Urlaub am schwedischen Bauernhof – Tag 1

Relativ kurz entschlossen, hatten wir für eine Woche eine Wohnung auf einem kleinen Bauernhof in Rengsjö, ca. 140 km von uns entfernt, gebucht. Wir hätten ja lieber eine kleine Stuga (Hütte) gebucht, aber die preiswerten Hütten, die nicht allzu weit entfernt lagen und wo man vor allem einen Hund mitnehmen darf, sind recht karg gesät. Und ja, ich gebe zu, Dusche und WC müssen vorhanden sein! Die Website der Anbieterin und die Kommentare in ihrem Gästebuch waren vielversprechend und so fuhren wir am Sonntag frohen Mutes los.

Ach ja, Maya war auch noch läufig geworden und ich fragte nochmals extra an, ob wir trotzdem kommen dürften denn es stand geschrieben, dass es am Hof einen Hund gab. Kein Problem, war die Antwort.

Die Woche zuvor, war meine ältere Schwester Christa bei uns zu Besuch… und sie hatte aus Wien Temperaturen über 30° C mitgebracht! Ein Bericht über diese Woche und unsere Sightseeing Touren folgt etwas später. Maya war fix und fertig… solche tropischen Temperaturen sind absolut nichts für sie. Sie lässt sich dann kaum zum Gassi gehen überreden. Somit war uns auch klar, dass wir in Rengsjö nicht unbedingt eine Wanderwoche haben würden. Es war zwar etwas kühler aber mit 27° C und strahlendem Sonnschein immer noch viel zu warm um mit einem Hund wandern zu gehen.

Da Christa erst am Samstag Nachmittag wieder abreiste und wir erst um 19 Uhr vom Flughafen nach Hause kamen, packten wir erst am Sonntag unser Zeug und waren somit auch erst um 15 Uhr am Bauernhof.

Wir standen erstmal ein paar Minuten in der Gegend herum und wussten nicht was tun. Weit und breit kein Mensch zu sehen. Ich tippte gerade die Telefonnummer ein, die an einem Blatt Papier an der Scheunentür stand, als plötzlich die Tür zum Haus aufging und eine Frau rauskam die uns fragte, ob wir vielleicht ihre Urlaubsgäste seien. Der erste Kontakt war eigentlich recht nett und sie zeigte uns die Wohnung im Obergeschoss des Hauses mit eigenem Eingang und wir bekamen die Schlüssel. Die Wohnung machte einen netten Eindruck und wir räumten das Auto aus. Wir suchten einen Kasten um unser Gewand zu verstauen aber die kleinen eingebauten Schränke wurden alle als Abstellraum genutzt. Hm… nur beim Eingang war ein schmaler Kasten mit Kleiderstange und Kleiderhaken. Somit legten wir unsere Kleidung auf die zwei zusätzlichen Betten im zweiten Schlafzimmer. Und ab ging es nach draußen, die Gegend erkunden.

Hier ein paar Bilder von der Umgebung.

 

Gleich am Anfang besuchten wir auch die Schafe am Hof aber die interessierten Maya nicht sonderlich, da es ja auch bei uns einen Hof mit Schafen gibt. Stattdessen war Maya fasziniert von anderen Hofbewohnern…nämlich von den Hühnern die frei herumliefen.

Hier Mayas erstes Treffen mit Hühnern die da zufällig gerade hinter dem Zaun waren.

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Die ersten zwei Tage saß sie dann stundenlang vor dem offenen Fenster oder am Balkon und beobachtete die Hühner. 😉

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Und dann kam ER. Sigge, der einjährige, nicht kastrierte Border Collie… und es war Liebe auf das erste Schnuppern. Als sie sich am Abend des zweiten Tages beschnuppern durften, war es vorbei mit Mayas (und vermutlich auch Sigges) Seelenfrieden. Dann stand sie vor dem offenen Fenster und winselte und jammerte wann immer sie Sigge hörte. Und wenn er sie draußen hörte, sah er auf zum Küchenfenster und jammerte im Einklang mit Maya. Oft hörten wir ihn auch innen vor dem offenen Fenster im Erdgeschoss jaulen wenn wir mit Maya vorbei gingen. Es ließ sich aber nicht vermeiden, dass die beiden sich immer wieder über den Weg liefen wenn wir Gassi gingen oder zum Auto. Und immer ging das große Jammern los und die beiden wollten ES tun. Die Hunde taten mir echt total leid. Wir versuchten zwar ein Zusammentreffen zu verhindern um ihre Qual nicht noch mehr zu steigern aber oft merkten wir nicht, dass Sigge draußen war und gingen eben raus.

Und dabei hatte ich mir das beim Buchen so schön vorgestellt, dass Maya und der Hofhund draußen frei rumlaufen und spielen können. Und dann wird Maya läufig… schlechtes Timing.

Das hier ist Mayas Objekt der Begierde:

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Dann war es Zeit für das erste Abendessen in der Ferienwohnung. Wir hatten die Zutaten für ein schnelles Lachs-Lauch-Spinatnudelgericht dabei und schauten mal was es an Geschirr gab. Und dann kam die erste Enttäuschung: das Geschirr und das Besteck waren so dreckig, dass ich erstmal alles waschen musste. In der beschichteten Pfanne stand das Fett so als ob es nur mit Wasser ausgespült worden wäre. Und in etwa gleich sah das Besteck aus… g’schmackig.

Doch damit nicht genug… das beste entdeckten wir am nächsten Morgen, als wir Kaffee machen wollte… doch dazu mehr im nächsten Beitrag. 🙂

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