Herbst im Wald

Jetzt kann man den Herbst wirklich nicht mehr verleugnen. Untertags hat es jetzt so um die 10 Grad (plus wohlgemerkt!) und in der Nacht hat es ein paar Minusgrade. Motorvorwärmer und Coupèwärmer (hoffe, das schreibt man so auf deutsch!) sind nun ab ca. 6 Uhr morgens per Timer im Einsatz um das Eis aufzutauen bis ich dann in die Arbeit fahre.

Dadurch dass es aber vor kurzem noch recht warm war (untertags in der Sonne) gibt es jetzt am Straßenrand einzelne Lupinen… die üblicherweise im Juni die schwedischen Straßen und Aut0bahnen schmücken. Auch unser Fliederbusch wollte wieder austreiben, hat es sich aber in den letzten kälteren Tagen wieder anders überlegt.

Am Wochenende haben wir u.a. die Tomaten abgenommen und die grünen Tomaten am Fensterbrett aufgelegt damit sie noch rot werden. Leider ging das mit den Tomaten heuer total schief. Sie haben nicht viel Geschmack, sind innen ziemlich weich und „lätschert“ und die meisten fangen leider noch bevor sie rot werden, am Strunk zu faulen an. 😦

Nächstes Jahr schaue ich ganz genau darauf, dass ich wirklich Cocktailtomatensamen kaufe und werde sie nicht so eng setzen und auch sorgfältiger hegen und pflegen. Das war heuer ein ziemlicher Reinfall.

Dagegen waren die Karotten super obwohl ich bei denen eigentlich die größten Bedenken hatte weil es hieß die sind so heikel was die Erde anbelangt bzw. Unkraut. Mein Fehler war, dass ich sie nicht „ausgelüftet“ habe und sie deshalb „verwachsen“ waren aber geschmacklich waren sie einmalig.

Auch mit den Fisolen war ich zufrieden weil sie vom Geschmack her sehr gut waren und keine Fäden hatten… allerdings war ich mit der Aussaat zu geizig und so konnten wir nicht so viel ernten… aber jetzt weiß ich ja, dass ich mehrere Pflanzen brauche um ordentlich ernten zu können.

Eine weitere Enttäuschung war die magere Frühlingszwiebelernte aber das lag vielleicht daran dass ich alte Samen verwendete. Ich kaufte ja ein Päckchen frischer Samen… aber daheim merkte ich dann, dass das Päckchen leer war! Tja… hab mir dann aber nicht mehr die Mühe gemacht ins Geschäft zurückzufahren.

Ob ich nochmals Ruccola anpflanze weiß ich noch nicht. Der wird ja leider von irgendwelchen Fliegen zerstört. Aber vielleicht könnte man das umgehen, wenn man in Kistchen pflanzt? Mal gucken…

Am Samstag war ich mit Maya im Wald spazieren aber es herrschte komisches Licht und so wurden die Fotos leider nicht gut. In Schweden herrscht leider auch die falsche Vegetation und so wird der Herbst nicht so farbenfroh wie in Mitteleuropa… die Farbe rot fehlt. 😉

Über Maya hab ich mich sehr gefreut. Erst war sie an der langen Leine wo sie auch super brav war. Also dachte ich mir, ich lasse sie mal wieder ganz von der Leine. Anfangs blieb sie in der Nähe und lief dann doch ein wenig weiter weg um zu schnuppern oder einfach in den Wald zu gucken. Aber sie hielt Augenkontakt und kam auch immer wenn ich rief.

Hier rufe ich erst „Stanna = Bleib stehen“, dann „Vänta – Warte (bleib wo du bist)“ und dann „Kom hit = komm her“… und das funktionierte tadellos.

Dann allerdings (Kamera war aus 😉 ) sauste sie davon und einer Spur im zickzack hinterher. Ich rief sie her … aber sie kam nicht. „Super“ dachte ich mir „eh klar!“… ich rief nochmals „Kom hit“ und siehe da… sie kam im Schweinsgalopp angerannt. Weil sie so schnell lief dachte ich ehrlich gesagt, sie läuft an mir vorbei weil sie vielleicht hinter mir was gesehen hätte aber nein…. sie bremste sich ein und schwang sich schwanzwedelnd an meine Seite. Boah… super, dachte ich mir, lobte sie überschwenglich und gab ihr ein Käsestückchen… da wedelte der Schwanz gleich noch mehr. 😉

Ich überlegte zwar ob ich sie anleinen sollte, aber dachte dass sie das ja dann vielleicht negativ assoziieren könnte, also „Herkommen – Anleinen = Ich komm nicht mehr!“. Deshalb dachte ich, dass ich sie noch ein paar Hundert Meter frei laufen lasse und danach anleine. Tja… innerhalb dieser paar Hundert Meter sah sie aber schon wieder was im Wald und flutsch… weg war sie! Und diesmal konnte ich sie weder hören noch sehen. Ich rief „Maya, kom hiiiiiit!“ aber nix geschah. „Japp… dachte ich… da ist sie dahin – warum hast du sie nicht gleich angeleint, jetzt hast du den Bonus verspielt!“ Wie gesagt, ich hörte und sah sie nicht mehr und machte mich schon auf eine längere Wartezeit gefasst. Dann hörte ich doch was in der Ferne Rascheln und rief ohne viel Hoffnung nochmals. Und, tja was soll ich sagen… eine Sekunde später war sie unterwegs zu mir, wieder mit einem Wahnsinnstempo! Ich war hin und weg!

Ich lobte sie wieder und gab ihr Käse und dann hab ich sie aber doch an die lange Leine genommen. Sie war aber sowieso fix und fertig und hatte ihren „Das war so geil“-Blick und ich glaube, sie wäre ohne Leine auch nicht wieder ausgebüchst, zumindest eine Weile nicht.  😉

Am gleichen Tag haben wir auch Leona getroffen und zdie wei Mädls haben wieder mal total lieb miteinander gespielt. Sie sind sicher eine halbe Stunde herumgerannt und haben dann auch um ein Auto herum nachlaufen gespielt… das sah total witzig aus. Maya voraus, Runde um Runde um das Auto herum und hintnach Leona. 😉

Dann wurden aber beide sichtlich müde und dann fing es an. Leona ist nämlich gerade läufig und wenn eine der beiden läufig ist, dann wird zwischen den beiden aufgeritten was das Zeug hält. Normalerweise halt ich Maya , die ja eine kleine Domina ist, davon ab, bei Leona aufzureiten aber bei der Läufigkeit hat das ja nichts mit Dominanz zu tun. Das sieht man ja auch gleich an Leonas Reaktion. Sie lässt es ja zu wenn sie läufig ist, wenn es sonst beim Spielen geschieht, „wehrt“ sie sich.

Leonas Herrli möchte sie nun decken lassen weil er meint, ihre Gene müssten unbedingt weitergegeben werden und sie ist ja auch wirklich ein richtig lieber und gutmütiger Hund. Ich hoffe nur, dass diese besondere Hündinnenfreundschaft dann auch weiterbesteht wenn eine der beiden Junge hat. Tja, die Zukunft wird es zeigen – außerdem muss es ja erstmal klappen. 😉

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2 Antworten zu Herbst im Wald

  1. hildegardlewi schreibt:

    Wer hat denn da schon wieder die ganzen Blätter runtergeworfen!

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  2. Gabi schreibt:

    Nun kommen sie, die Herbstfarben. Sehr schön.
    Mit Deiner Gemüseausbeute kannst Du aber ja doch ganz zufrieden sein.
    Und Maya ist super brav.
    LG Gabi

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