Strohwitwen allein im Wald

Am Freitag und Samstag musste Kurti bis 1 Uhr morgens arbeiten. Somit machte ich am Samstag mit Maya allein einen Ausflug. Wir fuhren ins Söderåsen Naturreservat, ca. 20 km von uns entfernt. Auf der Karte konnte ich sehen, dass der Weg durch das Reservat nicht sehr lang war aber ich sah auch dass es in der Nähe einer Hundeschule lag, bei der wir einen Kurs besucht hatten als Maya gerade erst ein paar Monate alt war (bevor wir Matilda trafen) und ich erinnerte mich dass es da viele Wege und Forststraßen gab und dachte mir, dass wir irgendwo sicher noch eine Runde gehen könnten.

Das Navi im neuen Auto ist leider für solche Zwecke unbrauchbar denn es findet nur genaue Adressen oder richtig große „Points of Interests“ … dieses Mini-Naturreservat gehört nicht dazu. Also dachte ich mir, ich schalte einfach am Handy Google Maps ein… tja, nur weigerte sich Google standhaft mit mir zu „sprechen“ … also guckte ich nur hin und wieder auf das Handy dass in der Mitte lag (hab noch keinen Handyhalter montiert) aber der Weg war nicht kompliziert und somit kam ich damit gut zurecht. Nur warum Google mir nicht den Weg ansagen wollte, verstehe ich wirklich nicht.

Wenn ich mal Zeit habe, werde ich mal Google fragen… der/die/das weiß ja alles. 🙂

Wie auch immer, bald waren wir da uns stiegen mitten im Wald aus dem Auto. Nur ein paar Meter weiter, begann dann auch das Söderåsen Naturreservat.

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Tja, und nach ein paar hundert Metern blieb Maya stehen, schnüffelte, zog den Schwanz ein und weigerte sich, weiterzugehen. Das macht sie nur bei Bären (zumindest haben wir danach immer gehört dass in den Gegenden wo sie das machte (drei Mal bisher) auch tatsächlich Bären gesehen worden waren)… und in dieser Gegend sind schon öfters Bären gesehen worden … also drehten wir um. Heimfahren wollte ich aber auch nicht gleich, also gingen wir den Waldweg entlang den wir hergefahren waren und bogen dann in einen schönen Waldweg ein.

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Dieser Pfad mündete in eine weitere Schotterstraße die wiederum im Nichts endete. Laut Wanderapp waren wir aber in der Nähe der Stelle an der das Auto geparkt war und so marschierten wir wieder einmal querfeldein und anschließend querwaldein… toll, dachten sowohl Frauli als auch Maya. Und das beste… nachdem es schon lange nicht richtig geregnet hat, kamen wir sogar trockenen Fußes und Pfotens am Ziel an. 😀

Hier gingen wir einfach drüber…

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Wieder am Ausgangspunkt angekommen, versuchte ich nochmals mit Maya den Pfad durch das Naturreservat entlang zu gehen … doch auch diesmal verweigerte Maya. Und ich vertraute ihr, denn als wir so durch das Unterholz stolperten hatte ich in der Nähe des Autos einen Haufen relativ frischer Kacke entdeckt … und der sah verdächtig nach Bärenkacke aus. Zu viel für kleinere Tiere und auch nicht in Würstchenform sondern wirklich ein Haufen aber auch nicht so „verstreut“ wie es ein Pferd machen würde. Und „frisch“ weil noch ein Haufen Fliegen sich daran labte.

Da wir erst drei Kilometer hinter uns hatten wollte ich natürlich noch nicht heim und ich erinnerte mich, dass ich ein Schild mit „Storgösken“ gesehen hatte… und das ist ein See. Also stiegen wir ins Auto ein und ich fuhr an jene Stelle… da konnte ich dann auch gleich die Geländegängigkeit meines neuen Autos probieren denn das war wirklich nur ein Waldweg… zum Glück kam mir keiner entgegen. 🙂

Storgösken ist ein See in der Nachbarkommune Hofors und sowohl ein Fischerteich als auch ein Badeteich … mit einem schönen Sandstrand. Das wussten wir vorher nicht aber jetzt wissen wir es und kommen sicher wieder. 🙂

Hier ein paar Bilder (Handy und Kamera gemischt) aber die Stelle war in Wirklichkeit viel schöner.

