibt es bei uns gerade eine Hochwasserwarnung. Schnee und Eis tauen jetzt so schnell dass das Wasser nicht abrinnen kann und es zu Überschwemmungen kommt. Und das sah ich auch an unserem Privatstrand. Wo es ansonsten noch rund 30 cm vom  Bootssteg ins Wasser waren, war jetzt gar kein Luftraum mehr dazwischen. Maya war das egal… Hauptsache im Wasser stehen und als Frauchen dann etwas weiter weg ging um ein Stöckchen zu suchen, war Maya nicht zu halten. 😉

Danach gingen wir weiter zum offiziellen Badestrand aber der stand richtig unter Wasser.

Das hatte ich in den 8 Jahren in Hammarby noch nie gesehen. Und dabei liegt ja noch so viel Eis am See!!!

Maya war auch das egal… sie buddelte was das Zeug hielt und nachdem sie eh schon vom anderen Badeplatz saudreckig war, durfte sie sich auch weiter „einsauen“… meine Schuhe sahen zugegebenermaßen auch nicht besser aus. 😉

Wir gingen dann noch ein Stück weiter auf der Straße aber Maya war von der Buddelei und der Herumtollerei am Strand schon etwas fertig und so gingen wir wieder zurück. Natürlich konnten wir nicht einfach am Strand vorbei gehen ohne nochmals dahin abzubiegen also durfte Maya nochmals Wasserstehen, diesmal an einer Stelle die üblicherweise von Schilf überwuchert ist.

 

Beim nächsten Spaziergang gingen wir ein Stückchen in den Wald weil ich sehen wollte, wie die Schneeschmelze dort aussieht. Da gibt es nämlich üblicherweise ein kleines Rinnsal das gegen Ende des Sommers total austrocknet aber bei Schneeschmelze eben ein Rinnsal vom Schmelzwasser. Doch heuer ist es etwas mehr als ein Rinnsal… schon eher ein kleiner Bach der stellenweise schon über die Ufer getreten ist!

 

Witzig war auch, dass wir am Weg zum „Rinnsal“ zwei Rehe aufschreckten die gleich neben dem Weg standen. Ich weiß nicht so recht, wer sich mehr erschrak als wir einander sahen. Und Maya… die ist einfach unglaublich wenn wir Rehe sehen… sie reagiert nicht mehr als dass sie die Rehe anschaut. Die gingen sicherheitshalber  ein paar Meter weiter in den Wald hinein aber als wir vorbei gingen, liefen sie nicht in Panik davon oder so. Und Maya… die interessierte sich überhaupt nicht für die Rehe sondern marschierte schnurstracks zu ihrem Ziel – dem Wasser!

Von dieser Begegnung habe ich leider keine Bilder weil ich eben so perplex war aber gestern Abend trafen wir auch zwei Rehe die gleich neben dem Weg standen. Selbst da stand Maya nur und wartete mehr oder weniger drauf, dass ich weiterging aber weil gerade so viele Autos kamen wollte ich warten, bis ich kein Motorengeräusch mehr hörte. Ich könnte mir nie verzeihen wenn ein Reh nieder gefahren wird, weil es wegen mir auf die Straße läuft.

Es ist mit Maya 1000 mal stressfreier ein Reh oder einen Hasen auf der Straße oder am Wegrand zu sehen als eine Katze oder einen Hund (die paar die sie nicht mag).

Vorgestern gingen wir überhaupt knapp 7 Meter von einem Reh vorbei dass im Garten des Nachbarn stand und Maya bekam nicht mal mit dass da ein Reh stand. Da mache ich mir dann wiederum Sorgen um Maya; allerdings kam der Wind von vorne… 😉

 

In den letzten Tagen hat Maya leider wieder etwas gehumpelt und es sah aus als ob sie Probleme an der linken Schulter hatte (wo sie ja Arthrose hat). Ich habe ihr nun in den letzten Tagen zu den Mahlzeiten je eine Viertel Previcox Tablette gegeben (die hatten wir damals vom Tierarzt bekommen aber bei der vom TA angegebenen Dosis von 1 – 1,5 Tabeletten am Tag erbrach Maya) und das scheint zu funktionieren denn nun geht sie wieder normal. Und wie man am Video sieht, scheint sie auch kein Schmerzen zu haben.

