Autokauf in Schweden

Aufmerksamen Lesern ist es wohl nicht entgangen, dass ich auf der Suche nach einem neuen Auto war. Mein 10 Jahre alter Hyundai Getz hat zwar in den letzten 6 Jahren in meinem Besitz ordentlich funktioniert aber er war mir nie sympathisch. Irgendwie fühlte ich mich nie richtig wohl und sicher in dem Auto, auch wenn ich nicht erklären kann warum.

Die Bremsen waren nicht mehr die besten, ich brauchte neue Sommarreifen, die Klimaanlage funktionierte nicht mehr wie sie sollte (das Auto war erst angenehm kühl oder warm wenn ich schon wieder daheim war), das Auto wurde immer lauter und Service war auch wieder an der Reihe. Kurz und gut … ich wollte kein Geld mehr investieren sondern ein neues Auto, das ich mir selber aussuchen wollte. Den Hyundai hatte ja Kurt für mich „ausgesucht“ und testgefahren weil ich beim Autokauf noch keinen Führerschein hatte.

Hm, ich glaube diese Geschichte habe ich hier auf dem Blog noch gar nicht erzählt… aber ihr sollt sie natürlich hören bzw. lesen.

Es war Juli 2010 und wir hatten schon den Kaufvertrag für unser Haus unterschrieben und ich war dabei den Führerschein zu machen. Leider hat sich die Führerscheingeschichte unendlich in die Länge gezogen weil ich mir die falsche Fahrschule ausgesucht hatte. In einer kleinen Stadt wie Sandviken sind auch die Fahrschulen recht klein und ich hatte das Pech dass meine Fahrschule wohl eine nicht sehr umgängliche Chefin hatte so dass nach und nach die drei Fahrlehrer absprangen. Davor war „meine“ Fahrlehrerin auch noch öfters krank (oder war da auf Jobsuche, was weiß ich) aber das bedeutete dass ich einfach keine Fahrstunden buchen konnte bzw. nur mit drei Wochen Zwischenraum… und das ist als Fahrschüler halt doch blöd wenn man nur alle drei Wochen eine Stunde fahren kann… da verschwindet ja dazwischen wieder das Gefühl fürs Fahren … oder vielleicht war ja auch nur ich zu doof dazu (bin ja auch eine Frau 😉 ) Die letzten Fahrstunden machte ich dann mit der Chefin weil sie keine Fahrlehrer mehr hatte! Jedenfalls dauerte es eine ganz Weile (zeitmässig, nicht fahrstundenmässig!!!) bis ich so weit war und zur Prüfung antreten durfte.

Erst hatte ich die Theorieprüfung (ohne je eine Theoriestunde besucht zu haben – das ist nicht vorgeschrieben in Schweden; ich musste nur ein theoretisches und praktisches Sicherheitstraining absolvieren) und drei Tage später die Fahrprüfung am 5. August 2010! Tja, und nachdem wir im September ins Haus übersiedeln würden, brauchte ich ein Auto. Dann fanden wir den Hyundai Getz zu einem guten Preis und schlugen zu, obwohl ich da noch nicht mal den Führerschein hatte.

Damals wohnten wir in einer Mietwohnung in Sandviken und für Kurts Auto hatten wir einen Parkplatz vor dem Haus gemietet. An einem Samstag war die Kaufabwicklung des Wagens (von einer Privatperson) bei uns und das Auto wurde auf mich angemeldet. In Österreich dauern solche bürokratische Geschichten ja meistens länger und so dachten wir uns, dass wir das Auto ja bis Montag auf dem Gästeparkplatz unserer Hausanlage stehen lassen könnten. Naja… was soll ich sagen. Am Montag hatte ich schon eine Parkstrafe in Höhe von umgerechnet 44 Euro zu zahlen weil ich als Mieter nicht auf dem Gästeparkplatz parken darf. Wer konnte denn schon damit rechnen dass die schwedischen Behörden so schnell arbeiten?

