Wikingerdorf in Årsunda

Nur einige Kilometer von uns entfernt liegt Årsunda (auf Wienerisch: Oarschünda ausgesprochen) mit seinem 2 km langen Sandstrand. Doch es gibt am Ortsrand auch ein nachgebautes Wikingerdorf und dort waren wir mit Schwesterchen Christa. An diesem Tag war es zwar auch heiß aber immer wieder verdeckten Wolken die Sonne und es wehte ein kühlender Wind.

Bei unserem „Glück“ ist es nicht weiter verwunderlich dass das „Dorfleben“ bei unserem Besuch nur aus einer sehr sehr lieben jungen Wikingerin bestand die sich gleich mal dafür entschuldigte, dass außer ihr keiner da war. Aber in den Niederlanden sei gerade ein großes Wikingerfest und alle ihre Kollegen die ansonsten im Sommer Handwerkskunst aus der Wikingerzeit sowieso Essen und Trinken zubereiteten waren alle dort… nur sie war allein zurückgelassen worden. Maya steckte ihre Nase gleich in all die Felle die dort ausgestellt waren und die Wikingerin (hab leider ihren Namen vergessen) war ganz begeistert von ihr. Sie hatte selbst einen „Kampfhundmischling“ daheim und so konnten wir uns gleich mal über all die Vorurteile der Menschen austauschen. Sie wurde mir von Minute zu Minute sympathischer. 😉

Sie erklärte uns dass an der Stelle wo heute das Dorf steht, zwar keine Überreste aus der Wikingerzeit gefunden worden wären, aber es in der Umgebung sicher Wikinger gegeben hat. Das Dorf ist nachgebaut und wie schon erwähnt gibt es im Sommer einen Handwerksmarkt und man kann selbst Speisen aus jener Zeit nachkochen und natürlich gibt es ein großes Programm für Kinder… und das beste: Hunde sind herzlich willkommen! 😉

Als es Zeit für die Führung war (außer uns war keiner da), marschierten wir einen Pfad entlang und sie erzählte uns wie das Leben damals ausgesehen hat. Sie ließ mir auch immer Zeit dass ich für Christa übersetzen konnte.

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Ein nachgemachter Runenstein

Die Küche

Die Küche

Die Küche

Die Küche

Detail Küche

Detail Küche

Weiter zum Wohn/Schlaf/Festhaus

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Das Wohnhaus von außen:

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Die Speisenkammer:

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Die Schmiede:

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Der Brennofen:

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Eine Holzfräse:

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Das Festlokal:

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Der Stall:

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Der Versammlungsplatz draußen:

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Der Opferplatz:.

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Nach dieser geballten Ladung schwedischer Kulturgeschichte, hatten wir uns Erholung redlich verdient und somit fuhren wir an den nahe gelegenen Strand

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Dort geschah etwas unvorhergesehenes.

Als wir Maya das Stöckchen mal mehr nach links warfen, entdeckte sie eine recht dicke, bis zum Bauch im Wasser stehende Frau… und die stand einfach nur da. Der Strand hier ist sehr sehr flach und wir mussten das Stöckchen wirklich weit werfen, wenn wir wollten, dass Maya auch richtig schwimmt. D.h. diese Frau stand recht weit drinnen im Wasser … aber sie stand einfach nur da und machte nix. Und das war Maya mehr als suspekt! Sie ging im Wasser Richtung Frau und knurrte tief und bellte … und jeder der diesen Blog schon länger folgt weiß, dass Maya nur gaaaanz ganz selten bellt. Sie beruhigte sich überhaupt nicht mehr. Sie knurrte und fand diese Person einfach nur bedrohlich. Und anstatt sich als Mensch erkenntlich zu zeigen, also was zu sagen oder sich zu bewegen… stand die Frau schreckerstarrt einfach da und traute sich nicht zu bewegen. Wir versuchten in der Zwischenzeit Maya zu beruhigen aber das gelang uns nicht wirklich. Ich dachte in diesem Moment auch nicht daran, der Frau zuzurufen, dass sie wie ein normaler Mensch was sagen soll sondern mir war das ganze ehrlich gesagt ziemlich peinlich vor meiner Schwester. 😉

Irgendwann kam Maya dann zum Glück doch zurück und wir lotsten sie zurück zu der Stelle an der wir unseren Rucksack hatten. Aber sie behielt die Frau im Auge, die nach dieser Aufregung gaaaanz schnell aus dem Wasser rauskam! ;-D

Anschließend gingen wir noch zum „Strandcafé“ etwas trinken und Maya legte sich brav unter den Tisch. Wir haben ja Restaurantbesuche nie mit ihr geübt aber eigentlich ist sie da richtig brav. Unbewusst haben wir sie wohl zu einer richtigen Landpomeranze erzogen aber wenn wir dann doch mal mit ihr unter mehreren Leuten unterwegs sind, ist sie eigentlich auch recht brav.

Mal schauen ob wir den absoluten Härtetest machen und sie zum Herbstmarkt in Hammarby mitnehmen. 😉

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4 Antworten zu Wikingerdorf in Årsunda

  1. World Whisperer schreibt:

    Oh wow, ich liebe sowas ja. Toll gemacht.

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  2. hildegardlewi schreibt:

    Man sollte in so eine Hütte ziehen. Kein Telefon, Kein Handy, kein Fernseher, keine Nachbarn, kein Geld – und die Männer sind gerade auf Eroberungstour. Vielleicht kommt mal n‘ Elch vorbei, oder ein Bär? Gibts da Beeren (Bären?) Na ja, ich bleibe mal doch lieber hier, hier habe ich Internetanschluß….. 😀

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    • Claudia schreibt:

      Du darfst aber nicht vergessen, dass es da bei 11 Grad keine Zentralheizung gibt. Wenn dir kalt ist oder du dich waschen willst, musst du erstmal Feuer machen und dann das Wasser im Kessel wärmen! Das gleiche gilt mit Essen machen… nix mit Elektroofen anmachen… da ist erstmal Feuerholz sammeln angesagt.
      Und wie du sagst: Kein Internetanschluß!!! Das schlimmste von allen! 😉

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      • hildegardlewi schreibt:

        Liebe Claudia, hier sind 11 Grad und die Zentralheizung ist nicht angemacht. Erst, wenn es drei Tage hintereinander so kalt ist – Die jungen Paare mit kleinen Kindern sind schlecht dran. Ich wohne in einem Betonbau, da ist es sowieso ziemlich kühl. Im Hochsommer mag das ja angenehm sein, augenblicklich allerdings nicht. Heute habe ich schon mal kräftig gehustet und geniest. Über meine Steppdecke habe ich nachts noch eine Wolldecke gebreitet. Ich streike – noch ist Sommer, da will ich mich nicht aufführen wie in der Adventzeit. 😀 Gemütliches bibbern. Aber „Das Internet funktioniert!“

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