Ich schätze wohl, damit werden wir jetzt einfach leben müssen. Arthrose ist ja nicht heilbar und „schlechte“ Tage wird es wohl immer wieder geben.

Maya und ich werden in der nächsten Woche in eine Wohnung übersiedeln und ich hoffe, wir finden da dann eine Hundesitterin die mit Maya etwas mehr Bewegung macht. Ich befürchte ja, dass Maya bei Lena, der Hundesitterin die wir bisher hatten, genau diese Bewegung nicht erhält. Nur leider ist es nicht einfach eine Hundesitterin für einen Hund zu finden, der 1. schon 8 Jahre alt ist und sich 2. nicht mit allen Hunden verträgt und 3. bei Hundebegegnungen „ausfällig“ werden kann.

Maya hat ja in der letzten Zeit recht oft „auswärts“ übernachtet, teilweise bei ihrem Herrchen aber auch bei Lena, der Hundesitterin, weil ich leider öfters auf Dienstreisen war, so auch von Sonntag bis Mittwoch. Am Donnerstag und Freitag wollte sie gar nicht zu Lena ist Haus rein. Maya ist momentan total anhänglich. Sie weiß ganz genau dass irgendwas geschieht nur versteht sie eben nicht was los ist. Und dann darf sie auch nicht bei mir sein sondern muss anderswo schlafen. Die arme Maus.

Der nächste Beitrag kommt dann wohl schon aus der neuen Wohnung und von unseren Spaziergängen in unserem neuen Wohnort, Jädraås. 😉

Veröffentlicht unter Gästrike-Hammarby, Maya | 2 Kommentare

Damals und Heute

Melde mich hiermit kurz um zu berichten dass mit Maya und Frauli alles ok ist.

ENDLICH scheint mal die Sonne (nachdem es vorgestern wieder mal ca. 5 cm geschneit hat aber das ist zum Glück schon wieder geschmolzen) und nächste Woche soll es sogar unglaubliche 19° C (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) bekommen. Aber das glaube ich erst, wenn ich es sehe.

Wie auch immer, trotz der momentanen Plusgrade geht die Schneeschmelze recht zögerlich voran, aber auch kein Wunder bei den Massen die wir heuer bekamen. Zur Veranschaulichung habe ich ein Foto vom 9. April 2017 rausgesucht … ein kleiner Unterschied zu heuer!

9. April 2017:

10. April 2018:

Das sind immer noch ungefähr 40 cm Schnee!

Glücklicherweise tauchte Mayas grüner Quietschball schon auf … ich hatte schon damit gerechnet dass der noch unter Schnee begraben und unauffindbar ist, wenn ich am 14. Mai die Schlüssel fürs Haus an die Hauskäufer abgebe.

Ende März hatte es nach ein paar Tagen mit Plusgraden wieder gefroren und ich habe von Der Terrasse auf der Rückseite des Hauses ein paar Eisblöcke abgebrochen und in den Schnee geworfen. Dabei bemerkte ich aber dass die Eisblöcke nicht im Schnee einsanken sondern drauf weiter schlitterten. Also stieg ich testweise mal hinauf und siehe da, die damals noch ca. 70 cm Schnee waren hart och gefroren. Maya schaute erst ganz erstaunt als ich da so hoch oben stand, aber dann sprang sie auch hinauf und flitzte über das Eis/Schnee… sie konnte ja in den letzten Monaten nur den „Gang“ benutzen den ich durch den Garten, von Gartentor zu Gartentor, geschaufelt hatte. Hätte nie gedacht, dass sie so ausflippen würde. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß da oben. Ich hoffe nur, dass uns keiner der Nachbarn beobachtete! 😀

 

 

 

Veröffentlicht unter Dies und Das, Gästrike-Hammarby, Maya | 2 Kommentare

And the winner is….

