Do as I do – Eine neue Art des Hundetrainings

Maya ist auf Facebook Mitglied in der Gruppe „Trickdogging – Jede Woche ein neuer Trick“. Dort findet man jede Woche einen neuen Trick der vorgestellt wird und zu dem man seine Bilder und Videos reinstellen kann. Unser Problem ist, dass Maya meistens viel länger als eine Woche braucht, um neue Tricks zu lernen (bzw. ich nicht so viel Zeit habe um mich mit ihr zu beschäftigen) aber man bekommt viele Anregungen und auch mehr oder weniger brauchbare Anleitungen.

Jedenfalls hab ich dort mitbekommen, dass einige Leute ihre Hunde dadurch trainieren, dass die Hunde die Menschen imitieren. Das fand ich so interessant, dass ich mal danach googelte und auch ein wenig Material dazu fand. Und dann fand ich ein Buch „Do as I do – Machs mir nach“ von Claudia Fugazza.

Claudia Fugazza ist Referentin an den Universitäten von Padova und Pisa und gemeinsam mit Prof. Adam Miklosi von der Universität Budapest nimmt sie an einem Projekt zum Studium von sozialem Lernen von Hunden teil und ist außerdem Hundetrainerin in der Hundeschule Happy Dog School in Como, Italien.

Ich bestellte das Buch am 15. März in Österreich und am 22. April, war es dann endlich im Postkasten. Das Büchlein ist sehr dünn und die Buchstaben darin extrem groß … aber zumindest ist der Trainingsablauf gut erklärt. 🙂

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Es geht darum dass man dem Hund erstmal verständlich macht, dass er einen imitieren soll. Dazu braucht man erstmal sechs Übungen/Tricks/Verhalten die der Hund auf verbales Kommando beherrscht und die man als Mensch natürlich auch selbst vorzeigen kann. Man wählt erst drei Verhalten aus anhand deren man dem Hund verständlich macht, dass er einen imitieren soll. Dazu lässt man den Hund (am besten gegenüber von einem selbst) sitzen und „bleib“ machen. Man macht das Verhalten das der Hund nachmachen soll vor und zurück in der Ausgangsposition sagt man nun das Wort das man in Zukunft als Kommando für „Jetzt pass mal auf was ich mache denn du sollst das nachmachen“ verwenden möchte, z.B. „Do it“ oder „Machs nach“ und dann eben das verbale Kommande.

Wichtig ist hier, dass der Hund die schon gelernte Handlungen nur nach einem verbalen Kommando ausführt… da fängt schon mal unser Dilemma an. Ganz unbewusst hab ich auch immer ein Handzeichen für die Sachen, die Maya machen soll. Aber der Hund soll bei dieser Trainingsform nicht auf die Körpersprache achten, sondern nur die Tätigkeit die der Mensch vormacht, imitieren. Das ist schwieriger als man glaubt! Zumindest für mich. 🙂

Andererseits weiß ich auch ganz genau dass ich viel zu undeutlich in meiner Kommunikation mit Maya bin und sie deshalb oft nicht weiß was ich von ihr will. Einsicht ist der Anfang zur Besserung! 🙂

Wenn der Hund anhand der ersten drei Übungen verstanden hat, dass er einen imitieren soll, übt man das ganze mit drei neuen Verhalten und kann somit überprüfen ob der Hund das Prinzip verstanden hat oder man nicht vielleicht doch unbewusst ein körperliches Signal verwendet hat. Es ist auch wichtig, dass man das gleiche Verhalten nicht mehr als zweimal hintereinander macht damit der Hund das „Do it“ nicht einfach als neues Kommando für die schon bekannte Handlung ansieht.

Tja, wenn dann der Hund verstanden hat dass „Do it“ das Signal ist, dass er Frauli oder Herrli nachmachen soll, kann man anfangen sich in der Öffentlichkeit (oder daheim) lächerlich zu machen und furchtbar blöde Sache machen, die der Hund dann nachmachen soll. 🙂

Also ich finde das total interessant und freu mich schon drauf das mit Maya auszuprobieren. Doch wie gesagt, unser Problem ist dass wir erstmal die Handzeichen/Wort-Kommandos auf nur-verbale Kommandos umlernen müssen.

