Von verspielt bis blutrünstig… Maya als Jekyll & Hyde :-)

Seit Maya wegen ihrer Arthrose Cosequin DS und CBD Öl bekommt, ist sie wieder verspielt wie ein Junghund. Am Donnerstag waren wir wieder am Strand und ich wollte kurz Fotos von den Kühen machen, die ja gleich daneben grasen. Aber die standen so ungünstig, dass ich den schönen Sonnenuntergang nicht mit ins Bild bekam und somit wurde nichts aus den Fotos. Doch aus den Augenwinkeln sah ich, wie Maya hergehopst kam, aber dann gleich wieder zum Strand lief. Ich nehme an, sie sucht mich dann denn sie starrt ja oft so hingerissen ins Wasser, dass sie wahrscheinlich gar nicht mitbekommt wie ich weggehe.

Wie auch immer, beim Zurückgehen zückte ich gleich mal das Handy um sie zu filmen… und wie erwartet bzw. erhofft, machte sie ihre Clownnummer vor laufender Kamera. Musste mich sehr beherrschen, dass ich nicht laut lachte. 🙂

Heute dann waren wir schon 1 1/2 Stunden spazieren (Maya darf wählen wie weit wir gehen denn ich möchte nicht dass sie wieder Schmerzen bekommt weil ich unbedingt da oder dorthin gehen will und heute wollte sie am liebsten gar nicht mehr heimgehen!) als wir nur etwa 500 meter von daheim entfernt, einen Hund trafen. Wir sind schon ein paar Mal an diesem Hund vorbei gegangen aber diesmal war es eindeutig dass die beiden sehr aneinander interesssiert waren. Simbas Frauchen, (Simba hieß der Hund) fragte heute, ob Simba Maya begrüßen dürfte, und ich sagte ja. Naja, und sofort warfen sich die zwei Hunde in Spielpose… da war alles klar. Simbas Frauchen stellte sich als Anneli vor (daran merkt man die „Zugereisten“ denn Einheimische stellen sich nie vor!) und fragte, ob Maya nicht zum Spielen mitkommen wollte. Da stellte sich heraus, dass wir nur 10 Meter von Simbas Zuhause entfernt waren das zum größten Teil auch eingezäunt war. Drinnen ging das Toben gleich los während ich mich mit Anneli über Hundesitter unterhielt. Das schöne am Spielen zwischen Maya und Simba war, dass auch Simba nach ein paar Minuten schon eine Pause brauchte und nicht wie jüngere Hunde stundenlang rennt. Somit war ich auch nicht so unruhig was Mayas Schmerzen betraf. Er versteht und akzeptiert auch Mayas Zurechtweisungen wenn er mal zu aufdringlich an ihrem Hinterteil schnüffelt. Bei jüngeren Hunden ist das ja leider nicht so der Fall. Die kommen immer wieder bis Maya richtig sauer wird.

Jedenfalls haben die zwei wirklich schön miteinander getobt und ich hoffe, dass Maya und Simba sich nun öfters treffen.

 

Dann gingen wir nach Hause, ich fuhr einkaufen und als ich wieder daheim war, durfte Maya wieder raus in den Garten. Dann hörte ich einen Beller von ihr den ich aber ignorierte. Nach einer Weile dann ein weiterer Beller… und Maya bellt, wie ihr ja wisst, sehr selten. Also ging ich raus und sah Maya erst gar nicht. Aber dann entdeckte ich sie im Fliederbusch der ihr ganz allein gehört… dort darf sie pinkeln und graben und was auch sonst ihr immer einfällt. Sie stand da und starrte auf irgendwas am Boden.

Ich dachte erst, es sei vielleicht ein Jungvogel oder so was aber ich hörte kein Flügelschlagen oder Piepsen … und wenn es ein toter Vogel gewesen wäre, hätte Maya ihn mit der Nase angestupst. Nachdem sie nicht rauskam, ging ich dann rein und schaute nach… und nach einer Weile entdeckte ich endlich den Igel der da zitternd und ganz leise fiepend unter den Blättern verborgen war. Maya stand da ganz angespannt und ich beruhigte sie und erzählte ihr dass das doch nur ein Igel sei, der nichts machte und der ja nur Angst hat (weil sie das ja auch alles versteht! 😉 ) und sie entspannte sich anfangs auch. Dann allerdings wollte sie an dem Ding schnüffeln, das stach natürlich in der Nase und dann begann der Igel zu pfauchen… und dann war es vorbei mit der Ruhe. Maya wurde ganz wuschi und versuchte den Igel mit der Pfoten umzudrehen woraufhin der Igel noch mehr pfauchte und sich aus dem Staub machen wollte. Das brachte Maya noch mehr in Rage und sie drosch richtig auf den armen Igel ein. Ich drückte sie weg und schimpfte sie aber sie hörte gar nicht… sie kam mir vor wie ein Kind das trotzig irgendwohin drischt weil etwas nicht funktioniert. Das war das erste Mal wo ich wirklich dachte, sie tötet oder zumindest verletzt ein anderes Lebewesen! Ich war total entsetzt! Nachdem sie weder Halsband noch Geschirr anhatte, habe ich sie dann am Nacken gepackt und aus dem Busch gezogen… zum Glück hat sie ja massenweise Haut am Nacken also hat es ihr wahrscheinlich/hoffentlich nicht weh getan. Dann habe ich sie ins Haus geschickt und das hat sie nach ein paar halbherzigen Versuchen an mir vorbei zu kommen auch getan.