…. Meine Wenigkeit!

Was ich gewonnen habe? Ganz viel Ehre und Bewunderung, hihi.

Ach so… worum es hier eigentlich geht?

Tjaaaaa, also das ist so….

Irgendwann vor Weihnachten saßen wir in der Arbeit bei einem Tässchen Kaffee (nennt sich dann „Fika“) und da entstand die Idee, dass wir nach den Weihnachtsfeiertagen einen Wettbewerb starten, wer am meisten abnimmt. Dieser Wettbewerb bekam den Namen „Avfettning“ (Entfettung auf deutsch; das ist wenn man das Auto vor dem eigentlich Waschen mit einem Mittel einsprüht, damit die hartnäckigen Ablagerungen weggehen).

Am 5. Jänner war der offizielle Startschuss unseres Wettbewerbs (ich hab schon am 2. Jänner begonnen weil ich den anderen einen Chance lassen wollte. D.h. ich verlor in den ersten Tagen schon fast 2 Kilo aber das gültige Startgewicht war das vom 5.1. 😉  ). An diesem Tag sollten wir uns alle wiegen und das Gewicht aufschreiben. Da allerdings nur der prozentuelle Gewichtsverlust vom Ausgangsgewicht gezählt wurde, brauchten wir das Startgewicht nur notieren, aber nicht einsenden. Und dann wurde jeden Freitag Morgen gewogen und der prozentuelle Gewichtsverlust vom Startgewicht an unseren Kollegen Marcus gesendet.

Marcus erstellte dann eine Liste mit Namen und jeweiligem Gewichtsverlust in % und schickte das mit einem lustigen Kommentar an alle Teilnehmer.

Das witzige war, dass eine der Kolleginnen, Lena, am Startfreitag eine auf den ersten Blick etwas rätselhafte Antwort schrieb. Sie schrieb nämlich dass sie sich uns nicht anschließen würde, sondern im Gegenteil sie würde bis zum Sommer versuchen, Gewicht zuzulegen. Ich musste das Mail drei mal lesen, bis ich endlich kapierte dass sie uns gerade mitteilte, dass sie mit ihrem zweiten Kind schwanger war. 😉

