Herbst am See

Am Samstag musste Kurti wieder arbeiten und so war ich wieder mal mit Maya allein unterwegs. Die Scheinträchtigkeit ist ja jetzt vorüber und nun haben wir wieder ein paar Wochen in der sich Maya wie ein Junghund aufführt… und auch eher wie ein Junghund folgt, also nicht so brav und verlässlich wie sonst. Dafür hat man mehr zu lachen weil sie auch öfters wie ein Gamsbock in der Gegend herumhüpft. Irgendwas muss am Jungfruholmen, dem Gemeindebadeplatz im Ort, besonders sein, denn dort führt sie sich eigentlich ständig wie ein junges Hundemädl auf!

Als ich sie von der Leine ließ, drehte sie zuerst einmal zig Runden um mich herum – aber leider war da die kleine Kamera noch in der Tasche. Ihre restlichen Herumtollereien hab ich ja am Samstag schon von ihrem Blog „re-gebloggt“. Wenn ich mal nicht filmte und kicherte, hab ich ein paar Fotos gemacht.

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Am Heimweg spielte sie dann noch mit ihrer besten Freundin Leona und ich hatte erwartet dass sie dann schon hundemüde ist, aber sie hielt auch noch tapfer den Besuch von Steffi und Jonas durch wo sie mit Jonas auch spielte. Gegen Ende flüchtete sie dann doch öfter mal zu mir und Steffi. Naja, spielen nach Menschenkinder Art ist sie ja nicht gewohnt, das wurde ihr dann einfach zu viel. 😉

Am Sonntag vergrub ich erstmal 70 Krokuszwiebel und 14 Hyazinthenzwiebel im Garten und ging dazwischen mal mit Maya um den Block. Da trafen wir Jonte, einen ca. 6 Monate alten Mischlingsrüden (auch „so ein Kampfhund“!) den Maya bisher eher ignorierte bzw. sogar leise anknurrte wenn er ihr zu aufdringlich wurde. Aber es ging ihr da ja wegen der Scheinträchtigkeit auch nicht so gut und da ist sie eben etwas launisch. Gestern hätten die zwei doch glatt zu spielen begonnen. Er war hinter dem Zaun mit dem Hintern hochgestreckt in Spielaufforderungspose und Maya auf der Straßenseite in der gleichen Pose und beide hüpfen hin und her… sah total witzig aus. Dann versuchte Jonte unter dem Zaun durchzukriechen und wenn sein Herrchen ihn nicht zurückgehalten hätte, wär ihm das auch gelungen. Ich habe angeboten, dass sie doch mal bei uns vorbeikommen könnten um die Hunde in unserem vollständig eingezäunten Garten spielen zu lassen aber schauen wir mal ob sie das auch tun. Ist eine Familie mit drei kleinen Kindern die ein paar Häuser weiter wohnt aber bis auf die Kinder, die Maya immer streicheln und mit Leckerlies füttern wollen, hatten wir noch keinen Kontakt (bis auf „Hallo“ sagen). Seit Jonte bei ihnen ist, quatschen wir ein bisschen über Hunde und Hundeerziehung (hab ihnen auch wärmstens unsere Trainerin Matilda empfohlen) und eigentlich wär es ja schön wenn Maya einen neuen Hundefreund zum „erziehen“ hätte. Wenn das Häuschen in dem Leona früher wohnte, erstmal vermietet ist, wird Leona ja kaum mehr da sein und bis auf Daphne (den Hund unserer Hundesitterin) hat Maya ja keine regelmäßigen Hundekontakte. Naja, bis auf die sonntäglichen Hundetreffs aber wenn da mehr als ein Hund ist, ist das ja ganz was anderes.