Es gibt wohl nicht viele Menschen die eine Parkstrafe bekommen bevor sie noch den Führerschein haben. 🙂

Doch eigentlich wollte ich euch ja vom Auto kaufen erzählen! 🙂

Ja, wie gesagt, ich wollte ein neues Auto und hab mir in mühevoller Kleinarbeit eine laaaange Liste von für mich interessanten Kleinwagen angefertigt in denen ich Kriterien und Ausstattung und natürlich die Preise vergleichen konnte. So wirklich überzeugt hat mich von den Autos aber keines… bei allen war irgendwas was nicht passte. Dann war ich wieder einmal auf der Suzuki Website (der schwedischen) und plötzlich war da ein Gewinnspiel:

Wenn man eines der zehn in ganz Schweden versteckten nigelnagelneuen Suzuki Baleno finden würde, könnte man den Wagen für ein Jahr kostenlos nutzen. Es gab eine Übersichtskarte damit man sehen konnte wo ungefähr die Autos platziert waren und jedes hatte seine eigene SMS Nummer. Und man brauchte nur durch kluge Fragen per SMS herausfinden, wo der Wagen war, ein Selfie mit dem Autokennzeichen machen und das Bild mit einer Begründung warum man gewinnen sollte, an Suzuki schicken.

Ich hatte zwar früher schon die Ankündigung für ein neues Automodell auf der Suzuki Website bemerkt aber nachdem es auf den Bildern eher wie eine normalgroße und normalpreisige Limousine aussah, hatte ich nie weiter drüber nachgedacht. Als ich jetzt nach dem Marktlaunch aber den Preis dazu sah, wurde der Wagen plötzlich interessant. Ich las die Informationen und Spezifikationen und beschloss, dass ich am Gewinnspiel teilnehmen musste. Außerdem fand ich die Idee per Fragen den Standort eines Wagens herauszufinden sehr witzig. Ach ja.. und natürlich rechnete ich fest damit dass auch in Sandviken ein Auto stehen würde weil es zwar in Sandviken, nicht aber in Gävle (der nächstgrößeren Stadt) einen Suzuki-Händler gibt. Und man konnte auf der Karte deutlich sehen, dass es „bei uns“ in der Gegend einen Wagen gab.

Am gleichen Nachmittag schrieb ich die erste SMS (hier die deutsche Übersetzung meiner Konversation mit einem Auto):

Ich:     Bist du in der Nähe von Kenneth Larsson (der Suzukihändler in Sandviken)?

Auto:   Kenneth Larsson in Sandviken ist ein Pfundskerl. Aber ich stehe in Gävle.

Ich:      Siehst du das Meer?

Auto:   Ich sehe sehr viel Ziegel. Und andere Autos!

Ich:      Gibt es in der Nähe einen Bahnhof?
(Der Hauptbahnhof in Gävle ist aus Ziegeln gebaut)

Auto:   Der Gävle Fluss ist recht nahe.

Ich:      Welche Farbe hast du?

Auto:    Ich habe eine herrliche weiße Farbe.

Ich:       Sind die anderen Auto in Bewegung oder sind sie geparkt?

Auto:    Ich stehe auf einem Parkplatz. Krankhaft groß könnte man sagen.

              Hier tue ich mir mit der Übersetzung schwer weil es diese Phrase auf Deutsch
              nicht gibt. „Sjukt“ bedeutet krank aber „sjukt stor“ bedeutet hier „extrem groß“.

An dieser Stelle begann ich zu überlegen wo in Gävle es einen „sjukt stor“en Parkplatz gibt. Klar gibt es große Parkplätze aber die sind alle nicht extrem. Extrem wäre bei mir z.B. der Parkplatz am Flughafen Arlanda … aber in Gävle?

Weitere Hinweise bekam ich dann nicht mehr denn es kamen nur noch SMS mit dem Text „Es sind viele die nach mir suchen!“.