Ich nehme mal an dass wir alle zu Weihnachten ganz schön „reinhauten“ und so purzelten die Kilos recht flott in den ersten Wochen. Zu der Zeit lag ich im Mittelfeld und war schon etwas enttäuscht denn ich war davon überzeugt, dass meine Methode mit LCHF (Low Carb High Fat)  die beste und effektivste war. Ich hatte Ende 2015 schon schön mit LCHF abgenommen aber ließ mich dann doch immer wieder von Kurts Naschereien verführen. Diesmal war das kein Problem, denn wenn ich nichts daheim habe, gibt es nichts was mich verführen kann. Somit hatte ich 1-2 Woche wo ich hin und wieder mal Appetit auf Schokolade hatte aber nie so viel dass ich mich beim Einkaufen nicht beherrschen konnte. Schlimmer war es … auch wenn es peinlich ist das hier zu berichten… was den Alkohol anging. Da dauerte es ein ganzes Monat bis der Appetit auf ein Glas Wein zum Fernsehen verschwand. Bei LCHF darf man zwar Alkohol trinken (mit wenig KH, ein Glas Wein ist kein Problem) aber ich habe bemerkt dass es mir dann schwerer fällt, nicht dabei zu essen und es ist ganz einfach so, dass Alkohol die Fettverbrennung bremst weil der Alkohol zuerst abgebaut wird. Irgendwann dazwischen dachte ich mir ein paar Mal „aber dieses Wochenende gönnst du dir ein Glas Wein“… aber ich hab dann nie welchen gekauft. Ungefähr gegen Mitte des Wettbewerbes war ich nämlich an die Spitze der List geklettert und dann wollte ich gewinnen…. und das wollte ich nicht mit Alkohol boykottieren. Ich bin zwar eigentlich kein Mensch der immer der Erste sein muss (dazu bin ich nirgendwo gut genug) aber diesmal wollte ich meinen Kollegen zeigen, dass LCHF nichts schlechtes ist. Die drei meiner Kollegen (ich sage jetzt mal Kollege zu allen obwohl einer davon der Chef meines Chefs ist aber in Schweden ist das nicht so streng) die es mit wenig Fett und viel Sport versuchten, scheiterten kläglich (bis auf eine). Was Marcus machte, weiß ich gar nicht so genau ich glaube aber, er aß einfach weniger und dann war da Jonas, mit dem ich das Büro teile (er ist aber viel auf Reisen und max. einen Tag in der Woche im Büro). Seine Taktik war auch LCHF und er wurde mein schärfster Konkurrent. Im letzten Monat waren wir so weit vor allen anderen dass es klar war, dass das Match zwischen uns entschieden werden würde. Bei mir war es so, dass mein Wochenresultat recht schwankend war, d.h die Richtung stimmte aber dazwischen nahm ich immer wieder ein paar Hundert Gramm zu und dafür die Woche drauf gleich 1,5 kg weniger. Nehme mal an bei Frauen liegt das an den Hormonen.

In der letzten Woche lag er ein paar hundertstel Prozent vor mir und ich dachte eigentlich dass ich verlieren würde. Durch den ganzen Hausverkaufsstress schlief ich sehr schlecht in den letzten Tagen und die Waage wollte und wollte nicht die richtige Ziffer vor der Kommastelle anzeigen. Während des Wettbewerbes habe ich mich meisten 2 mal in der Woche gewogen aber in der letzte Woche echt jeden Tag weil ich gewinnen wollte… aber ich wurde jedes Mal enttäuscht denn ich hatte mehr als bei der letzten Wiegung.

In den letzten Wochen lief es so gut für mich dass ich für mich persönlich sogar hoffte, dass ich die -10% Marke erreichen würde, aber leider ging sich das nicht aus. Am Gründonnerstag (Karfreitag ist Feiertag in Schweden) zeigte die Waage am Morgen dann doch überraschende -9,71% an (wenn ich vom 2.1. rechne sogar -12,13%!!!) und das machte mich zum Sieger! Und das beste, ich habe in den drei Monaten 6% Körperfett verloren und 3% Muskeln aufgebaut – ganz ohne Sport! Einer der vielen Vorteile von LCHF.

Wir haben uns nie über den Gewinn unterhalten also wird es wohl bei „Ruhm und Ehre“ bleiben, aber das reicht mir auch.

Allerdings bringt so viel Gewichtsverlust auch ein paar Probleme mit sich… Hosen die mir ständig zu eng waren, sind mir jetzt zu weit und so ist es mit vielen Kleidungsstücken. Ich trage jetzt 1-2 Kleidergrößen kleiner als Anfang des Jahres. Mein Ziel sind weitere 5-7% in den nächsten drei Monaten und dann werde ich mal auf Shoppingtour gehen. Blöderweise macht es mir eigentlich keinen Spaß Kleidung einzukaufen aber vielleicht lag das bisher ja auch daran dass mir nie was passte wegen meines „Schwimmreifens“. Wer weiß, wenn ich rank und schlank bin, macht mir dann ja vielleicht auch Gewand einkaufen Spaß.

