Pfadfinder

Da wo wir wohnen geht es auf der Schotterstraße entweder 4,5 km ins „Zentrum“ von Järbo (unserer Ortschaft) oder ca. 2 km auf die Landstraße gerade an der Stelle wo die erlaubte Geschwindigkeit von 60 km/h auf 80 km/h übergeht. Wie ich mal berichtet habe, gibt es eine 8 km Runde die wir neu entdeckt haben, aber das ist ein Weg der entlang einer Traktorspur quer durch den Wald und anschließend über einen Kahlschlag führt und im Winter also durch Tiefschnee geht. Und weder Maya noch ich haben derzeit die Kondition um 4 km im Tiefschnee zu stapfen (ja ok, sind wir halt faul! 😉  )

Also guckte ich wieder mal auf Google Maps und entdeckte einen Rundweg auf einer Schotterstraße mit Anschluss an einen Wanderweg der aber nicht so lang ist (Wanderwege sind ja auch eher selten geräumt 😉

Somit marschierten wir am 27.12. los und ich war sehr erfreut als es von der Schotterstraße einen Trampelpfad zur Querung der Landstraße und dann auf der anderen Seite einen weiteren Trampelpfad zur Schotterstraße gibt. Perfekt. So mussten wir die Landstraße nur queren aber nicht entlanggehen.

Maya und ich sind uns in der Hinsicht ja sehr ähnlich – wir entdecken beide gerne neue Wege, je wilder, je besser. Und jetzt wo es ihr trotz Arthrose wieder so gut geht dass sie bis auf müde Beine am Abend keine Probleme hat (am nächsten Tag ist sie wieder munter und voller Tatendrang), können wir auch wieder längere Spaziergänge machen.

Allerdings versank Maya am Tag zuvor in einer tiefen Schneewehe und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Ich zog sie heraus und obwohl sie gleich danach keine Schmerzen oder sonstwas zeigte, tat sie sich am Abend schwer, hochzukommen. Ich dachte allerdings, das hinge mit der Herumtoberei mit dem jungen Hund zusammen und dass sie eben ganz einfach einen Muskelkater hätte. Und am morgen des 27.12. war sie wieder fit.

Und wir marschierten und genossen die ruhige Landschaft.

 

An einer Stelle bogen wir auf einen „jungfräulichen“ (noch keine Spuren im Schnee) Wanderweg ein der allerdings nur ein paar Hundert Meter durch den Wald führte und dann auf eine Skoterspur, da kam man dann auch wieder leichter voran.

Wir kamen zu einer Erhöhung und konnten auf den Kungsberg gucken.

 

Nach einer ungefähr 10 km langen Wanderung waren wir dann wieder daheim und Maya legte sich hin. Als sie ca. 2 Stunden später aufstehen wollte, bekam ich einen Schock als ich sie sah! Sie saß auf dem Hintern und kam nicht hoch. Ich stützte sie und hielt sie unter dem Bauch fest und konnte sehen, dass ihr linkes Hinterbein richtig zitterte und kraftlos war. Dann fiel mir auch wieder ein, dass sie genau mit diesem Bein so tief in Schnee versunken war … sobald sie aber stand, konnte sie auch gehen, wenn auch anfangs etwas wackelig. Sie fraß aber wie immer mit gutem Appetit und hatte ansonsten auch keine Schmerzen. Als ich sie streichelte konnte ich allerdings fühlen dass der Oberschenkel ein wenig geschwollen war aber sie zuckte nicht mit der Wimper als ich leicht herumdrückte. Es war ihr auch sichtlich peinlich als ich ihr später sagte sie sollte doch zu mir auf die Couch kommen (hatte vollkommen vergessen dass sie damit Probleme haben könnte) und sie konnte nicht. Sie stand vor der Couch und schaute mich nur an… bis mir wieder einfiel dass sie ja Probleme hatte. Also hob ich sie hoch … und solche Hilfe ist ihr unangenehm. Genauso als wir später am Abend dann noch Gassi gingen und ich ihr Hinterteil von der Couch hob. Draußen merkte man dann aber beim Gehen kaum etwas und am nächsten Morgen war sie wieder putzmunter. Doch obwohl die Sonne schien, blieb ich hart und beschloss dass Maya sich schonen musste und so machten wir nur kurze Gassigänge wobei Maya herumalberte und herumhopste als ob sie nie irgendwas gehabt hätte. Am Abend kam sie dann zwar wieder etwas schwer hoch aber es war viel viel besser als am Abend zuvor. Doch auch am nächsten Tag machten wir eher kurze Spaziergänge und spielten stattdessen im Garten bzw. sollte Maya Leckerlies suchen und fraß stattdessen genüsslich einige der Erdnüsse die ich für unseren Untermieter, das Eichhörnchen, unter dessen Baum gestreut hatte. 😉

Eine kleine Maya-Show gibt es auch für euch 😉

 

Und auf diesem Video sieht man wie Maya das linke Hinterbein weniger belastet… aber wie gesagt, ansonsten merkte man kaum etwas.

Tags darauf machten wir wieder ein ca. 5,5 km langen Spaziergang und abends ging es Maya wieder gut… somit ist diese seltsame Verletzung die nur Abends auftauchte, wieder überstanden. Zum Glück!

 

Maya verfolgt Kaninchenspuren (es gibt da tatsächlich ein Haus mit freilaufenden Hauskaninchen… jedes Mal wenn wir vorbei gehen, muss Maya erst gucken ob sie Kaninchen sieht).