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Sogar Valhalla haben wir entdeckt! 🙂

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Wie man sieht war das Wetter nicht besonders schön aber für September ist es immer noch recht warm… also für schwedische Verhältnisse. Am Samstag hatten wir knappe 15 Grad und heute etwas mehr und dafür auch etwas Sonnenschein. Wir hatten in früheren Jahren auch schon im August Nachtfrost aber heuer ist davon noch nichts so sehen.

Maya war überglücklich als wir dann auch noch den Sandstrand entdeckten.

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Danach fuhren wir aber nach Hause. Beim späteren Gassigehen durfte Maya wie immer bestimmen wo es langging (sie will dann so gut wie immer eine Runde durch das Dorf machen und markieren und schnüffeln was das Zeug hält und nach Katzen Ausschau halten) … aber obwohl sie sicher vom Ausflug müde war, wollte sie dann nach der sogenannten „Pizzeria-Runde“ (einmal zur geschlossenen Pizzeria und retour) auch noch die „Eisenbahnrunde“ gehen… also nochmals ca. 2 km. Allerdings gibt es da keine Straßenbeleuchtung und es war schon recht dunkel … aber was tut man nicht alles für den Hund. Und dann sah ich auch noch auf der Wiese die Umrisse eines Tieres aber weil es schon so dunkel war konnte ich nicht sagen, was es war. Erst dachte ich, es wäre ein Reh aber dann bildete ich mir ein ich würde einen buschigen Schwanz sehen, also einen Fuchs. Doch als wir dann weitergingen, sprang das Reh davon … also kein Fuchs. Und Maya ist schon so cool (zumindest bei Rehen) dass sie zwar hinguckte aber dann brav weitergeht. Und das obwohl dann hinter ein paar Bäumen ein weiteres Reh auftauchte, das dann ebenfalls ein Stückchen davonlief. Sehr erschreckt haben wir die zwei nicht, denn sie sprangen gemächlich und auch nicht besonders weit.

Nach diesem Spaziergang war es dann schon nach 20 Uhr und ich machte mir schnell eine Kleinigkeit zu Essen. Dann ging ich mit Maya ins Wohnzimmer … nach den „Strapazen“ dieses Tages konnte man sich ruhigen Gewissens vor die Fernsehkiste knotzen. Tja, und was soll ich sagen, kaum lag Maya, schnarchte sie auch schon vor sich hin. Die war wirklich fix und fertig.

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Auch heute musste Kurti arbeiten aber nur bis zum Abend. Ich ging mit Maya in den Wald wo sie gleich mal die allerletzten Heidelbeeren und Preiselbeeren (von denen gibt es aber noch genug) mampfte.

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Weil sie so brav war, durfte sie den Großteil des Spazierganges ohne Leine laufen doch gleich am Anfang kam eine böse Überraschung. Ich wartete während Maya ganz eifrig in einem Gebüsch hin und her schnüffelte. Dann bemerkte ich dass sie etwas fraß und rief sie. Und sie hörte auch sofort auf und wartete bis ich da war. Irgendein Idiot hatte Fischreste ins Gebüsch geworfen! Angeblich machen Leute das, um Bären anzulocken aber die Bärenjagdzeit ist schon lange zu Ende und außerdem hoffe ich ja doch, dass niemand Bären bei uns in der „Elljusspår“, der beleuchteten Langlaufloipe, erlegen möchte. Ich hoffe nur, dass Maya von dem was auch immer sie gefressen hat, nicht übel wird.

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Wieder daheim machte ich Hausarbeit (muss leider auch sein) und dann durfte Maya mit ihrem Lieblingsspielzeug spielen… sie durfte Wassertropfen fangen.

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Crazy Maya! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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