Mal schauen wann ich mein Ziel erreiche. Ich habe als ich 30 war (lang, lang ist’s her) auch schon mal 10 kg in 4 Monaten verloren, damals mit wenig Fett und wenig Kohlenhydrate und mit 3 mal pro Woche Sport (und war ständig hungrig was ich bei LCHF überhaupt nicht bin)… das bescherte mir damals kurzfristigen Gewichtsverlust (bis ich das erste Mal Schokolade aß und mich ab dann nicht mehr beherrschen konnte) und Gallensteine sowie wegen der schlechten Hygiene in dem Studio damals eine Blasenentzündung, meine erste richtige Grippe mit 40° Fieber und einen Ausschlag. Damals hatte ich dann 56,6 kg bei 1,64 m… was eigentlich Idealgewicht ist, aber da standen mir echt schon die Beckenknochen raus was mir gar nicht gefiel und die Leute fragten mich ob ich magersüchtig bin. Also, so viel brauch ich nicht abzunehmen, schauen wir ganz einfach mal womit ich mich wohl fühle.

Jetzt habe ich das Gewicht dass ich damals bei der Hochzeit vor 10 Jahren hatte. Wenn ich das Gewicht erreiche welches ich damals hatte, als ich nach Schweden kam, bin ich zufrieden.

Falls ihr euch jetzt für LCHF interessiert, kann ich euch dietdoctor.com (englisch) und lchf.de empfehlen. Ich verstehe alle, die skeptisch sind … das war ich auch als in Schweden die ersten Berichte zu LCHF aufkamen. Als ich dann aber schon alles versucht hatte und nichts half, las ich das erste Kapitel zu Dr. Andreas Eenfeldts Buch „Köstliche Revolution“ das es hier in Schweden kostenlos zum download gibt.

Laut Bewertungen bei Amazon soll das Buch aber sauschlecht übersetzt worden sein und ich selbst kann zur deutschen Übersetzung nichts sagen weil ich es nur auf Schwedisch kenne. Aber wenn man halbwegs Englisch kann, gibt es massenweise Information auf dietdoctor.com.

Allen die im Zweifel sind kann ich nur empfehlen, LCHF mal ein paar Wochen auszuprobieren (davon stirbt man nicht!) und dann selbst zu entscheiden. Mir ging es jedenfalls schon lange nicht mehr so gut.

So, aber jetzt genieße ich das erste Glas Weißwein nach drei Monaten. 😉

Veröffentlicht unter Dies und Das | Verschlagwortet mit , | 1 Kommentar

Zum Ersten, zum Zweiten uuuund…. zum Dritten. Verkauft!

Ja, bald sind die Zeiten als Hausbesitzer für mich vorbei… vorübergehend zumindest.

Hausverkauf in Schweden geht ein wenig anders als in Österreich… und in Deutschland vermutlich auch. Hier werden Häuser meistens an den Höchstbietenden verkauft und zwar zum Großteil über Makler. Die sind aber auch nicht soooo verrucht wie in Österreich. Natürlich gibt es auch ein paar schwarze Schäfchen aber die meisten Makler sind seriös.

Jedenfalls war damals im Herbst ein Makler einer der größten schwedischen Maklerfirmen hier, schaute sich das Haus an, erklärte wie alles vor sich geht und wir schrieben einen Vertrag. Ein paar Wochen später war ein Profifotograf da, der Fotos machte und dann wurde das Haus inkl. Beschreibung als „kommender Verkauf“ auf diversen Websiten publiziert. Nach Weihnachten hatte der Makler dann 7 Spekulanten die ihm kontaktiert und Interesse angemeldet hatten. 7 Spekulanten…. ich wurde nervös denn ich rechnete mir aus, dass selbst wenn die Hälfte davon nach einer persönlichen Besichtigung kein Interesse mehr hatten, wären immer noch 3,5 übrig. Also suchte ich intensiv nach einer Mietwohnung oder einem kleinen Haus zur Miete. Das war nicht ganz so einfach aber nun habe ich ab Anfang April eine ca. 70 m2 große Wohnung in dem kleinen Ort Jädraås, ca. 40 km von der Arbeit entfernt. Ja, ist ein bisschen weiter zu Fahren, vor allem weil ich einen Umweg zu Lena, Mayas Hundesitterin in Kauf nehmen muss … aber es ist ja nur vorübergehend.

