Wie die Zeiten sich ändern

Am Samstag war ich mit Maya allein spazieren weil Kurt arbeiten musste. Es blies ein fürchterlich starker und kalter Wind der einen den wunderschönen blauen Himmel und die Sonne echt vermiesen konnte. Ohne Wind wäre es richtig warm gewesen aber mit Wind… bäh… Ich ging mit Maya zum Badeplatz der am Samstag schon richtig sommerlich aussah, auf den Fotos zumindest.

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Dort spielten wir mit dem Ball aber gingen bald weiter eben weil es mit dem Wind recht ungemütlich war. Maya durfte ohne Leine gehen und war auch ganz brav. Oft ging sie perfektes Fuss neben mir – ohne dass ich was sagte oder sie lief ein paar Meter nach vorne und wartete dann. Oder sie lief aufs Feld und schnüffelte und kam aber auch von dort bald wieder zurück.

Die Straße verläuft so gut wie schnurgerade und hat an einer einzigen Stelle einen Hügel. Und genau dort, hinter dem Hügel, tauchte plötzlich mit einem Wahnsinnstempo ein Pferd mit Sulky und Fahrer auf. Ohne Nachzudenken, rief ich Maya die da gerade ein paar Meter entfernt am Feld herumstrich. Sie kam schnurstracks zu mir und während ich noch dachte „Hoffentlich bleibt sie auch bei mir stehen und läuft nicht dem Pferd hinterher“ scheute das Pferd ein wenig. Wahrscheinlich hatte es Maya gar nicht gesehen und war dann erschreckt als sich von der Seite etwas schnell näherte. Ich stoppte Maya mit dem Stoppzeichen und sie blieb ganz brav stehen auch wenn sie dem Pferd sehnsüchtig nachguckte.  Wir gingen dann weiter und Maya lief wieder aufs Feld wo sie zu graben begann. Plötzlich hörte ich hinter mir wieder Geräusche – kam der Traber wieder mit Mordstempo angetrabt und sauste an uns vorbei! Maya hob gerade mal den Kopf ein wenig und grub dann weiter. Das hat mich natürlich wahnsinnig gefreut denn noch vor 1,5 Jahren (bevor sie zu Lena, unserer Hundesitterin die selbst ein Pferd hat, kam), musste man Maya noch bei den Pferdekoppeln vorbeiziehen weil sie alle Pferde so interessant fand und mit ihnen spielen wollte. Heute trabt ein Pferd vorbei und sie kümmert sich kaum darum. Super! Das wollte ich ja schon immer gerne austesten aber die Verantwortung bzw. Schuld falls etwas passieren würde, konnte ich natürlich nicht auf mich nehmen. Am Samstag ist es einfach so gekommen und es ging zum Glück super aus. Nur frage ich mich schon, was das für ein Idiot ist, der im vollen Tempo daherkommt wenn er wegen dem Hügel genauso wenig wie ich ihn sehen konnte, ob vielleicht ein Auto kommt und zweitens… gibt es nur ein paar Meter weiter eine Traberbahn für eben Traber und deren Gespanne… wo keine Menschen, Hunde oder Autos unterwegs sind. Und wenn er sowieso schon erlebt hat, dass das Pferd scheut … wozu muss er dann die gleiche Strecke zurücktraben?

Tja, also das Abrufen mit Pferdestörung funktionierte großartig… aber sie wollte nicht und nicht aufhören zu graben! Da musste ich sie nach einer gefühlten halben Stunde holen! 😉

In der Nacht auf Samstag hatte es übrigens ein wenig geschneit aber weil die Sonne so stark schien, war das meiste bald wieder weg.

Daheim waren wir dann noch ein Weilchen im Garten wo ich ein paar Fotos machte (siehe nächster Beitrag) und Maya mit vollem Körpereinsatz ihren Knochen mampfte.