 

 

Kaninchen sahen wir keine aber ein Pferdeschlitten fuhr gleich zwei Mal an uns vorbei … allerdings bekam ich mein Handy nicht schnell genug aus der Tasche…

 

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Maya und ihr Verehrer

So, hier ist er nun endlich… ein neuer Beitrag. 😉

Ich beginne mal mit einem Spaziergang den Maya und ich am 26.12. gemacht haben.

An diesem Tag trafen wir unsere Nachbarn und da durften sich auch zum ersten Mal Maya und Ville, der 5jährige weiße Hund (Retriever?) der Nachbarn begrüßen. Die hätten auch gleich miteinander getobt wenn Villes Leute nicht lieber spazieren gegangen wären bzw. mit dem Schiebeschlitten unterwegs gewesen wären.

Zuerst unterhielt ich mich aber mit deren autistischem (erwachsenen) Sohn, der uns gleich anquatschte. Ich dachte eigentlich immer, dass autistische Personen große Probleme bei der Kommunikation mit neuen Leuten haben, aber bei ihm stimmt das gar nicht. Ich muss aber auch gestehen, dass ich noch nie Kontakt mit einem Autisten hatte und die Krankheit/Behinderung nur aus dem TV („Rainman“ und Dokumentationen) kenne. Er kam mir mehr vor wie ein kleines Kind im Körper eines erwachsenen Mannes und er erzählte uns alles mögliche…. so wie ein Kind das eben tut. Zum Beispiel hatte er seinen blauen Schiebeschlitten selbst restauriert und angemalt und er erzählte dass Villes Bruder Valle einen Gehirntumor hatte und eingeschläfert worden ist (das wusste ich allerdings schon von seiner Mutter) und dass in der Zwischenzeit auch ein Welpe im Haus war der dann aber plötzlich auch krank wurde (ich muss aber gestehen ich habe nicht mitbekommen welche Krankheit der hatte) und auch eingeschläfert werden musste. Das bestätigte dann auch der Vater der bei der Schilderung der Geschichte mit einem weiteren Schiebeschlitten aus der Garage kam.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dachten sie anfangs der Welpe würde ständig am Holzboden ausrutschten aber dann stellte sich heraus dass er eine Krankheit hatte, so dass er sich nicht auf den Beinen halten konnte. Jedenfalls kommt jetzt bei den Nachbarn vorerst kein neuer Hund mehr ins Haus.

Ich ging dann mit Maya los und nach ca. 2 Kilometern kam plötzlich aus einer Einfahrt ein Hund herausgeschossen. Ich konnte gleich sehen, dass das noch ein sehr junger Rüde war und ließ Maya von der Leine… gleiches Recht für alle. Außerdem wollte ich Maya den Spaß nicht verderben denn sie freute sich riesig dass da ein Hund zum Spielen war. Wie oft bei jungen Hunden, knurrte sie mal eine Runde um klar zu machen wer das sagen hat und um sich Respekt zu verschaffen. Und dann wurde getobt, wenn sich Maya anfangs aber auch bitten ließ… aber das ist bei ihr nur Show. An ihren Augen kann man (oder ich zumindest) genau sehen, wie schelmisch sie guckt.

Nach einer Weile wollte ich dann weiter bzw. retour weil ich sehen konnte, dass Maya schon genug hatte und außerdem begann der Kleine sie zu nerven weil er einfach keine Ruhe gab. 😉

Ich dachte mir, wenn wir weitergehen, wird der Hund schon umdrehen und nach Hause gehen – wo auch immer das Zuhause ist, denn ich hatte ihn noch nie gesehen. Und in dem Haus von dem er aus der Einfahrt kam, wohnt der ältere Herr von dem ich schon erzählt hatte (der, der alles weiß) und ich weiß dass der keinen Hund hat. Wir gingen und gingen (ohne Leine) und ich versuchte den jungen Rüden nach Hause zu schicken, aber wahrscheinlich sprach er kein Deutsch (hihi) denn er schaute zwar total niedlich her aber er ging trotzdem mit uns mit. Nach ca. 300 Metern waren da nur noch Felder und kein Haus mehr also hatte mein Plan nicht so richtig funktioniert. Ich dachte mir dann ich klingele einfach bei dem alten Herrn an und frage ob er vielleicht weiß wo der Hund hingehört. Also gingen wir wieder zurück (sieht man am Ende vom Video) und vor besagtem Haus, nahm ich Maya an die Leine (frech wie sie ist, würde sie ja gleich ins Haus gehen wenn die Tür offen ist) während der junge Hund bellte und wieder spielen wollte. Und siehe da… da ging plötzlich die Tür auf und der alte Herr in Leggings und kariertem Hemd kam raus und begrüßte uns. Er erzählte gleich dass der Hund aus Holland ist und nur diese Woche bei ihm sei. Er gehöre einer Familie die eigentlich – so wie seine Frau, die allerdings keine Aufenthaltsgenehmigung in Schweden bekommt – aus Sri Lanka ist und in Holland wohnt aber deren Kinder sind eine Woche auf Weihnachtsurlaub Skifahren auf dem Kungsberg und in der Zeit wohnen alle bei ihm. Die Kinder waren gerade Skifahren und der Hund sollte ihm eigentlich beim Holz schneiden Gesellschaft leisten aber es wäre ihm wohl zu langweilig geworden.

Jedenfalls kam der Hund dann an die Leine damit wir nach Hause gehen konnten.