Es ist ein Haus mit drei Wohnungen, von denen jedoch mit heutigem Stand keine vermietet ist. D.h. ich habe eigentlich nicht nur eine Wohnung sondern sogar drei Wohnungen zur Verfügung. 😉

Die Wohnungen sind eigentlich als Unterkünfte für Schutzbedürftige (vor allem Frauen mit Kindern die Schutz vor gewalttätigen Ehemännern brauchen) gedacht, aber kein Schutzbedürftiger will in dem kleinen Kaff Jädraås wohnen. Die Wohnungen sind in der Nähe eines Schiortes (fühlt sich komisch an das zu schreiben denn alle österreichischen oder deutschen Schifahrer würden beim Anblick des „Kungsberget“ einen Lachkrampf kriegen – aber für Stockholmer & Co ist es tatsächlich ein Schiort) und bis April werden sie an Schifahrer vermietet aber dann ist die Saison zu Ende. Und die Firma (mit Sitz in Stockholm), die das Haus besitzt ist froh wenn das Haus nicht komplett leer ist sondern jemand da ist, der ein Auge drauf hat. Mit diesem Wissen konnte ich dann sogar die Monatsmiete um umgerechnet 200 Euro runterverhandeln. 😉

Doch zurück zum Hausverkauf… der war nämlich… einfach verrückt!

Als ich die Zusage für die Wohnung hatte, gab ich dem Makler Bescheid, dass ich nun das Haus verkaufen möchte. Wir einigten uns auf zwei Besichtigungstage (6 und 7. März) und danach bestellte ich sofort eine Putzfirma die alles auf Hochglanz bringen sollte. Die kamen am 5. März und während die putzten, lieferte ich massenweise Kleinkram am Flohmarkt ab. Und zwar ist das ein Flohmarkt bei dem man Regale und Kleiderstangen mieten kann, man druckt sich dort Preisschilder aus, markiert seine Kleider/Produkte und kann online verfolgen was verkauft wird. Ich habe gleich für vier Wochen gemietet und man kann jederzeit Waren nachbringen und das Regel befüllen. Ich finde das voll praktisch! Jedenfalls war ich jetzt schon das dritte mal dort und habe nachgefüllt… mit Sachen die ich nicht brauche und nicht (mehr) verwende.

Als ich dann wieder heimkam, wurde ich stinksauer weil die Putzfirma nicht nur einfach schlampig war sondern Dreck dort hinterlassen hat, wo es vorher sauber war. Ich frage mich echt, was die aufgeführt haben. Ich habe alles fotografiert und tags darauf ein Mail mit den Fotos an die Putzfirma geschickt. Die wollten erst nachbessern kommen aber ich hatte da ja schon Besichtigung und selber schon sauber gemacht. Also bekomme ich drei Stunden gut geschrieben. Aber das war das letzte Mal das ich diese Firma beauftragt habe.

Beim ersten Besichtungstermin am Vormittag des 6. März waren nur zwei Spekulanten (mit Anhang) da und versauten mir den Boden im Vorzimmer. Am späten Nachmittag des 7. März waren 6 Leute mit Anhang da. Obwohl da viel mehr Leute da waren, war der Boden viel sauberer! Dazu musste ich am Wochenende davor natürlich auch noch Schneeschaufeln denn es musste ja wieder schneien. Dieses Jahr wird übrigens einen besonderen Platz in meinen Memoiren bekommen… es ist das Jahr an dem ich anfing, Schnee zu hassen. Naja, also zumindest heuer hasste ich den Schnee schon… schauen wir mal ob das nächsten Winter auch so ist.