Ich schaute dann auf Google Maps und guckte ob ich vielleicht einen richtig großen Parkplatz über die Satellitenansicht finde (kenn mich ja in Gävle auch nicht so gut aus und es konnte gut sein, dass ich eben nicht weiß dass es einen riesigen Parkplatz gibt) aber ich sah nicht wirklich was Passendes.

Doch dann, am Heimweg im Auto, fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Sjukt stor! Das Sjukhus = Krankenhaus ist aus Ziegeln und ganz in der Nähe fließt der Gävle Fluß und der Parkplatz ist auch relativ groß! Das musste es sein!

Am nächsten Tag (ein Samstag) fuhren wir nach Gävle und sofort sah ich das Auto am Parkplatz des Krankenhauses stehen. Juhuuuuuu … und irgendwie war ich vollkommen davon überzeugt dass ich gewinnen würde. Keine Ahnung warum ich das glaubt (ich gewinne ja sonst auch nie was), aber ich glaubte fest daran. Als Begründung schrieb ich ein Gedicht in dem ich erklärte, dass ich eigentlich einen Suzuki Swift kaufen wollte aber mich dann in den Suzuki Baleno verliebt hätte und dass es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein… irgend so was. Es war wirklich ein gutes Gedicht, finde ich. 😉

Im Internet verfolgte ich auch wie viele Leute die Autos gefunden hatten und nach den ca. 14 Tagen in denen das Gewinnspiel lief, waren es insgesamt nicht mal 600, also standen meine Chancen ja recht gut. Natürlich musste ich „mein“ Auto vorab aber auch mal testfahren und so fuhren wir zum Händler (der ist auch Hyundai Händler und wir haben ja beide Hyundais, kennen die Leute dort also) und ich testete erstmal den Suzuki Swift. Wieder einmal waren wir darüber erstaunt dass niemand einen Führerschein sehen wollte, sondern dass uns einfach der Autoschlüssel in die Hand gedrückt wurde. Das war schon 2008 so als wir nur gebrochen Schwedisch sprechend ein Auto für Kurt suchten, hat also nichts damit zu tun, dass wir dort Stammkunden sind.

Von der Größe und Ausstattung gefiel mir der Suzuki Swift ganz gut aber das Fahren war gar nicht toll. Er hat 94 PS aber im Vergleich zu meinem Hyundai Getz mit 97 PS war das eine Schnecke. Und auch die Lenkung fand ich total unruhig. Nein, den mochte ich nicht. Dann fuhr ich den Baleno und was soll ich sagen … es war Liebe auf den ersten Druck aufs Gaspedal. 😉

Der ging ab wie eine Rakete als ich auf die Schnellstraße auffuhr, er war viel leiser als mein altes Auto, die Sitze waren total bequem, die Ausstattung ein Luxus und ich fühlte mich einfach wohl im Auto.

Mit einem euphorischen „den will ich haben“ Gefühl fuhren wir dann wieder heim und ich studierte die Spezifikationen bis ins kleinste Detail. Und ich gebe zu, ich suchte nach Fehlern und Nachteilen. Ich fand zwei davon. Das erste war der Preis für die höchste Ausstattungsklasse.

Was ich wegen Maya unbedingt bei einem neuen Wagen wollte, waren elektrische Fensterheber vorne UND hinten – und das gab es leider nicht in der Grundausstattung bzw. eben nur vorne.

Und das zweite war eine Bodenfreiheit von nur 12 cm (mein alter Hyundai Getz hatte 16 cm). Schließlich muss ich tagtäglich über eine schlecht befestigte Schotterstraße zu unserer Hundesitterin fahren und die Straße dahin ist manchmal in einem „sjukt“ schlechten Zustand. Ich weiß gar nicht mehr ob ich euch damals davon berichtet habe, aber vor ca. einem Jahr musste ich an dieser Stelle einem entgegenkommenden Auto ausweichen und musste gezwungenermaßen durch ein Schlagloch fahren wobei mir das Abgasrohr das unter dem Auto verläuft, gebrochen ist und um 250 Euro repariert werden musste (übrigens die einzige Reparatur seit der Wagen in meinem Besitz war!!!). Außerdem bezweifelte ich dass ich im Winter mit einer Höhe von nur 12 cm überhaupt auf der oft ungeräumten Schneefahrbahn bei uns vorankommen würde.