Und was soll ich euch erzählen… zwei Tage später gingen wir wieder am Haus vorbei und Maya suchte den jungen Rüden und war ganz traurig weil er nicht da war 🙂

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Mond und Sonne

Freitag Abend war zwar kein Vollmond aber dafür schien der Mond umso kraftvoller vom nachtblauem Himmel. Und zwar so hell, dass ich beim Abendspaziergang mit Maya um knapp nach 20 Uhr zwar die Taschenlampe mit hatte, sie aber nicht einschaltete… wozu, es war hell genug. Der Mond war sogar so kräftig dass Bäume und Maya Schatten warfen.

Das ist übrigens kein Schnee auf dem Feld sondern Eis… wir hatten jetzt einige Tage mit bis zu -12 Grad in der Nacht und knapp unter 0 untertags.

Jedenfalls war ich hin und weg, wie hell es im Winter in Schweden sein kann. Natürlich gab es auch früher schon Mondschein aber da war so viel künstliche Beleuchtung rundherum dass es nicht so auffiel.

Die einzelnen Lichter in den Häusern hier am Land geben aber nur „Punktbeleuchtung“ und somit ist es viel heller – oder ohne Mond viel dunkler.

Wir waren dann sogar noch im Garten weil ich einfach nicht genug vom Mond bekommen konnte. 😉

Und selbst mitten in der Nacht, nach 1 Uhr (bin am Sofa eingeschlafen) war es noch hell… man hätte fast glauben können es wäre Mittsommar – dabei ist es schon fast Mittwinter! 🙂

 

Und heute dann, war die große Schwester vom Mond, die Sonne, den ganzen kurzen Tag zu Besuch. Maya durfte auswählen, welchen Weg wir gehen und somit gingen wir eine 8 km Runde nach Kungsfors, durch den Wald und auf der Schotterstraße zurück.

Bei Kilometer 4 merkte man Maya an, dass sie müde wurde aber kaum bogen wir in den Pfad ein, der ein Stückchen entlang des Flusses lief, wurde sie wieder zum Junghund und lief drauflos dass ich sie kaum halten konnte. Sie wollte natürlich runter zum Wasser aber als ich sie an dieser Stelle das letzte Mal von der Leine lief, hatte sie so viel Schwung dass sie beim runterlaufen stolperte und hinfiel. Sie verletzte sich zum Glück nicht aber man hat ja nicht immer so viel Glück. Also musste sie leider – trotz ihrer Proteste in Form von wildem um mich herum Gehopse – an der Leine bleiben. Noch ein paar Mal bekam sie ihre „5 Minuten“ in denen sie wie irre herum hopste und da ließ ich die lange Leine einfach los damit sie sich austoben konnte.

Danach waren wir noch ein kleines Weilchen im Garten aber da wurde uns dann kalt und müde waren wir ja auch schon. Also gingen wir bald hinein und machten es uns drinnen gemütlich.

 

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Butler James im Todeskampf

Es müssen dramatische Szenen gewesen sein, die sich heute in Gullsjö abgezeichnet haben. Butler James, mein Roboterstaugsauger, hat offensichtlich um sein Leben gekämpft während ich, ahnungslos, im Büro auf den Feierabend wartete arbeitete.

Es war Mittag und ich war gerade mit meinen Kollegen vom Mittagessen in der Kantine gekommen als mir einfiel, dass doch zumindest einer in der Familie auch was arbeiten könnte Hausarbeit machen könnte. Butler James, der kleine schwarze pelzlose Faulpelz stand doch sonst nur in seiner Ladestation und soff sich mit Strom voll, der könnte doch den Boden saugen. Also startete ich kurzerhand die App und ließ James mit der Hausarbeit beginnen.

Manchmal bleibt James ja stecken weil Maya wieder ihr Spielzeug am Boden herumliegen lässt und dann schickt James eine SMS und erklärt dass ich ihm den Weg freiräumen soll oder die Bürste reinigen, etc. Alles nur faule Ausreden damit er nicht weitermachen muss, denn wie sollte ich das denn vom Büro aus tun? Jedenfalls hörte ich heute ewig nichts von ihm und ich dachte mir schon, dass er sich wohl aus Bosheit vom Netz gekoppelt hatte. Als ich dann die App kontrollierte stand da jedoch dass er zwar noch nicht fertig mit der Arbeit sei, aber sich wieder mit Strom volllaufen lassen müsste. Hmmm… seltsam dachte ich, denn normalerweise geht sich das mit einer Ladung aus. Aber ich dachte mir nichts weiter dabei (Denken ist manchmal eben nicht meine Stärke) und schließlich nach einer Ewigkeit schrieb er eine SMS dass er jetzt fertig sei. Auf der mitgeschickten Karte konnte ich zwar sehen, dass er nur ganz kurz ins Badezimmer geschaut hat, aber dort nicht gesaugt hat, aber okay… James ist halt auch männlich. Was kann man da schon anderes erwarten? 😉

Als ich heimkam, stand er schon wieder an der Tränke und ließ sich volllaufen. Maya und ich aßen zu Abend, gingen eine Runde Gassi und dann kniete ich mich zu ihr hin und streichelte sie. Und da entdeckte ich feinen Staub an der Türschwelle zwischen Wohnzimmer und Küche. Und nicht nur ein Staubhäufchen, nein gleich zwei (rot markiert)!!! Und die sahen verdächtig nach Gummiräderabständen von Butler James aus!

Was war hier geschehen???