Ich hab mir dann Arbeitshandschuhe angezogen und den Igel in eine Ecke des Gartens getragen wo wir unsere Gartenabfälle haben. Eine Nachbarin hat das ganze mitbekommen und wir haben gemeinsam überlegt wo wir den Igel denn am besten hinbringen damit ihm nichts passiert. Aber außerhalb des Gartens wird er vielleicht von einem Auto erwischt, und unter dem Laub und Pflanzenteilen da in der Ecke kann er sich gut verstecken. Die Nachbarin erzählte auch, dass der Igel gestern bei ihnen im Garten war. Sie hätte das auch Krister (dem anderen Nachbarn der öfters mit Maya Gassi geht) erzählt und der hätte gesagt, er hätte noch nie einen Igel gesehen. Also habe ich ihn geholt damit er auch mal was erlebt 😉   und er brachte dann Katzenfutter für den Igel. Ich konnte sehen, dass der Igel atmete aber ich wusste ja nicht ob Maya ihn nicht verletzt hatte. Gleichzeitig war der kugelrund zusammengerollt und ich wollte ihn nicht noch mehr erschrecken und an ihm (oder ihr?) herumfummeln um zu sehen ob er verletzt war.

In der Zwischenzeit hatte Maya es tatsächlich geschafft die Insektenschutztür zu öffnen (der Magnet hält ja nicht soooo gut) und kam wieder raus in den Garten. Ich habe bewusst die Tür nicht zugemacht weil ich wollte dass sie sieht, dass der Igel nichts macht wenn ich ihn wegbringe. Ist zwar vielleicht eine doofe Logik aber sie hat ja so einen extremen Bewacherinstinkt entwickelt dass sie sehen sollte, dass Tiere die Pfauchen dem Frauli nichts böses tun.  Ich habe Maya dann mit Leckerlie suchen abgelenkt und hab nochmals nach dem Igel geschaut und da fraß er ganz genüsslich das Katzenfutter. Leider sah ich nie den Kopf also gibt es nur ein kopfloses Foto 🙂

Ich brachte dem Igel dann auch ein Schälchen mit Wasser und stellte es hinter ihn auf den Boden und da pfauchte er mich auch an. Dann ging ich nochmal mit Maya eine Runde durch den Wald und als wir zurückkamen, musste ich natürlich nochmals nach dem Igel schauen. Aber da war er nicht mehr an seinem Platz (die Hälfte des Wassers war weg) und auch in der näheren Umgebung konnte ich ihn nicht entdecken. Vielleicht ist er abgehauen oder auch nur weiter unter das Laub/Geäst gekrochen… Krister hat ihm dann nochmals eine Handvoll Katzenfutter hingelegt… man weiß ja nie. 🙂

Aber jetzt weiß ich wenigstens dass der Igel nicht oder zumindest nicht ernsthaft verletzt ist und kann beruhigt schlafen gehen.

 

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Eine Antwort zu Von verspielt bis blutrünstig… Maya als Jekyll & Hyde :-)

  1. Da habt hr ja einiges erlebt … und ich konnte auch teilweise herzhaft lachen. Die Spielaufforderungen am Wasser kommen mir sehr bekannt vor 🙂 Das macht Cara auch immer – meistens vor Damon, wenn sie merkt, dass er wirklich nicht will, dann auch vor mir!
    Auch das Spielen mit Simba sieht wirklich entspannt aus – so wäre es bei uns wohl mit Damon (wobei auch Cara schon gelernt hat, dass nicht jeder Hund so tobesüchtig ist).

    Einen igel hat vor eiige Jahren Laika mal entdeckt und beobachtet. Sie hatte ein besonderes Verhältnis zu anderen Tieren. Der Igel ist erst verschwunden als Damon auch mal gucken wollte!
    Ich freue mich, dass alle Beteiligten unverletzt geblieben sind.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

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