Das Auto mit Vollausstattung wäre schon schön gewesen aber ich dachte mir dass es ja nicht lange so schön sein würde wenn ich jeden Tag Maya kutschiere, und einen Garagenplatz hab ich ja auch keinen und die ganzen technischen Spielereien braucht ja keiner usw. und so würde es „das nicht wert sein“.

Naja, ich bin so… ich kauf mir sehr sehr selten teure Sachen weil teuer nicht immer gut bedeutet. Markenkleidung wird genauso schnell verschlissen wie billige Kleidung – ist zumindest meine Erfahrung. Qualität braucht nicht immer eine teure Marke! Und wozu sollte ich mir ein teures Auto kaufen wenn ich ja eigentlich nur einen fahrbaren Untersatz brauche der mich in die Arbeit und zum Supermarkt bringt. Auch wenn jetzt einige von euch der Schlag trifft – wenn der Dacia nicht nur 90 PS hätte, wäre der anfangs auch in die engere Wahl gekommen – ich brauche auch kein „Statussymbol“! Im Laufe meiner „Recherche“ bzw. bei der weiteren Eingrenzung habe ich dann auch mehr auf Benzinverbrauch, Motorstärke und die durchschnittliche Häufigkeit von Reparaturen bzw. Beanstandungen (ich fand einen Bericht über die Gebrauchtwagen die beim TÜV immer am besten abschneiden) geschaut.

Tja, meine ständigen Kostenargumente nervten wohl mit der Zeit meinen Mann denn der sagte dann schon ständig dass es ja auch nicht soooo viel mehr kosten würde und aufs Monat gerechnet würden die zusätzlichen Kosten kaum auffallen. Ja, da hatte er wohl recht. 30 Euro mehr oder weniger im Monat machen keinen sooo großen Unterschied im Haushaltsbudget. Aber die Ausrüstung macht dann wohl einen größeren Unterschied wenn man das Auto nach einigen Jahren entweder verkauft oder wieder in Anzahlung gibt.

In der Zwischenzeit hatte ich auch Bescheid bekommen, dass ich das Auto nicht gewonnen hatte. Sniff. Und auch wenn das jetzt vielleicht nicht sehr objektiv ist, ich finde immer noch dass meine Begründung besser war als die von der Frau die dann im Endeffekt gewonnen hat. Aber ich habe zumindest einen Trostpreis bekommen… einen kleinen USB Lautsprecher. 🙂

Naja, ein bis zwei Wochen später fuhr ich dann nochmals eine Runde mit dem Baleno (und dem S-Cross aber der war so gar nicht mein Ding) und sprach auch mit dem Verkäufer über meine Zweifel wegen den 12 cm Bodenfreiheit. Er meinte auch dass ihm das gar nicht aufgefallen sei dass der „so niedrig“ sein soll und man sieht es auch überhaupt nicht. Im Gegenteil, hinten kommt er mir sogar höher vor als mein alter. Die „Schürze“ vorne ist wohl ein wenig niedriger aber auch nicht niedriger als andere Autos. Also waren diese Zweifel dann ausgeräumt. Wenn Schneechaos angesagt ist, kann ich ja den Laptop vom Buero mitnehmen und im schlimmsten Fall (wenn ich nicht fahren kann) von daheim aus arbeiten. 🙂

Während wir unsere Runden mit den Suzukis drehten, fuhr der Verkäufer eine Runde mit meinem alten Hyundai Getz den ich ja in Zahlung geben würde.