Ich stürzte sofort zu James und legte ihn behutsam auf den Rücken um ihn zu untersuchen. Und tatsächlich! Auf seinen Gummirädern waren deutlich die Spuren seines Todeskampfes zu sehen.

Mein armer, armer James!

Zum Glück scheint er sich von seinen Verletzungen so weit erholt zu haben dass er morgen wieder arbeiten kann aber dass er plötzlich keinen Zentimeter Niveauunterschied mehr überwinden kann, zeigt ein klein wenig von Altersschwäche oder Demenz, oder blieb er irgendwie an dem leicht hervorstehenden Nagel (grün markiert) in der Türschwelle hängen?

 

 

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Herbst WW – Teil 2

Der heutige Tag begann damit, dass Frauli im Morgenmantel und mit Gummistiefeln (nein, davon gibt es kein Foto!) das Fressi für die Vögel nachgefüllt hat während Maya mal wieder allein „Morgengassi“ machte. So richtig geheuer ist Maya das immer noch nicht aber solange ich außerhalb des Hauses stehe und nicht nur in der Türe, geht es doch wenn genug Druck vorhanden ist (nein, nicht Druck von mir sondern von der Blase, LOL).

Ich hatte ja anfangs überlegt ob ich überhaupt so eine Vogelfutterstation aufstellen sollte weil ich ja kaum Vögel hier gesehen habe aber seit das Ding regelmäßig befüllt wird, wimmelt es nur so von Vögeln. Ab und zu sehe ich auch einen Vogel den ich bisher noch nicht kannte und laut Google bzw. Wikipedia könnte es ein Eichelhäher sein. Den hab ich  bisher noch nicht vor die Linse bekommen, aber ich gebe nicht auf.

Trotz der 10 km Wanderung am Samstag war Maya putzmunter und ich packte wieder Wasser für sie ein… falls es wieder ein längerer Spaziergang werden würde. Heute ging es in die andere Richtung, an jenem Nachbarn vorbei, der Ziegen hat. Und „natürlich“ kamen die vier Ziegen (ein Weibchen und vier Männchen) gleich nach vorne. Der eine Bock sah aber recht unfreundlich drein und starrte Maya die ganz Zeit direkt an. Also entschloss ich dass es wohl besser wäre weiterzugehen. Wir bogen dann in einen Pfad ein der eigentlich hauptsächlich nur eine Traktorspur war aber … ich hatte auf Google Satellitenbildern gesehen dass es nach diesem Pfad noch einen winzigen Pfad zu einer Straße geben „müsste“ und durch die Straße könnte man dann einen schöne Runde gehen. Nachdem Maya nichts dagegen hatte, marschierten wir drauflos. Die Traktorspur war erstaunlicherweise nicht so matschig wie erwartet und wir konnten recht schön gehen.

Wir entdeckten auch ein kleines Hüttchen und seltsam geschlichtete Holzstöße.

Nichts konnte uns aufhalten und wir marschierten weiter und weiter in den dunklen Wald hinein.

Dann endete der Pfad und wir durchquerten einen Kahlschlag… allerdings in die falsche Richtung… hätte ich nur auf Maya gehört, denn die wollte nach rechts weiter, während ich nach links wollte weil da ein Jägersitz stand. Und ich dachte mir, Jäger (zumindest in Schweden) sind ein faules Volk und sicher führt die Straße bis in die Nähe dieses Jägersitzes.

Auf dem Handy sah ich aber dann, dass wir uns von der Straße entfernten also drehten wir um und marschierten über Stock und Stein in die andere Richtung. Damit Maya es leichter hatte, ließ ich sie von der Leine was sie wie immer super fand. Sie lief hin und her und schnüffelt da und dort, wälzte sich x-mal in was auch immer aber behielt mich immer im Auge. Leider verpasste ich es, ihr Freudensprünge zu filmen und das was ich nachher filmte ist so extrem verwackelt und unscharf dass einem davon schlecht wird. 😉

Aber Fotos gibt es ein paar.

Und dann, als wir die Anhöhe erklommen hatten, war da plötzlich eine Schotterstraße. Selbst Maya wirkte perplex. 😉

Als wir die Schotterstraße entlanggingen, sah ich dann dieses Schild das mir doch leichtes Unbehagen bereitete. „Elchjagd im Gange“ steht da… ups.

Aber ich hatte seit Wochen keinen Schuss mehr gehört, keine Menschenseele und noch nicht mal ein Auto weit und breit gesehen … und ich wollte nicht umdrehen… also zur Sicherheit Augen und Ohren aufgesperrt und weitermarschiert. Allerdings kam Maya dann wieder an die Leine.

Plötzlich tauchte dann diese Hütte vor uns auf, aber offensichtlich war keiner daheim.

Wir spazierten weiter und schließlich sahen wir dass die Schotterstraße nun Teil des „Gästrikeleden“ war – und am Wanderweg wird ja hoffentlich doch keiner Elche jagen.

Der Bach hier ist übrigens der Laxbäck (Lachsbach) der auch beim Knusperhäuschen vorbeiführt und in dem man laut einem Nachbarn Forellen fischen kann!

Gibt es einen Kurs bei dem Hunde lernen können, Fische zu fangen? 😉

Nach 8,4 km (inkl. Umweg weil wir ja mal in die falsche Richtung unterwegs waren) waren wir dann wieder daheim. YES! Endlich haben wir einen kürzeren Rundweg direkt vom Haus weg gefunden.