Tja, als der Makler nach der Besichtigung anrief und berichtete wie es war, war ich enttäuscht. Ich hatte mit deutlich mehr Leuten gerechnet. Meine Hoffnung auf einen guten Gewinn verschwand. Tags darauf hatte er mit allen gesprochen, die bei der Besichtigung waren und 2-3 waren interessiert. Also starteten wir die „Gebotslegung“ am Freitag, den 9. März um 10.00 Uhr. Für jedes Gebot bekam ich eine SMS… und meine Laune besserte sich schlagartig als das erste Gebot mit 10.000 Euro über dem Ausgangspreis startete. 14 Minuten später bimmelte das Handy erneut mit dem Betrag des zweiten Bieters. Weitere 15 Minuten später war der erste Bieter wieder dran … mit einem Betrag der mein aufgeregtes Herzchen zum Klopfen brachte – und das erst am nächsten Tag wieder aufhörte zu klopfen. Beim vierten Gebot war an Arbeit nicht mehr zu denken und ich dankte allen meinen Kollegen schon fürs Daumendrücken. Aber dann kam noch eine SMS und der Betrag trieb mir Schweißperlen auf die Stirn… es war das letzte Gebot und das lag ganze 27,33 % über dem Ausgangspreis!

Dann rief der Makler an und erzählte dass die zweiten Bieter nicht mehr mitbieten konnten oder wollten und ob ich das Gebot annehmen würde. So eine blöde Frage! Wir diskutierten dann noch wann ich in den nächsten Tagen Zeit für die Vertragsunterzeichnung hätte und er versprach er meldete sich, sobald er mit den Käufern geredet hatte. Kurz darauf bekam ich eine SMS vom Makler, wie es mit 15 Uhr aussieht. Ich schrieb zurück: „Welcher Tag? Heute???“ … Ja, heute … also begann die Auktion um 10 Uhr und fünf Stunden später war der Kaufvertrag unterzeichnet! Vollkommen verrückt! 😉

Ein Pärchen mit zwei kleinen Kindern hat sich in das Haus verliebt und das sah man an den Geboten… sie wollten das Haus unbedingt haben. Heute waren sie da um die Räume auszumessen und vor allem sie war total verzückt. Sie erzählten dass sie bei der Besichtigung die Kinder dabei hatten und weil das Haus auch so voll mit Leuten war, hatten sie gar keine Gelegenheit, das Haus so genau anzuschauen. Aber wir gingen alle Räume nochmals durch und sie entdeckten immer mehr Sachen, die sie total super fanden. Die Frau sagte auch immer wieder, sie könnte es noch gar nicht glauben, dass sie bald hier einziehen „dürfte“. Es freut mich echt, dass gerade die zwei das Haus gekauft haben weil sie total auf den Stil stehen. Nachdem sie mich bei der Vertragsunterzeichnung schon gefragt hatten, ob ich denn vielleicht auch das Fitnessgerät im Keller und/oder Rasenmäher verkaufen würde, habe ich ihnen eine Liste gemacht mit Sachen von denen ich mir denken könnte (oder hoffe) dass sie sie brauchen/wollen könnten und die Preise dazu geschrieben. Somit erspare ich mir das Annoncieren und Verkaufen denn in die Wohnung mitnehmen ist doof weil die Wohnung voll möbliert ist und für alle Sachen die ich magaziniere (für ein späteres Haus) muss ich ja auch bezahlen.

Sie sitzen jetzt wohl gerade und gehen die Liste durch denn ich bekam gerade eine Frage zu einer der Sachen auf der Liste. 🙂

Ich hoffe, sie nehmen das meiste was da steht. Dann spare ich mir das Verkaufen bzw. Wegtransportieren.

