Und plötzlich war es Winter

Ja, am Samstag Morgen war es so weit… der erste Schnee war da. Ein wenig arg früh für meinen Geschmack.

Freitag Nacht bot sich uns beim nächtlichen Gassigang ein seltsames Lichtspiel… vermutlich auch Nordlicht aber durch die Wolken etwas „verfälscht“ (oder waren das UFOs?). Doch da kamen schon die ersten Schneeflocken vom Himmel.

Am Morgen dann war alles „angezuckert“… Maya guckte ganz verwundert.

Dann gingen wir ein wenig spazieren und weil die Ziege des Nachbars an diesem Tag selbst so neugierig war, gingen wir zum ersten Mal bis zum Zaun und Maya und Ziege beschnupperten sich. Dazu hatte ich ja schon bei der ersten Begegnung mit dem Nachbarn die Erlaubnis eingeholt.

Die Ziege, ein Weibchen, hielt ständig den Kopf so schräg was Maya sehr interessant fand. Maya steckte auch gleich den ganzen Kopf durch den großen Maschendrahtzaun… so schnell dass ich sie nicht mal dran hindern konnte. Aber als ich es sagte, zog sie ihn ganz brav wieder raus. Man weiß ja nicht auf welche Gedanken eine Ziege kommt… nicht dass die zubeißt… oder Maya, aber das hätte mich schon sehr überrascht.

Als dann auch noch ein Ziegenbock mit Hörnern kam und Maya misstrauisch beäugte, beschloss ich dass es Zeit war weiterzugehen. Nicht dass der Bock noch eifersüchtig wird. Maya allerdings hätte gerne noch mit der Ziege gespielt, glaube ich 🙂

Dann gingen wir ein Stückchen weiter aber weil es ja nur ein kurzes Gassi war, drehten wir bald um und gingen wieder nach Hause. Normalerweise lasse ich Maya am Anfang der Einfahrt von der Leine damit sie noch herumlaufen kann, aber nachdem ja Elchjagd war bzw. ja immer noch ist, ging ich in den letzten Tagen/Wochen auf Nummer sicher und ließ sie an der Leine. An diesem Samstag jedoch war weit und breit kein fremdes Jägerauto zu sehen und auch Schüsse hatte ich schon seit ein paar Tagen nicht gehört. Also durfte sie laufen… und das tat sie 😉

 

Später gingen wir dann nochmals eine größere Runde aber der Wind peitschte aus allen Richtungen und knallte einem die Schneeflocken bzw. einmal sogar Eisregen ins Gesicht. Das war alles andere als ein gemütlicher Spaziergang… vor allem weil ich dachte die Sonne kommt hervor als wir das Haus verließen… das hielt aber gerade mal 200 Meter… dann war Schluss mit der Sonne.

Und heute Morgen dann der Schock… 7 cm Neuschnee! Verd*** und ich hab noch Sommerreifen am Auto! Ich dachte nämlich, dass der Wetterbericht „so wie üblich“ übertreibt, aber diesmal stimmte es. Typisch. Hoffe, ich komme morgen mit Sommerreifen und Vierradantrieb über die schneebedeckten Hügel hier… die Landstraße ist wahrscheinlich weniger ein Problem aber es war heute schon teilweise eisig auf der Schotterstraße und da geht es ständig bergauf und bergab. Einmal hätte es mich sogar fast auf den Hintern gesetzt … und das schon beim allerersten Schnee der Saison. Das fängt ja gut an!

Aber ab Dienstag soll es ordentlich regnen und dann bis zu 9 Grad bekommen…  deswegen habe ich auch noch nicht Reifen gewechselt. Naja, wenn ich steckenbleibe oder rückwärts wieder nach unten rutschte (und im Straßengraben lande) weiß ich wenigstens jetzt wo ich Hilfe bekomme. Der ältere Herr der mich und Maya mal angequatscht hat, wohnt nämlich längs der Strecke und der hat einen Traktor. 😉   Als wir heute am Rückweg an seinem Haus vorbei gingen, begrüßte er uns überschwänglich und quatschte drauflos. Deshalb weiß ich jetzt wo er wohnt ;-). Dann kam sein dicker Kater Kurre aus der Garage zu uns als ob er uns auch begrüßen wollte, aber 3 Meter vor uns überlegte er es sich wieder anders und drehte um. Ich nehme mal an, dass ihm Mayas Anstarren etwas unbehaglich war.