Mir tut jetzt alles weh (war schon ewig her dass ich an zwei Tagen so weit gegangen bin) und ich habe Maya schon um Verzeihung gebeten denn ich nehme mal an, dass sie auch alle Knochen und Gelenke spürt.

Wie gesagt, heute Morgen war sie putzmunter und während des ganzen Spazierganges hat sie nicht ein mal gezögert oder wollte nicht mehr weiter. Gestern am Kungsberg wollte sie am Berg oben wieder umdrehen aber da sagte ich ihr dass es genauso weit wäre wenn sie weitergingen und ich hoffe sie verzeiht mir diese Lüge denn es war ein Kilometer weiter als wenn wir einfach umgedreht hätten.

Jetzt ist sie müde, aber das bin ich auch 😉

Dafür wartet am Freitag eine riesige Überraschung auf Maya. Was das ist und ob sie sich gefreut hat, lest ihr dann im nächsten Beitrag.

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Herbst WW – Teil 1

Nein, nein, hier geht es nicht um die Weight Watchers (oder auf gut Deutsch GG – Gewicht Gucker) sondern um unser Wander Wochenende 😉

Am Samstag war endlich wieder die Sonne zu Besuch und ich packte Wasser und eine Taschenlampe (sicher ist sicher) ein und wir marschierten los. Diesmal hatte ich auch dran gedacht Runkeeper zu aktivieren und somit weiß ich nun dass die Runde um den Kungsberg herum genau 10,17 km lang ist.

Das erste Stück ging die Schotterstraße entlang und diesen Weg kennen wir ja schon. Dann folgten wir dem Schild zu den Grotten an denen wir vorbei gingen. Unterwegs quatschten wir wieder mit zwei Leuten von denen uns eine ältere Dame ein wenig über die Nachbarschaft erzählte. Tja, so ist das am Lande, da bleibt nix geheim 😉

Die zweite Frau war ganz einfach von Maya entzückt und quatschte uns deshalb an.

Es dauerte nicht lange (nur 4 km) bis wir am Kungsberg oben waren und die Aussicht auf den Ort und die Schneehaufen vom Vorjahr bewundern konnten.

Mehr Information über den Kungsberg gibt es in einem früheren Bericht. Guckst du hier. 😉

Am Berg oben begrüßten wir wieder Super Mario aber er und Super Maya werden wohl nie richtige Freunde werden. 😉

Dann gingen wir weiter und bogen dann auf den Gästrikeleden ab, einen 270 km langen Wanderweg rund um ganz Gästrikland… aber wir gingen nur rund 3 km davon.

Wir entdeckten dann auch noch dieses Schild und nachdem es ja nur 60 Meter waren, beschlossen wir, uns diese große Fichte (Stor gran) anzugucken.

Naja, so eine Sehenswürdigkeit war das ja nicht aber bitte… ich glaube die Tanne vorm Haus ist auch nicht viel kleiner. 😉

 

 

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Bereit für den nächsten Wintereinbruch

Nicht nur dass Maya von Montag bis Donnerstag bei Lena war, wurde sie am Donnerstag Nachmittag vom Herrli abgeholt (gleich von Lena) und blieb dann bis Montag Abend bei ihm.

Ich habe die Zeit genutzt um das Haus inkl. Einfahrt wintersicher zu machen. Vor allem habe ich mir einen Erdbohrer gekauft und Schneestangen eingesetzt. Wenn ich von der Straße in die Einfahrt einbiege sind links und rechts kleine Gräben und nachdem ich schneeblind bin, würde ich nicht sehen wo es da runtergeht und früher oder später wohl da drinnen landen. Mit den Schneestangen kann ich den Rand der befestigten Straße markieren. Außerdem habe ich markiert wo die Holzstämme im Garten liegen damit ich beim Schneeräumen nicht mit der Schneefräse drüberfahre.

Den Carport hatte ich ja als „Mistplatz“ verwendet und alles was aus dem Haus weggeworfen wurde (alte Matratzen und Polster, Laminatboden, altes Bett, alte Duschkabine etc.), landete im Carport. Das habe ich alles in den hinteren Teil geschoben damit Platz fürs Auto ist. Nachdem mein Auto zu klein für diese Sachen ist, dachte ich, ich warte mit dem Wegwerfen so lange bis auch die zwei  noch ausstehenden Räume renoviert sind. Hinter dem Haus den Hang hinunter steht ja auch noch ein Geräteschuppen in dem nur Mist steht. Das kann dann auch gleich weg. Aber das muss warten bis zum Frühling oder eher noch Sommer.

Dann habe ich noch ein wenig Licht installiert damit es nicht so finster ist.

Dann hatte ich auch noch zwei schmale Hängeschränke gekauft und zusammengebaut die ich links und rechts vom Küchenfenster aufhängen wollte. Ich hatte schon alles an der Wand markiert aber dann dachte ich mir „Ach, ich muss sowieso nochmals nach Sandviken fahren, da kaufe ich so einen Detektor um zu kontrollieren dass keine Stromleitungen in der Wand laufen. Sicher ist sicher!

Und gut war es … das piepste gewaltig als ich damit über die Wand strich… seufz.

Aber dafür hing ich was anderes auf… auch seeehr wichtig! Damit keine Unbefugten herkommen. 😉

Und wie ihr seht… kein Schnee mehr da. Im Gegenteil, es hatte jetzt ein paar Tage bis zu 10 Grad (untertags zumindest).

