Ein goldiger Tag

Der heutige Tag war einfach wunderschön! Vom strahlend blauen Himmel lachte die Sonne, die gefühlten 20 Grad waren für einen 12. Oktober in Schweden einfach unglaubwürdig und die gelb gefärbten Blätter auf den Bäumen schimmerten golden im Sonnenlicht. Ein Tag, den man einfach draußen in der Natur verbringen muss.

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Kurt muss heute arbeiten und nachdem er kurz nach 11 Uhr losgefahren ist, habe ich danach gleich mit dem Staubsaugen angefangen. Anfangs wollte Maya wie üblich spielen aber nun wird es ihr bald langweilig und sie legt sich solange hin. Manchmal taucht sie dann heimlich, still und leise plötzlich hinter mir auf und ich erschrecke, aber nicht so heute.

 

Als ich oben fertig war, durfte Maya raus in den Garten und ich sah, wie sie ihren alten Markknochen ausgrub und weiter daran nagte. Igitt! Nebenbei hab ich auch noch Wäsche gewaschen und da hörte ich etwas oben krachen. Natürlich hab ich gleich Maya gefragt, was sie wieder angestellt hat und als ich nach oben kam, stand sie schwanzwedelnd da, mit dem schwarzen, erdigen Knochen im Maul. Ich brachte es nicht übers Herz, ihr das eklige Ding wegzunehmen, also konnte sie geräuschvoll daran nagen und lutschen.

Als die Wäsche fertig und zum Trocknen aufgehängt und ich endlich geduscht war (beim Staubsaugen kommt man ja eh immer ins Schwitzen, wozu sollte ich dann vorher duschen?), machte ich mich mit Maya auf den Weg. Es war einfach wunderschön und unglaublich warm. Wir gingen zwischen den Feldern und Maya durfte nach Herzenslust graben und buddeln… naja, nicht so ganz. Wenn es mir zu lange dauerte, rief ich sie her und stellt euch vor… sie gehorchte sogar! 😉

 

Vom Graben war sie durstig und deshalb gingen wir zu ihrem Badeplatz. Dort ließ ich sie auch von der Leine und sie trank aus dem See, schnüffelte herum, wälzte sich herum und wir spielten mit dem Ball. Als wir schon beim Einpacken zum Weitergehen waren, sah ich oben am Weg Leona mit einen mir unbekannten Mann vorbeigehen. Die waren aber so schnell unterwegs, dass sie schon lange weg waren, als wir am Weg waren. Doch Maya roch natürlich, dass Leona da gewesen war und begann zu ziehen. Das war lästig aber dann roch es offensichtlich wieder ganz super interessant am Wegrand bzw. am Feld und sie buddelte wieder. Ich sagte aber nicht mal was sondern genoss es, einfach meine Nase in die Sonne strecken zu können. Nach einer Weile kam uns ein junges Pärchen entgegen, die aber in einen Querweg einbogen um die jungen Kühe zu streicheln. Als es mir mit Maya dann zu lange dauerte, rief ich sie zu mir und wir gingen weiter. Dann sah sie aber das Pärchen und blieb stehen. Geht doch nicht, dass jemand Fremder hier herumsteht! Das Pärchen war aber total nett und (wie üblich) ganz von Maya angetan. Sie gingen zu ihr hin und streichelten sie und Maya schmiegte sich gleich an sie wie eine Katze. Wieder ein Herz erobert! 😉

Da Maya immer wieder buddelte, kamen wir nur langsam voran aber an so einem Tag hat man es auch nicht eilig. So konnte ich gaaaanz ganz viele Fotos machen.

 

Nach dem fünften Loch war Maya aber total fix und fertig. Sie war total eingestaubt und hechelte wie nach einem Marathonlauf.

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Da entschied ich dass wir umdrehen damit sie beim Badeplatz wieder Wasser trinken konnte. Aus der Ferne sah ich jedoch, dass das Boot, das am See herumgefahren war, inzwischen an Land gezogen worden war… am Badeplatz. Also gingen wir an einer anderen Stelle zum Wasser aber da Maya ja nicht unbedingt eine Wasserratte ist, stellte sie sich da ein wenig doof an und trank nicht. An jener Stelle gibt es nämlich keinen Strand sondern eine „Stufe“ ins Wasser… und das war zu viel für Maya. Sie wälzte sich stattdessen im Gras und schnüffelte herum. Und dann sah ich dass Leona und ihr Begleiter wieder am Weg zurückkamen. Da rief ich Maya zu mir und wir gingen ihnen entgegen. Als Maya merkte, wer das am Weg war, zog sie wieder… und dann sah auch Leona dass ihre beste Freundin am Weg zu ihr war und auch sie begann zu ziehen. Ich rief dann aus der Ferne dass Leona und Maya sich kennen und beste Freundinnen sind und als wir die zwei erreicht hatten, ließen wir die Hunde frei laufen. Da gings dann lustig zu. Die zwei zischten davon und Leona, die Wasserratte, sprang gleich ohne nix ins Wasser rein und die überrumpelte Maya hinterher. Sie war aber recht schnell wieder draußen! 😉

 

Nachdem das Boot am Strand dann schon wieder weg war, riefen wir die Hunde, die uns aber kaum Beachtung schenkten. Also marschierten wir einfach los in der Hoffnung dass die Hunde uns folgen würden. Und so war es dann auch. Klatschnass tollten sie vor und hinter uns herum und ich hoffte nur, dass sie nicht auf der anderen Wegseite in den elektrischen Kuhzaun rannten. Aber das taten sie zum Glück nicht. Nass wie sie waren, rollten sie dann auch im Sand herum und sauten sich total ein. Aber das machte nichts… nicht an so einem schönen Tag. 😉

 

Zum Glück liefen sie danach nochmals ins Wasser und waren somit grob gesäubert. Nach einer Weile machten wir uns dann auf den Weg zurück aber wenn Leona dabei ist, kann man mit Maya nicht gehen. Sie zieht dann wie eine Wahnsinnige und lässt sich durch nichts ablenken. Also ließ ich sie hinsetzen und wir warteten bis Leona außer Sichtweite war. Danach hat sich immer noch gezogen aber nach einer kleinen Weile war irgendein Geruch doch interessanter und sie „vergaß“ auf Leona.

Heute durfte Maya wirklich Hund sein und buddeln und mit ihrer Busenfreundin spielen. Sie durfte ihren stinkenden erdigen Knochen kauen und sich im Dreck wälzen. Und wenn ich sie ansehe, wie sie schnarchend neben mir auf der Couch liegt, sieht sie sehr zufrieden aus. Sie hat heute sogar schon eine Stunde früher ihr Fressen bekommen, weil sie da schon fast eingeschlafen wäre. Nach dem Fressen legte sie sich erst in die Küche und als ich dann wieder im Keller mit der Wäsche hantiert habe, ging sie in ihr Bett. Dort hörte ich wie sie träumte und im Schlaf knurrte und kläffte … und dann um ca. 21 Uhr wachte sie auf und kam zu mir runter.  Sie ist schon eine ganz Süße! 😉

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