Und somit sind wir auch schon beim Hundetreffen. Erst dachten wir ja wie wären schon wieder ganz allein da aber dann kamen doch noch Senya und Wilda, Mama und Tochter (Rasse Griffon Fauve de Bretange). Wilda versucht die ganze Zeit Maya zum Spielen zu bewegen aber die konnte mit der kleinen 6 Monate alten Wilda anfangs nicht viel anfangen. Schon gar nicht als Wilda mit Bellen ihr Glück versuchte… bellende Hunde mag Maya nämlich gar nicht. 😉

Senya, Maya und Wilda beim Treffen im September

Senya, Maya und Wilda beim Treffen im September

Aber als Wilda dann Fahrt aufnahm und ordentlich dahinsauste, konnte Maya ihren Jagdinstinkt nicht mehr ignorieren und verfolgte sie. Durch die nasse Blätterschicht rutschten alle Hunde mehr oder weniger oft aus aber es verletzte sich zum Glück keiner. Irgendwann jedoch erwachte in Senya der Mutterinstinkt und sie pfauchte Maya an und die Fetzen flogen. Das Ganze geht ja immer wahnsinnig schnell und wir wissen nicht, ob Maya vielleicht gerade mal zu grob zu Wilda war oder ob einfach Senya zu sensibel reagierte (wobei die selber im Umgang mit Wilda alles andere als zimperlich ist), jedenfalls knurrten und bellten und schnappten Maya und Senya einander an. Es klang schlimm aber es war nix. Es war auch recht leicht die zwei zu trennen und sie beruhigten sich auch gleich wieder. Ob es jetzt richtig war oder nicht dazwischen zugehen kann man diskutieren aber irgendwie ist das eben immer der erste Impuls… weil man eben glaubt dass was passiert wenn man nichts macht. Aber nach zwei Minuten Trennung ließen wir sie wieder frei laufen, sie beschnüffelten sich und alles war wieder gut. Wilda zog wieder wie ein Schatten hinter Maya her – also hat zumindest sie Maya nichts übel genommen. Ich glaub Maya war ganz perplex über Senyas Reaktion denn sie hielt sich auf Distanz, war unsicher und ließ sogar den Schwanz hängen… das sieht man ihr nicht sehr oft, dominant wie sie ist. 😉

Vom Treffen werde ich auch ein Video produzieren (kommt im Laufe der Woche auf Mayas Blog), aber der Kampf wurde nicht aufgenommen.

Dafür entstanden am Heimweg diese Bilder… als schon die ersten Nebelschwaden über den Feldern aufstiegen.

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4 Antworten zu Herbst am See

  1. Annette schreibt:

    Wunderbare, herbstliche Stimmungsbilder, liebe Claudia! Ich gehe immer wieder gern mit euch spazieren. Wollt ihr mit Maya züchten, oder warum ist sie nicht kastriert? Wenn sie immer läufig wird, birgt das grosse Risiken für ihre Gesundheit (Pyometra, Mammatumore), ganz abgesehen davon, dass sie in der Scheinschwangerschaft depressiv ist. Liebe Grüsse in den Norden!

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    • Maya Hammarby schreibt:

      Liebe Annette!
      Bei jeder Scheinträchtigkeit überlegen wir aufs Neue Maya kastrieren zu lassen doch je mehr ich mich darüber informiere und nachdenke, desto mehr stärkt mich das in meiner Überzeugung diesen Eingriff nicht durchführen zu lassen.
      Hier in Schweden ist das Kastrieren lassen nicht so eine Selbstverständlichkeit wie z.B. in Deutschland deshalb haben wir auch nie wirklich drüber nachgedacht… bis zur zweiten Läufigkeit und der darauffolgenden Scheinträchtigkeit. Damals ging es Maya echt nicht gut, hatte sogar Milch, und wir brachten sie zum Tierarzt. Sie wurde untersucht aber bis auf die Tatsache, dass sie eben scheinträchtig war, war sie kerngesund. Als wir fragten was wir denn tun könnten, damit Maya nicht so leidet, wurde uns gesagt, dass sie zwar Hormone bekommen könnte aber die seien alles andere als gesund und im übrigen sei Scheinträchtigkeit eben ganz normal und natürlich… und der Hund wird es ohne Schaden zu nehmen, überleben. Eine Woche später war Maya wieder fröhlich und gut drauf wie immer.
      Die nachfolgenden Scheinträchtigkeiten waren nicht so schlimm wie jene zweite aber ihr Gesäuge schwillt an und das ist offensichtlich sehr unangenehm für sie. Sie ist dann schlecht drauf, knurrt schon mal andere Hunde an die sie dann nerven, ist allgemein müde und will nicht immer fressen… Leckerlies nimmt sie aber immer!
      Dieser Zustand dauert ungefähr zwei Wochen wobei es in der letzten Woche am schlimmsten ist.
      Und wie gesagt, jedes Mal überlegen wir aufs neue ob wir sie nicht doch kastrieren lassen sollen.
      In den letzten Wochen und Monaten war es wieder so weit und ich recherchierte diesmal wirklich gründlich und las mehrere aktuelle Studienergebnisse und Forschungsberichte die es im Internet zu finden gab. Was ich da las, erschreckte mich.
      Ja, eine Kastration beugt verschiedenen Krebsarten vor, jedoch besagen diese Studien, dass die Hunde stattdessen andere, gefährlichere Krebsarten bekommen können. Rund die Hälfte aller kastrierten Weibchen (von größeren Rassen)werden inkontinent … bei Dobermännern und Rottweilern (25 bzw. 50 % bei Maya) sind es sogar 75%. Die meisten kastrierten Weibchen nehmen zu … und Maya hat jetzt eigentlich schon zu viel auf den Rippen. Schon klar, dass das unsere Schuld ist aber Maya interessiert sich eben nur für Leckerlies als Belohnung.
      Weibchen die wie Rüden das Beinchen heben, so wie Maya, haben zu viel Testosteron und durch eine Kastration werden noch weniger weibliche Hormone erzeugt und viele Hündinnen entwickeln dann Aggressionen gegen andere Hunde. Maya ist jetzt schon sehr dominant anderen Hunden gegenüber … wenn dann noch eine aggressive Note dazu kommt, wird es mit Hundebegegnungen noch schwieriger.
      Bei dieser Scheinträchtigkeit haben wir zum ersten Mal Globuli ausprobiert (ein Tipp von Claralotti http://claralottiluth.wordpress.com/ – Danke nochmals dafür) und das schien doch geholfen zu haben. Sie hat zwar noch weniger gefressen als sonst, aber sie war nicht so depressiv wie sonst. Sie stand auch immer brav in der Früh auf was sonst nicht der Fall war… da hat sie sich auch schon mal schlichtweg geweigert aus dem Bett zu kommen. Das nächste Mal werden wir etwas früher mit der Globuligabe beginnen und mal sehen, wie es dann wird.
      Ich weiß dass es für viele ganz normal ist, den Hund kastrieren zu lassen und das ist auch jedermanns Recht aber ich glaube dass es für uns ganz einfach nicht so gut wäre. Uns sind ein paar Blutstropfen vier Wochen im Jahr viel lieber als Urintröpfchen das ganze Jahr. Uns ist eine zwei Wochen im Jahr depressive Maya lieber als eine aggressive Maya… und es widerstrebt mir ganz einfach meinem Hund einer Operation zu unterziehen um ein gesundes Organ entfernen zu lassen. Mit diesem Gedanken kann ich mich einfach nicht anfreunden.
      Ich habe dazu einen interessanten Beitrag einer Tierarztpraxis gelesen wo dieses Thema auch behandelt wird, vor allem die Häufigkeit von gewissen Krebsarten bei kastrierten Hunden … hier ein Link dazu:
      http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951

      Langer Kommentar, kurzer Sinn: für uns kommt eine Kastration von Maya nicht (mehr) in Frage.
      Liebe Grüße
      Claudia & Maya

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  2. hildegardlewi schreibt:

    Ist ja traumhaft. Aber ist es den Hundchen denn noch nicht zu kalt, wau wau ??? Beim sitzen und im Wasser? wau wau. ?

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