Am Montag kam dann Maya wieder nach Hause und ich glaube, sie hat mich vermisst… sie hatte jedenfalls an diesem Abend ein großes Bedürfnis mir oft und lange in die Augen zu schauen.

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Sommerreifen im Winter – Was tun?

Habe gerade mit Schrecken festgestellt dass schon wieder drei Wochen vergangen sind, seit dem letzten Post. Erschreckend wie schnell die Zeit vergeht.

Hier noch ein Nachtrag zum ersten Schnee.

In der Nacht von Sonntag (28.10.) auf Montag (29.10.) hat es noch ein paar Zentimeter geschneit und ich hatte immer noch Sommerreifen. Was tun? Ganz einfach… von daheim aus arbeiten! An diesem Montag war richtig schönes Wetter und beim Vormittagsspaziergang trafen wir massenweise Leute die alle mit uns quatschten.

Danach waren wir noch im Garten wo Maya sich am Schnee erfreute…

… und Frauli am Garten allgemein 🙂

Nach Mittag wagte ich mich dann mit den Sommerreifen auf die schneebedeckte Schotterstraße und kam ohne Schwierigkeiten voran. Als ich dann auf die Hauptstraße abbog, spürte ich dass es eisig war aber ich fuhr langsam und nachdem kaum Verkehr war fühlte ich mich auch nicht durch schneller fahrende Autos gestresst. Ich lieferte Maya bei Hundesitterin Lena ab und fuhr wieder nach Hause.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag hatte ich nämlich eine Konferenz an der ich teilnehmen „musste“ (musste am Dienstag Nachmittag eine Präsentation halten), die Mittwoch und Donnerstag schon um 8 Uhr starteten und außerdem war am Mittwoch ein gemeinsames Abendessen bei dem ich dabei sein wollte. Somit war es einfacher wenn Maya in diesen Tagen bei Lena war. Am Dienstag dann, machte ich was „früher“ gang und gebe war… ich ging im Schneematsch 2 km zur Busstation und fuhr mit dem Bus in die Arbeit. Nicht nur dass ich ganz schön ins Schwitzen kam, hielten meine wasserabweisenden Schuhe meine Füsse gerade mal 200 Meter trocken und dann fühlte es sich schon nass an. Meine ordentlichen Winterschuhe und richtig warme Winterkleidung sind ja immer noch im Magazin, also musste ich nehmen was da war.

So sah das dann aus:

Aber ich bin ja nicht blöd (nicht immer zumindest) und hatte ja Kleidung zum Wechseln mit, also ging ich aufs WC, machte mich „frisch“ und zog mir Bürokleidung an… und alles war gut.

Das gleiche dann am Weg nach Hause. Da war ich dann zwar nicht mehr gestresst aber es zeigte sich, dass ich ja doch ein wenig blöd bin… hatte nämlich eine Taschenlampe vergessen und somit musste die Taschenlampe am Handy mir den Weg leuchten. Es war zwar Sauwetter aber irgendwie war es lustig. 😉

Am Mittwoch hatte es dann ja schon wieder 8 Grad plus und Autofahren war kein Problem.

 

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Und plötzlich war es Winter

Ja, am Samstag Morgen war es so weit… der erste Schnee war da. Ein wenig arg früh für meinen Geschmack.

Freitag Nacht bot sich uns beim nächtlichen Gassigang ein seltsames Lichtspiel… vermutlich auch Nordlicht aber durch die Wolken etwas „verfälscht“ (oder waren das UFOs?). Doch da kamen schon die ersten Schneeflocken vom Himmel.

Am Morgen dann war alles „angezuckert“… Maya guckte ganz verwundert.

Dann gingen wir ein wenig spazieren und weil die Ziege des Nachbars an diesem Tag selbst so neugierig war, gingen wir zum ersten Mal bis zum Zaun und Maya und Ziege beschnupperten sich. Dazu hatte ich ja schon bei der ersten Begegnung mit dem Nachbarn die Erlaubnis eingeholt.

Die Ziege, ein Weibchen, hielt ständig den Kopf so schräg was Maya sehr interessant fand. Maya steckte auch gleich den ganzen Kopf durch den großen Maschendrahtzaun… so schnell dass ich sie nicht mal dran hindern konnte. Aber als ich es sagte, zog sie ihn ganz brav wieder raus. Man weiß ja nicht auf welche Gedanken eine Ziege kommt… nicht dass die zubeißt… oder Maya, aber das hätte mich schon sehr überrascht.

Als dann auch noch ein Ziegenbock mit Hörnern kam und Maya misstrauisch beäugte, beschloss ich dass es Zeit war weiterzugehen. Nicht dass der Bock noch eifersüchtig wird. Maya allerdings hätte gerne noch mit der Ziege gespielt, glaube ich 🙂

Dann gingen wir ein Stückchen weiter aber weil es ja nur ein kurzes Gassi war, drehten wir bald um und gingen wieder nach Hause. Normalerweise lasse ich Maya am Anfang der Einfahrt von der Leine damit sie noch herumlaufen kann, aber nachdem ja Elchjagd war bzw. ja immer noch ist, ging ich in den letzten Tagen/Wochen auf Nummer sicher und ließ sie an der Leine. An diesem Samstag jedoch war weit und breit kein fremdes Jägerauto zu sehen und auch Schüsse hatte ich schon seit ein paar Tagen nicht gehört. Also durfte sie laufen… und das tat sie 😉

 

Später gingen wir dann nochmals eine größere Runde aber der Wind peitschte aus allen Richtungen und knallte einem die Schneeflocken bzw. einmal sogar Eisregen ins Gesicht. Das war alles andere als ein gemütlicher Spaziergang… vor allem weil ich dachte die Sonne kommt hervor als wir das Haus verließen… das hielt aber gerade mal 200 Meter… dann war Schluss mit der Sonne.