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8 Antworten zu Wie die Zeiten sich ändern

  1. Annette schreibt:

    Der Traber wollte vielleicht sein Pferd desensibilisieren. Bei unseren Hundchen müssen wir schon viel Liebe und Energie investieren, bis sie sich dann so verhalten, wie wir es uns wünschen. Das ist ja vor allem für die Sicherheit wichtig. Unsere ist nun vier geworden, und es ist eine wirkliche Freude! Eine Partnerschaft, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann. Maja ist noch keine 4, oder? Liebe Grüsse aus dem Süden 🙂

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    • Inschweden schreibt:

      Pferd desensibilisieren ist ja schön und gut aber das kann man auch in einem langsameren Tempo machen damit man das Pferd und den Wagen noch unter Kontrolle bekommen kann sollte es total ausflippen. Wenn Pferd oder Mensch sich verletzt hätten, wären wir dran gewesen (ist seit 1. März bis Mitte August außerdem auch verboten einen Hund ohne Leine laufen zu lassen wegen der Schonzeit der Wildtiere).
      Ich kann ja auch nicht einfach Maya laufen lassen um „auszuprobieren“ ob sie einem Pferd nachläuft oder nicht.

      Mir ist ja auch bewusst, dass es nicht Mayas „Schuld“ ist, dass sie so war wie sie war sondern wir haben ganz einfach in der Welpen- und Junghundezeit ihre Erziehung total vernachlässigt. Dass wir beide Vollzeit arbeiten, macht die Sache ja auch nicht gerade einfacher. Und gerade deswegen freut es einen auch umso mehr und macht einen stolz. Wenn man dann andere Hundebesitzer trifft die das gleiche Problem bei Hundbegegnungen haben das wir selbst hatten (z.B. Hund legt sich hin und geht nicht weiter weil er den anderen Hund begrüßen will) und das denen total peinlich ist und man dann erzählt, dass Maya früher genauso war und die das gar nicht glauben wollen! Ein herrliches Gefühl! 😉
      An manchen Tagen hat man ja auch Rückschläge aber das sind Ausnahmen. Ich denke mir dann auch Hunde haben eben gute und schlechte Tage.

      Sie wird übrigens am 5. April 4 Jahre alt!

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      • Annette schreibt:

        Dann sind unsere zwei fast gleich alt. Du wirst immer wieder auf Leute wie den Traber stossen, die keine Rücksicht nehmen. So ist halt leider die Welt. Dass man den Hund monatelang nicht von der Leine lassen kann, ist bei uns absolut undenkbar. Zum Glück, denn unsere Maus liebt ihre Freiheit.

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  2. hildegardlewi schreibt:

    Da fängt man ja an zu bibbern, wenn man die Fotos sieht. Hier ist es auch heute dunkelgrau und kalt gewesen, und Regenwetter und starker kalter Wind. Ein Glück, wir haben Zentralheizung
    Ein Gruß an Maya die Gute, gib Pfötchen. LG aus der Ferne 🙂

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    • inschweden schreibt:

      Das ist noch gar nichts! In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es nochmal 15 cm geschneit… aber untertags hatte es bis zu +6 Grad und zumindest die Straßen sind schon wieder schneefrei aber … war das wirklich notwendig? Seufz.
      Gruß an Maya werd ich ausrichten… muss jetzt endlich mal ein paar Tricks filmen wie eben Pfötchen geben und Winke Winke machen! 😉
      LG Claudia

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  3. Gabi schreibt:

    Na bitte. Kannst stolz sein, wie brav nun Maya schon ist. 🙂

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    • inschweden schreibt:

      Ja, bin ich auch wirklich!
      Wenn ich an früher denke, wo ich mehr als nur einmal mit Tränen in den Augen unterwegs mit ihr war, weil ich so verzweifelt war weil ich keine Kontrolle hatte und jetzt wo ich oft einfach in mich hineingrinse weil sie schon wieder so brav ist. 😉

      Vor allem auch weil wir jetzt durch unsere sonntäglichen Hundetreffen auch mehr Vergleichsmöglichkeiten haben. Wenn Maya dann doch mal einem Reh oder Hasen (oder was auch immer) nachläuft ist sie nach spätestens 10 Minuten wieder da… andere Hunde kommen gar nicht mehr und müssen „gefunden“ werden. Die ignorieren ihre Besitzer auch vollkommen bei diesen Hundetreffen. Maya hat immer wieder Blickkontakt bzw. kommt her.
      Und daheim ist sie sowieso der reinste Engel!
      Hach…. 😉

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      • Gabi schreibt:

        Gut Ding braucht eben oft eine Weile. Und halt auch Geduld und konsequente Übung. Und das alles hat sich nun gelohnt.
        Kann mir vorstellen, wie Du Dich freust.

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