Naja, und was soll ich sagen … dann rechnete er ein wenig herum und kam mit einem Angebot. Ich bekam einen super Preis für meinen alten Hyundai (Unterschied zwischen Kaufpreis vor ziemlich genau 6 Jahren und Verkaufspreis an den Händler waren nur 2.500 Euro!) und außerdem gab es von Suzuki zur Einführung des neuen Baleno Models eine Suzuki Karte mit umgerechnet 500 Euro und einen niedrigen Zinssatz. Alles in allem, ein gutes Geschäft finde ich.

Lustig war auch noch das Thema Felgen für die Winterreifen… der Verkäufer meinte nämlich, wenn ich keine Leichtmetallfelgen nehmen würde, würde er mir keine Winterreifen verkaufen denn für so ein schönes Auto könnte man ganz einfach keine Stahlfelgen nehmen. Wie sähe das denn aus. 😉

Wir bestellten das Auto also Ende Juni und sollten es rein theoretisch vor unserer Urlaubsreise abholen können. Dem war aber nicht so, die Lieferung war noch nicht gekommen. Also fragte Kurti am Montag nach unserer Rückkehr nach und bekam zur Antwort dass der Wagen zwar angekommen sei aber noch in Plastik eingewickelt in der Garage stehen würde. Der Verkäufer hatte vor seinem Urlaub vergessen, das Neuwagenservice zu buchen und somit hatte man noch keine Zeit gehabt um den Motorwärmer zu installieren. Wenn ich wollte könnte ich den Wagen aber ohne Motorwärmer haben und dann die Installation des Motorwärmers später buchen. Ich sollte mich melden und Bescheid geben. Das tat ich am Dienstag und wir vereinbarten dass ich das Auto am Mittwoch um 16 Uhr abholen könnte.

Leute, ich war richtig nervös als ich am Mittwoch zum Autohändler fuhr. Auf dem Weg dahin schüttete es extrem so dass man auf der Schnellstraße nur mit 80 km/h fuhr. Aber somit wurde wenigstens der Staub vom Hyundai abgewaschen der sich seit der letzten Wäsche schon wieder angesammelt hatte und ich konnte ihn relativ sauber abliefern. 😉

Beim Suzuki-Händler angekommen, winkte mir Peter (der Verkäufer mit dem ich den Termin ausgemacht hatte) von seinem Büro aus zu aber er hatte Kunden. Somit kam ein anderer Verkäufer, Stig, auf mich zu und fragte och ich diejenige sei, die den Baleno abholten wollte. Ich bejahte und er bat mich Platz zu nehmen und einen Kaffee zu nehmen, Peter wäre gleich für mich da und sie hätten nur noch etwas Papierkram zu erledigen. Ich setzte mich und teilte Facebook mit dass ich jetzt mein Auto holen würde. 😉

Kurz darauf war Stig wieder da und bat mich in sein Büro. Dort kümmerte er sich um den Kauf- bzw. Kreditvertrag den ich auf einem iPad mit dem Finger unterschreiben musste (die Unterschrift KANN nicht rechtsgültig sein denn sie ähnelt meiner Unterschrift überhaupt nicht!!!) und der mir gleich per E-Mail als pdf geschickt wurde, d.h. ich bekam nicht mal eine Papierkopie. Mein Führerschein wurde eingescannt und ein Antrag für die Suzuki-Karte erstellt und geschickt (die ist gestern angekommen). Ich hatte ja Schlüssel, Zulassungspapiere, Handbuch und Servicebuch des Hyundai Getz mit und hatte sie auf den Schreibtisch gelegt … und plötzlich wollte Stig schon raus und mir das Auto übergeben. Auf meinen Einwurf dass wir ja noch die Übergabe des Hyundai machen müsste, winkte er einfach ab. Er hatte es sehr eilig mir mein neues Auto vorzuführen.

In der Zwischenzeit war auch Peter seine Kunden losgeworden und er ging nach hinten, um den Baleno vorzufahren. Er kam aber zurück und bat Stig ihm zu helfen, weil ein anderes Auto vor meinem Baleno stand. Also schnappte ich mir meine Handtasche und ging nach draußen und wartete.