Und heute Morgen dann der Schock… 7 cm Neuschnee! Verd*** und ich hab noch Sommerreifen am Auto! Ich dachte nämlich, dass der Wetterbericht „so wie üblich“ übertreibt, aber diesmal stimmte es. Typisch. Hoffe, ich komme morgen mit Sommerreifen und Vierradantrieb über die schneebedeckten Hügel hier… die Landstraße ist wahrscheinlich weniger ein Problem aber es war heute schon teilweise eisig auf der Schotterstraße und da geht es ständig bergauf und bergab. Einmal hätte es mich sogar fast auf den Hintern gesetzt … und das schon beim allerersten Schnee der Saison. Das fängt ja gut an!

Aber ab Dienstag soll es ordentlich regnen und dann bis zu 9 Grad bekommen…  deswegen habe ich auch noch nicht Reifen gewechselt. Naja, wenn ich steckenbleibe oder rückwärts wieder nach unten rutschte (und im Straßengraben lande) weiß ich wenigstens jetzt wo ich Hilfe bekomme. Der ältere Herr der mich und Maya mal angequatscht hat, wohnt nämlich längs der Strecke und der hat einen Traktor. 😉   Als wir heute am Rückweg an seinem Haus vorbei gingen, begrüßte er uns überschwänglich und quatschte drauflos. Deshalb weiß ich jetzt wo er wohnt ;-). Dann kam sein dicker Kater Kurre aus der Garage zu uns als ob er uns auch begrüßen wollte, aber 3 Meter vor uns überlegte er es sich wieder anders und drehte um. Ich nehme mal an, dass ihm Mayas Anstarren etwas unbehaglich war.

Jetzt aber zu unserem Ausflug… wie so oft seit wir hier draußen wohnen, war es Maya die nicht und nicht heimgehen wollte. Jedes Mal wenn ich umdrehen wollte, weigerte sie sich standhaft und somit wurden es wieder mal ca. 9 km – und auch da musste ich schon sehr bestimmt sein. Ich meine, ich freue mich ja wenn es ihr so gut geht aber wenn man ständig ungeplant 3 statt 1,5 Stunden unterwegs ist, kann das auch nervig sein. Vor allem nämlich weil wenn man plant einen größeren Spaziergang zu machen und Wasser usw. einpackt, „dann“ will Maya nämlich nicht so weit gehen. Grmpf. Sturer Hund!

Hier ein paar Bilder von der Einfahrt heute:

Das Knusperhäuschen:

Und unterwegs:

Dazwischen hat es wieder kurz geschneit und eine Viertel Stunde später war der Himmel blau… und dann wieder bewölkt und es wurde windig. Man hätte meinen können, es wäre April.

Wie gesagt, wollte ich ja eigentlich gar nicht so weit gehen, aber Maya bog von „unserer Straße“ (bis zur Ortschaft Järbo sind es ca. 5 km von uns) zu „Björkmuren“ ab. Wir waren da schon ein paar Mal weil von da einige Wanderwege losgehen und man dort ganz einfach ordentlich parken kann. Björkmuren ist ein Bauernhof mit Pferden, Schafen, Ziegen und Kaninchen, der von einem Verein gemietet wird der es sich zum Ziel gesetzt hat, Kindern die Natur und den respektvollen Umgang mit Tieren näher zu bringen.

Jedenfalls gibt es dort also Kaninchen und die musste Maya natürlich ausgiebigst studieren. Als sie sich dann endlich von ihnen losreißen konnte und wir weiter gingen, kam uns plötzlich ein schwarz/weißer Hund entgegen, der Maya gleich mal so zum Spielen aufforderte. Weit und breit war kein Besitzer zu sehen, nur weiter weg eine Gruppe von Leuten die sich aber überhaupt nicht um den Hund kümmerten, der in der Zwischenzeit seiner Spielaufforderung mit Bellen Nachdruck verlieh. Noch immer kam kein Mensch daher und Maya wollte auch spielen. Also ließ ich sie einfach von der Leine – und die zwei rannten ein wenig herum. Der junge Hund – ich habe nicht die leiseste Ahnung welche Rasse oder Mischung das gewesen sein könnte aber er war nur ein kleines Stück kleiner als Maya und definitiv noch jung – war manchmal etwas frech und respektlos woraufhin ihn Maya zurechtwies. Andererseits durfte er auch ausgiebigst an ihrem Hinterteil schnuppern und „das“ dürfen nicht sehr viele Hunde. Dann kamen drei Mädchen vorbei die den Hund „Enzo“ nannten, also nehme ich an, dass es ein Rüde war. Aber noch immer war kein Besitzer aufgetaucht. Maya will ja anfangs gerne spielen aber sie verliert auch schnell das Interesse am anderen Hund wenn der nur „fangen spielen“ will. Und dann fielen ihr die Kaninchen wieder ein und sie beeilte sich, zum Kaninchengehege zu kommen. Das hatte aber nur einen sehr unstabilen Maschendrahtzaun, und ich wollte nicht, dass Maya den vielleicht in ihrem Eifer den Kaninchen nahe zu kommen, zerstört. Also nahm ich sie wieder an die Leine und wir gingen dann endlich Richtung nach Hause… aber unterwegs wollte Maya immer wieder auf schmale Pfade abbiegen … sie war heute nicht müde zu bekommen.