Jetzt aber zu unserem Ausflug… wie so oft seit wir hier draußen wohnen, war es Maya die nicht und nicht heimgehen wollte. Jedes Mal wenn ich umdrehen wollte, weigerte sie sich standhaft und somit wurden es wieder mal ca. 9 km – und auch da musste ich schon sehr bestimmt sein. Ich meine, ich freue mich ja wenn es ihr so gut geht aber wenn man ständig ungeplant 3 statt 1,5 Stunden unterwegs ist, kann das auch nervig sein. Vor allem nämlich weil wenn man plant einen größeren Spaziergang zu machen und Wasser usw. einpackt, „dann“ will Maya nämlich nicht so weit gehen. Grmpf. Sturer Hund!

Hier ein paar Bilder von der Einfahrt heute:

Das Knusperhäuschen:

Und unterwegs:

Dazwischen hat es wieder kurz geschneit und eine Viertel Stunde später war der Himmel blau… und dann wieder bewölkt und es wurde windig. Man hätte meinen können, es wäre April.

Wie gesagt, wollte ich ja eigentlich gar nicht so weit gehen, aber Maya bog von „unserer Straße“ (bis zur Ortschaft Järbo sind es ca. 5 km von uns) zu „Björkmuren“ ab. Wir waren da schon ein paar Mal weil von da einige Wanderwege losgehen und man dort ganz einfach ordentlich parken kann. Björkmuren ist ein Bauernhof mit Pferden, Schafen, Ziegen und Kaninchen, der von einem Verein gemietet wird der es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern die Natur und den respektvollen Umgang mit Tieren näher zu bringen.

Jedenfalls gibt es dort also Kaninchen und die musste Maya natürlich ausgiebigst studieren. Als sie sich dann endlich von ihnen losreißen konnte und wir weiter gingen, kam uns plötzlich ein schwarz/weißer Hund entgegen, der Maya gleich mal so zum Spielen aufforderte. Weit und breit war kein Besitzer zu sehen, nur weiter weg eine Gruppe von Leuten die sich aber überhaupt nicht um den Hund kümmerten, der in der Zwischenzeit seiner Spielaufforderung mit Bellen Nachdruck verlieh. Noch immer kam kein Mensch daher und Maya wollte auch spielen. Also ließ ich sie einfach von der Leine – und die zwei rannten ein wenig herum. Der junge Hund – ich habe nicht die leiseste Ahnung welche Rasse oder Mischung das gewesen sein könnte aber er war nur ein kleines Stück kleiner als Maya und definitiv noch jung – war manchmal etwas frech und respektlos woraufhin ihn Maya zurechtwies. Andererseits durfte er auch ausgiebigst an ihrem Hinterteil schnuppern und „das“ dürfen nicht sehr viele Hunde. Dann kamen drei Mädchen vorbei die den Hund „Enzo“ nannten, also nehme ich an, dass es ein Rüde war. Aber noch immer war kein Besitzer aufgetaucht. Maya will ja anfangs gerne spielen aber sie verliert auch schnell das Interesse am anderen Hund wenn der nur „fangen spielen“ will. Und dann fielen ihr die Kaninchen wieder ein und sie beeilte sich, zum Kaninchengehege zu kommen. Das hatte aber nur einen sehr unstabilen Maschendrahtzaun, und ich wollte nicht, dass Maya den vielleicht in ihrem Eifer den Kaninchen nahe zu kommen, zerstört. Also nahm ich sie wieder an die Leine und wir gingen dann endlich Richtung nach Hause… aber unterwegs wollte Maya immer wieder auf schmale Pfade abbiegen … sie war heute nicht müde zu bekommen.

Kurz bevor wir in die Einfahrt einbogen, kam nochmals die Sonne hervor und ich musste einfach den Kontrast zwischen Herbst und Winter fotografieren.

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4 Antworten zu Und plötzlich war es Winter

  1. Annette schreibt:

    Ein bisschen früh, aber es wird wohl nicht liegen bleiben, oder? Ist das dein neues Zuhause? Sieht sehr nett aus 🙂 Erstes Bild sehr mystisch, super! Maya schnuckelig wie immer. Frohe Herbsttage!

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  2. Isabella schreibt:

    Ich muss zugeben, ich bin froh dass es bei uns noch nicht so weit ist. Mir hat es schon gereicht, dass der erste Frost da war – auf Schnee kann ich noch ein paar Wochen verzichten 🙂
    Wobei es natürlich schon toll aussieht – besonders mit Sonnenschein.
    Aber vorsorglich werden hier auch in der nächsten Woche die Reifen gewechselt.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

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  3. wortsonate schreibt:

    Irgendwie ist mir noch gar nicht so nach Schnee

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