Also wer weiß, vielleicht gibts dann demnächst mal ein Video wo ich mich im Dreck wälze und Maya macht es mir nach? 😀

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9 Antworten zu Do as I do – Eine neue Art des Hundetrainings

  1. Michaela schreibt:

    Uii das klingt spannend!
    Bitte genau dokumenteieren , ich will das auch sehen! 😀
    Mal ernsthaft, doch stelle ich mir schon sehr interessant vor 🙂

    LG, Michaela

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  2. Socke-nHalterin schreibt:

    Ende Juni werde ich mit Socke ein zwei Tages Seminar dazu besuchen. Zurzeit trainieren wir Wortzeichen zu erfüllen…
    Wir sind sehr gespannt

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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    • Oh toll! Hab bei uns leider keine gefunden…Schweden hinkt den Entwicklungen, wenns um Hunde geht, manchmal noch hinterher. Wenn du beim Wortzeichen üben bist bin ich also offensichtlich nicht die einzige die mit dem Hund „mit Händen und Füssen“ UND Worten redet. 😀 Liebe Grüße, Claudia

      Von Samsung Mobile gesendet

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  3. hildegardlewi schreibt:

    Zeit und Geduld sind zwei Dinge, die ich einfach nicht aufbringen kann. Unser Hund (von meiner Tochter) überrascht uns täglich. Der bringt uns noch was bei. Ein Alleinunterhalter sozusagen.
    Sagt Maya nicht manchmal: äh, ich hab‘ heut keine Lust….! 😀

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    • Die Geduld hab ich mit Maya gelernt… anfangs hatte ich die nicht aber das Resultat war, dass ich ständig sauer auf Maya war weil sie nie machte was sie machen sollte. Als ich mich dann dazu zwang geduldig zu sein, klappte es auch mit der Erziehung. Aber es war ein langer Weg. Maya ist ja mein erster Hund und nicht von der leichterziehenden Art. Sollte ich jemals wieder einen Welpen haben, würde ich so gut wie alles anders machen. Das einzige was wir von Anfang an richtig gemacht haben, war unsere Konsequenz dabei, dass sie nicht auf unser Bett darf. Und sie käme heute nie auf die Idee aufs Bett zu springen, egal ob wir daheim sind oder nicht. Wenn wir weg sind ist auch immer die Tür zum Schlafzimmer offen aber sie springt trotzdem nicht rauf.

      Und das mit der „Lust“… tja, Maya ist so gierig dass sie für Leckerlies fast alles macht. 🙂

      Wichtig ist bei ihr dass man die Trainingseinheiten kurz und positiv gestaltet. Man muss aufhören, bevor es sie nervt und langweilig wird oder sie keine Erfolgserlebnisse mehr hat. Ich glaub, sie lernt eigentlich ganz gerne neue Tricks weil sie ja dann auch sieht dass ich mich freue.
      Das klingt jetzt doof aber oft ist es sie, die die Initiative ergreift und mich dazu auffordert, mich mit ihr zu beschäftigen. Wenn sie spielen möchte, wirft sie mir ein Spielzeug vor die Füsse und wenn sie trainieren will (also auf gut Deutsch Leckerlies will) guckt sie abwechselnd zur Leckerlietasche und zu mir. In der Hinsicht ist wirklich super und man weiß genau was sie will.
      Ich brauch auch nur den Klicker in die Hand zu nehmen und sie macht sofort irgendwelche Sachen (im Garten z.B. Quietschball bringen, oder auf den Stein über dem Brunnenschaft steigen oder mit dem Basketball drippeln) um eine Belohnung zu bekommen. Manchmal auch ganz verrückte Sachen, wie auf das Dach der Hundehütte springen, dass sich dann beängstigend nach unten drückt. 🙂

      Alleinunterhaltung kann Maya auch ganz gut, z.B. wenns irgendwo tropft. 🙂

      LG, Claudia

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  4. Claralotti schreibt:

    Wir sind sehr gespannt, wie das aussehen wird!!! 👍

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