Und dann kam er vorgefahren… mein wunderschöner roter Flitzer!!! Erst war ich überrascht weil er viel kleiner war als erwartet. Das Auto das ich Probe gefahren hatte war weiß mit schwarzem Schriftzug auf den Seiten und die machten das Auto optisch länger. Aber wisst ihr was… so klein und flott gefällt es mir noch besser. Auch die Farbe ist richtig schön … es gab ja kein rotes Model zum Ansehen als ich bestellte also musste ich auf „gut Glück“ drauf vertrauen dass es ein schönes rot ist … und zum Glück ist es das auch.

Voller Eifer setzte sich Stig in den Wagen und erklärte mir die Funktionen und wo ich was einstellen konnte. Er speicherte mir auch gleich ein paar Radiosender ein, unter anderem seinen Lieblingssender „Vinyl“ (von dem ich noch nie gehört hatte!) … und was soll ich sagen, das ist der Sender den ich jetzt immer höre. Tolle Musik aus den 70er – 90ern; genau das richtige für mittelalterliche Leute wie mich. 😉

Nachdem wir die Hauptfunktionen durchgegangen waren, wollten wir das Navigationssystem ausprobieren aber am Display stand irgendwas von wegen, keine Daten verfügbar. Stig war offensichtlich kein Technikfreak (das merkte ich auch als ich ein paar Fragen wegen der Handyverbindung stellte) und so holte er Peter. Der wusste sofort dass eine SD Karte im Kofferraum war, die erst eingesetzt werden musste. Und kaum war das gemacht, zeigte das Gerät auch schon an, wo wir waren. Er ging dann nochmals die Funktionen mit mir durch und ich stellte noch ein paar Fragen und dann bekam ich den Schlüssel. Ach ja, wie erwähnt hatte ich ja auch Winterreifen mitbestellt aber weil das Modell noch so neu ist, gibt es noch keine Winterreifen dazu!!! Aber ich hoffe, dass ich sie dann bei der Installation des Motorwärmers mitnehmen kann.

Tja und jetzt fahre ich mit einem flotten roten Flitzer in der Gegend herum der u.a. mit radargestützter aktiver Bremsunterstützung und einem adaptiven Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzung, einem 7“ Display mit Audio-System, Handy-Anbindung, Bluetooth Freisprecheinrichtung, Navigation, Rückfahrkamera, getönte hintere Seiten- und Heckscheiben, Xenon Scheinwerfern, Lichtsensor und Keyless Start (schlüsselloses einsteigen und Starten mit Starterknopf) ausgestattet ist.

Bei gerade mal 4 m Länge hat der Wagen vorne und hinten genug Platz auch für große Leute und der Kofferraum fasst ganze 355/1085 Liter. Möglich macht das eine neu konstruierte, leichte Plattform die einen Radstand von 2,52 m bietet. Der nur 980 kg (Leergewicht) leichte Suzuki Baleno 1.0 Boosterjet fährt mit einem Dreizylinder Benzinmotor und bringt es auf 111 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Und in der Woche in der ich ihn jetzt gefahren bin, pendelte der durchschnittliche Benzinverbrauch zwischen nur 4,7 und 4,8 l/100 km. Und das ist auch gut so, denn der Tank fasst nur 37 Liter. 🙂

Und falls ihr das noch nicht wisst: Das „S“ vorne ist nicht das Suzuki Logo sondern bedeutet „Hier fährt ein Supergirl!“ 🙂

Ist er nicht schön???

 

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3 Antworten zu Autokauf in Schweden

  1. Nacho schreibt:

    Sehr schöne Geschichte!

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  2. World Whisperer schreibt:

    Schickes Auto – über den Kauf könntest du ein Buch schreiben 😀

    Lg Mel

    Gefällt 1 Person

  3. leonieloewin schreibt:

    Tolle Geschichte und ein superschönes rotes Auto. Liebe Grüsse, Leonie

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