Außerdem … Neustart ist Neustart, da will man keine Altlasten mitnehmen. 🙂

Ein Problem ist, dass man in Schweden vom Gewinn eines Hausverkaufes 22 % Steuern bezahlt. In meinem Fall ist der Preis um das doppelte (!) gestiegen seit wir das Haus vor 8 Jahre kauften, das ist also eine schöne Stange Geld die das schwedische Finanzamt da haben will. Man kann zwar Renovierungen abziehen aber das gilt nicht für bezahlte Arbeitszeiten und das ist ja oft das teuerste. Weiters gilt es nicht wenn man z.B. einen Laminatboden rausreißt und einen neuen reinmacht. Wenn man aber so wie wir einen Plastikboden gegen Bambusboden austauscht, darf man den PreisUNTERSCHIED abziehen. Oder wenn man im Bad Fliesen statt Plastikboden/wände macht, darf man den Preisunterschied zwischen Plastik und Fliesen abziehen. Das muss ich mir noch ganz genau anschauen bzw. mit dem Juristen des Maklerbüros reden (juridischer Rat ist in der Maklergebühr inkludiert). Das gute ist, dass man keine Belege einreichen muss. Nur wenn das Finanzamt nachfragt, muss man Beweise für seine Berechnungen vorlegen. Es gibt dann auf der Website des Finanzamtes auch Online-Rechner da man ja auch Altersabzüge machen muss und und und… da steht mir noch einiges an Kopfarbeit bevor. Aber nicht jetzt. Die Steuern muss ich dann eh erst 2019 zahlen. 😉

Ich werde dann mit einigen (vielen) Transportfahrten mit meinem kleinen Auto in der letzten Woche im April übersiedeln. Eigentlich wollte ich mir ja die ganze Woche inkl. dem 30. April (Montag drauf und Dienstag ist Feiertag) frei nehmen aber „natürlich“ muss ich jetzt am 25. April zu einem Meeting ins 130 km Gimo fahren. Vorher werde ich aber mit Maya schon immer wieder mal hinfahren und mit ihr in Jädraås spazieren gehen und in der Wohnung sein, damit sie sich daran gewöhnt.

Am 2. Mai kommt dann die Übersiedlungsfirma, zerlegt die Möbel die ich nicht verkaufen konnte und verstaut alles in 8 m³ großen Containern. Am 7. Mai wird dann gründlichst gereinigt und am 14. Mai ist Schlüsselübergabe.

Und wenn ich dann ein neues Häuschen habe, wird mir der Inhalt der Container an die neue Adresse zugestellt.

So, das waren die News vom Hausverkauf … schwermütig wird man ja schon aber ich freue mich dass die richtigen Leute das Haus gekauft haben.

 

Veröffentlicht unter Gästrike-Hammarby | 4 Kommentare

Aus. Schluss. Ende

Und für die Österreicher unter den Lesern, lege ich noch ein ¨Basta¨ drauf.

Jetzt reicht es!

Ach so, vielleicht sollte ich auch schreiben worum es geht, hihi.

Heute waren wir wieder bei Mayas Rehab. Beim ersten Besuch und heute habe ich einen Fragebogen mit Fragen über Mayas Bewegungsmuster und Schmerzen ausgefüllt und laut der Physiotherapeutin, die heute an Maya herumgedrückt, gebogen und gestreckt hat, ist Maya fertig therapiert. Jippppieeeeee!

Als Draufgabe bekam ich noch riesiges Lob weil Maya so schön Muskeln aufbaut und Gewicht abbaut. Ann vertraute mir sogar an, dass sie anfangs nicht daran glaubte dass Maya mit Barf abnehmen würde… aber sie wurde eines besseren belehrt. Wenn ich Barf nicht so vehement verteidigt hätte, hätte sie mir irgend so ein Light Trockenfutter empfohlen. Hehehe.

Aber… wir haben trotzdem für Ende März noch einen Termin gebucht, einfach um mit dem Training weiterzumachen und um weiter das Gewicht unter Kontrolle zu haben. 

Am Weg retour waren wir noch am Spielplatz aber die Hunde die der Reihe nach kamen waren uninteressant für Maya. Aber müde wurde sie trotzdem. 😉

Veröffentlicht unter Gästrike-Hammarby | 2 Kommentare