Zurück aus Wien

Am 27. Dezember flogen wir aus Wien zurück nach Schweden. Die ganze Zeit über war es grau in grau in Wien nur am Heimreisetag kam hin und wieder die Sonne durch. Stockholm begrüsste uns mit -3 Grad und Dunkelheit da es schon wieder 15.20 Uhr war als wir landeten.

Wir fuhren erst nach Sandviken einkaufen und danach gleich weiter nach Kungsgården um Maya abzuholen. So schnell konnten wir gar nicht schauen so schnell war Maya schon bei uns, als die Tür zu Lenas Haus aufging. Meine Befürchtung dass Maya sauer auf uns sein würde, weil wir sie einfach allein gelassen hatten, war also total unbegründet gewesen. Bis auf das Zerstören von Daphnes Bettchen (in dem Maya geschlafen hatte weil Daphne in Lenas Bett schlafen darf) und dem Jagen eines Hasen war Maya anscheinend auch ganz brav gewesen.

Während Maya bei Lena und Daphne war, hat sie auch viele schöne Ausflüge gemacht, z.B. Würstchen grillen am Grillplatz und eine Fahrt auf dem Schneeskoter; außerdem gab es Weihnachtsgeschenke und lange Spaziergänge sowie Spiel und Spaß mit Daphne im Schnee.

Bei uns in Wien war es weniger schön gewesen. Es hatte zwar Plusgrade aber durch die nasse Luft fühlte es sich viel kälter an. Man konnte anziehen was man wollte aber die Feuchtigkeit und der Wind krochen einfach durch die Kleidung hindurch und ließen einen frieren. Es war laut, es war staubig und es stank nach Autoabgasen. In den Restaurants und Lokalen stank es furchtbar nach Zigarettenqualm und wenn man dann heimkam bzw. ins Hotel stank man als gesamtes nach Fritösenfett und Zigaretten. Am letzten Tag brannte mir schon richtig die Lunge vor lauter Zigarettenrauch.

Alle Raucher werden sich jetzt denken, dass ich eine militante, fanatische Nichtraucherin bin aber es ist einfach so, dass man das viel stärker bemerkt (und sich daran stört) wenn man in einem Land lebt, wo es eben striktes Rauchverbot in Restaurants gibt. Man ist es ganz einfach überhaupt nicht gewohnt. Als ich noch in Wien wohnte, fiel mir das auch gar nicht so sehr auf.

Etwas anderes was mir negativ in Wien auffiel war, dass alle Leute es nur eilig haben und unfreundlich und ungeduldig sind. Das fängt an den Supermarktkassen an und endete für uns im Flughafenbus der uns vom Westbahnhof zum Flughafen brachte. Der Chauffeur war das Paradebeispiel eines grantigen Wieners. Eine Familie mit einem Buben stieg ein und bezahlte nur für zwei Erwachsene… als dann aber alle drei einstiegen, gab es einen Aufschrei vom Chauffeur weil die ihn ja betrogen hatten. Die Frau meinte zwar, man hätte drei Personen gesagt aber das hatte der Chauffeur anscheinend als zwei verstanden. Aber wie auch immer… man kann das auch freundlich sagen. Dann am Bahnhof Wien Meidling stiegen noch ein paar Personen ein und dann schloss der Fahrer die Tür zum Gepäckraum. Und dann kam offensichtlich noch ein Pärchen und wollte einen Koffer abgeben. Woraufhin der Fahrer sich aufplusterte und schrie „Und die („XXX“ sagte er zwar nicht aber das brauchte er auch nicht, alle wussten was er meinte!) schauen mir auch noch zu wie ich zumache!“ in einem Ton der deutlich zu verstehen gab, was er von dem Pärchen hielt. Natürlich ist das für ihn lästig aber man kann das ja auch anders sagen. Ich dachte mir jedenfalls, genau so möchte man als Tourist Wien in Erinnerung behalten wenn man am Weg zum Flughafen ist. 😉

Am Flughafen in Stockholm angekommen, kauften wir erstmal Nasentropfen für Kurt der einen furchtbaren Schnupfen aufgerissen hatte. Ihm geht es jetzt besser… dafür läuft mir jetzt die Nase, ich habe Halsweh und starke Kopfschmerzen. Und dann sitze ich vor dem PC… aber das ist eine andere Geschichte. 😉

Gestern hat es dann auch hier begonnen zu tauen, bei rund +3° C.

Gestern Nachmittag trafen wir dann Leona und beide freuten sich riesig über das Wiedersehen. Da Leonas Herrli eigentlich eine Geburtstagsfeier daheim hatten, holten wir Leona zu uns im Garten wo sie ausgiebig mit Maya herumtollte. Leider wurden die meisten Bilder unscharf aber ein paar sind doch herzeigbar…

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3 Antworten zu Zurück aus Wien

  1. Sonja schreibt:

    hallo ihr landeier!!
    nix schlechtes sagen über mein wien, ja!! 🙂

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  2. Stella schreibt:

    Ich fand Wien immer so herrlich langsam und genießerisch, aber mein Blick ist da vielleicht verklärt, die paar Male, die ich da war, waren einfach ganz wunderbar. Freue mich übrigens sehr, dass ich über Euren (und Mayas) Blog gestolpert bin und wünsche einen guten Rutsch und alles Gute für 2013!

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    • inschweden schreibt:

      Naja, wenn man nur „auf Besuch“ da ist, sieht man wohl auch eher nur die schönen Seiten. Und Wien bzw. die Innenstadt ist ja ganz einfach schön.

      Vielleicht kam der negative Eindruck ja auch davon dass wir schon komplett zu „Landeiern“ mutiert sind (in Gästrike-Hammarby wohnen ja nur ca. 600 Personen) und die Weihnachtszeit fuer die meisten Menschen eben Stress bedeutet. In der Nähe der Einkaufsstrasse „Mariahilfer Strasse“ wohnten wir ja auch noch dazu…

      Wir sind jedenfalls froh nicht mehr in Wien zu leben! Das Leben in der Stadt ist nix mehr fuer uns! 😉

      Liebe Gruesse
      Die Landeier Claudia & Kurt & Maya

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