Kurz bevor wir in die Einfahrt einbogen, kam nochmals die Sonne hervor und ich musste einfach den Kontrast zwischen Herbst und Winter fotografieren.

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Spaziergang in Sandviken

Heute fuhren Maya und ich nach Sandviken. Ich hatte uns zu einer Trainingseinheit bei unserer Hundetrainerin Matilda eingebucht. Matilda hat immer wieder einzelne Trainingsstunden die vor allem um Hundebegegnungen handeln aber sie verknüpft diese Einheiten auch mit anderen Trainingsthemen. Da wir hier draußen ja so gut wie keine Hunde treffen, war es nicht unbedingt das Thema das mich zum buchen brachte, sondern einfach die Aussicht, Hunde zu treffen… und natürlich mit Matilda quatschen zu können.

Nachdem ich mich mit Maya als sie noch Welpe bzw. Junghund war beim örtlichen Gebrauchshundeclub  nicht willkommen fühlte, war ich froh, als ich von Matilda erfuhr, die damals als 25jährige Hundekurse anbot. Und irgendwie verstanden wir uns von Anfang an gut und auch ihre Art, Hunde als Individuum  zu sehen, sprach mir sehr zu. Sie passt ihre Kurse auf die jeweiligen Hunde an und das finde ich super.

Ich kann mich noch gut an den Apportierkurs erinnern, den wir bei ihr gingen. Da war Maya (100% Wachhund) und drei Jagdhunde, die zum Apportieren „gezüchtet“ waren. Für mich war es ein wenig frustrierend weil Maya ganz einfach kein Interesse daran hatte, den Apportierbock auch nur anzusehen, geschweige denn aufzunehmen. Bei der dritten Trainingsstunde dann, passierte das Wunder. Als eigentlich gerade Pause war, ging Maya zum Apportierbock der da herumlag und nahm ihn ins Maul. DAS war ein Gejohle… und zwar von fünf Weibern gleichzeitig; Matilda, den drei anderen Fraulis und von mir. 😀

Aber zurück zu heute. Treffpunkt war auf einer Wiese im Stadtpark von Sandviken und außer uns waren noch ganze 8 andere Hunde in verschiedenen Größen da. Ich merkte bald, dass ich wohl öfters mal zu Stellen fahren muss wo viele Hunde sind, denn Maya musste erstmal ausgiebigst Hundebook-Postings lesen. Zum Glück waren wir früh da, also war das kein Problem. Aber auch als wir zwischen den anderen Hunden Slalom gingen, war sie seeeehr unaufmerksam und interessierte sich mehr für die Duftflecken bzw. zwei der anderen Hunde, einen kleinen schwarzen Rüden (Typ Fusshupe) und einen Golden Retriever. In den kleinen Schwarzen war Maya ganz vernarrt und wollte mit ihm spielen!!!! und der Golden Rüde war in Maya verknallt und das gefiel Maya natürlich auch ganz gut.

Wenn ich mit Maya im Wald oder auf den Forststraßen spaziere, braucht sie ja auch nicht Fuß gehen. Wenn ein Auto kommt (oder ein Mensch im Wald), sage ich zu ihr „Geh auf die Seite“ und sie geht brav am Wegrand bis das Auto vorbei ist…. das haben wir irgendwie auch nie trainiert aber das funktioniert super. Und falls wir mal auf einer stärker befahrenen Straße unterwegs sind, geht sie auch brav neben mir. Na jedenfalls fiel mir das negativ auf aber als ich danach mit Matilda redete, meinte sie, soooo schlimm war das gar nicht und dass ich viel zu streng sei. 😉

Nach der Trainingseinheit ging ich noch mit Maya im Stadtpark spazieren. Ich dachte eigentlich dass ich dann dem „Kanal“ entlanggehen würde, aber Maya hatte anderes im Sinn. Bei der Brückte über den Kanal bockte sie… sie wollte über die Brücke und einen Stadtspaziergang machen. Und das machten wir. Aber am Sonntag ist das Zentrum ja ziemlich leer aber sie war super brav. Als wir dann an der automatischen Tür des ganz neuen Kinos (Eröffnung war am Freitag) vorbeigingen und die Türen sich öffneten, wäre Maya gleich rein gegangen…. aber ich konnte sie dazu überreden, mit mir weiter die Stadt unsicher zu machen. Das Zentrum von Sandviken ist ja recht überschaubar, also lotste ich Maya dann doch wieder zum Kanal wo ich auch einige Fotos machte. Leider war der Himmel heute nur grau obwohl wir immer noch Temperaturen um 15 Grad hatten. Jetzt ist es 22 Uhr und wir haben immer noch unglaubliche 13 Grad!

Maya wäre ja gerne ins Wasser gegangen aber nachdem das Wasser nicht sauber ist, durfte sie das heute nicht.

Und hier rechts ist Maya aufgewachsen… naja, nicht wirklich, aber sie wohnte da 3 Monate bis wir nach Hammarby gezogen sind. Ich in mir aber nicht sicher, ob ihre Kindheitserinnerungen noch da sind denn sie reagierte überhaupt nicht. 😉

Nach dem Spaziergang fuhren wir noch auf den Hundespielplatz aber es „funkte“ nicht so richtig zwischen Maya und den Hunden die da waren… also fuhren wir dann noch schnell einkaufen und dann nach Hause.

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